Schön, hier zu sein

Ist das nicht ein toller Blick von unserem Hotelzimmer? Wir haben hier einen (für uns) erstaunlichen Luxus. Dabei ist es nicht das Hotel, das wir ursprünglich gebucht haben…. Eine Woche vor Ferienbeginn bekamen wir ein Telefon vom Reisebüro: „sitzt ihr?“ fragte sie. „wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass in Eurem Hotel gebaut wird… Es könnte lärmig sein.“ Ach nee!
Sie hat uns aber 2 andere Hotels anbieten können, ohne Aufpreis (obwohl teurer als das von uns ausgesuchte). Beim einen sind Kinder aber erst ab 12 „willkommen“, das andere liegt etwas abgelegen – das bedeutet, man kann nicht so einfach aus Essen und Shoppen. Wir haben uns dann doch für das abgelegene entschieden – es sind ja auch Ferien für Junior, nicht nur für uns … Dafür mieten wir für die 2 Wochen grad ein Auto, damit wir mobiler sind. Das ist gar nicht so teuer, mit 660 Franken ist man dabei. Den Transfer Flughafen – Hotel sparen wir dadurch auch, das sind schon 210 Franken, und das Essen außerhalb der Anlage ist auch einiges günstiger ( lies: 1/4 – 1/3 billiger) und abwechslungsreicher- das gleiche gilt für Ausflüge buchen und Einkaufen.

Das Hotel ist schon beeindruckend. 3 km Pool, 3 Restaurants (italienisch, thailändisch, japanisch), SPA, Schöne Zimmer mit Poolblick (s.o.), Riesen-Bad, reichhaltiges Frühstücksbuffet, Kids Club, gratis Tücher, WLAN überall … ganz schlecht für mich :) … Und für Euch, weil ihr dann so Posts ertragen müsst …

Ein Schreck zum Anfang

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen -umso mehr, wenn es grad eine Familie ist.
Beinahe wäre es nicht zur Reise gekommen …
Am Flugplatz, alle Koffer (2) und Handgepäck auf den Gepäckwagen geschnallt, Junior obendrauf – er wollte unbedingt und Kuschelbär fand, das sei einfacher so. Auf dem Weg zum Einchecken sieht Junior etwas und springt ab – direkt vor den vollen Wagen. Kuschelbär reicht es nicht mehr zum bremsen und schon hat er den Fuss (abgeknickt) drunter.
Das Geschrei kann man sich vorstellen. Ich hebe den Gepäckwagen einhändig vom Fuss runter (da werde ich offenbar zum Samson) und setze Junior hin. Während ich den Fuss abtaste, gehen mir Gedanken an Knochenbruch, Sehnenriss und dass wir den Flug wohl sausen lassen müssen um ihn ins Spital zu bringen, durch den Kopf. Aber: ich spüre bis auf eine beginnende Schwellung nichts. Junior beruhigt sich, kann den Fuss bewegen und sogar laufen.
Also gehen wir nicht die örtliche Sanität aufsuchen, sondern die Flugtickets holen.
Ein Hoch auf die flexible Kleinkind-Anatomie! …. Und seinen Schutzengel.
Merci.

Inzwischen sind wir hier angelangt (wo „hier“ ist, sage ich noch nicht, aber vielleicht sind die Flickr Fotos ein Hinweis) und sehr müde, aber auch zufrieden.

Meine Begegnung mit Valium

Natürlich „begegne“ ich Valium täglich in der Apotheke – wie viele andere Medikamente auch. Aber: die meisten davon habe ich (noch) nicht versucht -und bin froh, wenn ich es nicht muss: Medikamente sind keine Genussmittel, sondern da für einen Zweck – und keiner der Ahnung hat von Pharmakologie kommt auf die Idee, einfach mal etwas aus reinem Spass zu schlucken. … Digoxin irgendwer? Klar, man hat Kopfschmerzen oder Durchfall, oder … so das normale halt. Aber von den rezeptpflichtigen Sachen lasse ich eigentlich die Finger.

Nach einem furchtbaren Flug in die Ferien vor vielen Jahren aber, wollte ich doch mal wissen, ob ich den Rückflug nicht besser „gedopt“, also am besten tief schlafend überstehe.
Also fragte ich in der Thailändischen Apotheke nach einem Schlafmittel, genauer gesagt spezifisch Zolpidem. Zolpidem bekam ich nicht -weil in Thailand auch rezeptpflichtig- dafür boten sie mir als Alternative ein Benzodiazepin an. Ich habe dann darauf verzichtet, weil ich nämlich schon ein Benzodiazepin dabei hatte, nämlich 1 Tablette Valium 2mg. Die Tablette stammt aus den Medikamentenretouren der Apotheke und lag schon seit Jahren unbeachtet in den Tiefen meiner (zugegeben sehr kompletten) Reiseapotheke.

Die nahm ich dann auf dem Rückflug. Es war ein Nachtflug und kurz vor dem Nachtessen warf ich die Hälfte ein.

Valium ist nicht ein Schlafmittel, es ist ein ziemlich starkes Beruhigungsmittel. Der Effekt – den ich mit klinischem Interesse an mir beobachten konnte, ist, dass es eine gewisse Distanziertheit bringt – zwischen sich und was immer einen beunruhigt. Man könnte es auch mit „mir ist alles scheissegal“ bezeichnen.
Mit diesem Neben-mir-stehen Gefühl war ich trotz gelegentlichen Turbulenzen ruhig genug, dass ich dachte, ich könnte etwas schlafen. Am Rande bekam ich jedoch noch das kleine Drame aum mich herum mit:

Die Lichter sind gelöscht worden, alles bereitete sich darauf vor zu schlafen … bis auf die Frau und ihr Kollege, die sich den Platz im Gang bei uns (in der Nähe der Toiletten) ausgesucht hatten ihr lautes und ausdauerndes Schwätzchen zu halten. Mein Kuschelbär versuchte auch zu schlafen, aber mit dem Gequatsche direkt nebendran war das unmöglich. Das hat er ihr dann auch gesagt – ohne Effekt. Es ging gleich weiter wie zuvor. Da wurde er ärgerlich – und auch laut und forderte sie nochmals auf, endlich Ruhe zu geben – immerhin war Schlafenszeit! Zustimmendes Gemurmel um uns herum. Sagt mein Mann: „Und meine Frau, die will auch schlafen! (und zu mir) Nicht wahr?“ Und ich – in meinem Medikamenten-stupor: (in gelangweiltem Ton) „Ja, ja, ist schon gut.“
Wie gesagt: mir war alles wurst.
Nicht gerade die Unterstützung, die man von seinem Partner erwarten kann, oder?

So im Nachhinein fand ich das dann nicht gerade toll – und habe seitdem auch keine von den Dingern mehr genommen. Ich verstehe aber seitdem schon, warum das manchen sehr helfen kann in enorm belastenden Situationen … nur muss man aufpassen, dass man nicht von dieser „Stütze“ abhängig wird. Probleme lösen diese Tabletten nämlich nicht, sie schieben sie einfach von einem weg.

Für die Mamas – die Rhapsody

 

Is this the real life
Is this just fantasy?
Caught in a landslide
No escape from reality
Open your eyes
Look up to the skies and see

I’m just a mom
I need no sympathy
Because I do it all
On the go
Poopy pants, runny nose
Kitchen, kids and laundry
Everything is dirty
No sleep, no sleep.

Momma, I puked in the van
Momma, there’s gum stuck in my hair
I just pushed Lucy down the stairs (she’s bleeding)
Momma, where did I come from?
Better ask your daddy that when he gets home

Momma, oooooooh
I don’t wanna die
Well, you should have thought of that before you broke my lamp!

I smell a little bit of poopy in the van
Sarah move, Sarah move
Get your butt in the Durango
Daddy’s coming home late, better fix a hot plate NOW!

Fettuccini
Ravioli
Fettucini
Ravioli
Fettucini Alfredo
Magnifico!

I’m just a poor boy can I have some money please?
What do I look like? Money doesn’t grow on trees!
Maybe if you ever picked up your things!

Party at Stevie’s house will you let me go?
Joshua, we will not let you go!
Let me go!
Joshua, we will not let you go!
Let me go!
Joshua, we will not let you go!
Let me go!
Will not let you go!
Will not let you go!
Let me go!
No, no, no, no, no!
Oh mamma mia, momma mia, let me go!
If you ask me one more time I’ll scream!
I’ll scream!
I’ll scream!

So you think I don’t care if you stay up and cry?
So you think I don’t need any sleep tonight?
Oh, oh baby
Please just go to sleep baby!
Just gotta get out
Just gotta right out of here

In the end it’s worth it
Wouldn’t change a thing
In the end it’s worth it
In the end it’s worth it to me

Gotta wash the kid’s clothes

 

Sag‘ es sei nicht so! :-)

Wie krank ist das Kind?

Als Junior letzthin mit einer heftigeren Erkältung zu kämpfen hatte, fand ich die perfekte Methode um herauszufinden, wie krank er sich denn fühlt.

Dazu muss man wissen, dass er Zäpfchen gar nicht (mehr) mag. Als er letztens über Bein-Schmerzen geklagt hat und ich ihn gefragt habe, ob er etwas dagegen haben muss, hat er erst „Ja“ gesagt, sich dann aber total gesperrt, als ich wirklich ein Zäpfchen brachte. Weil er sonst nichts hatte, habe ich dann darauf verzichtet ihm etwas zu geben.

Jetzt bei der Erkältung ging es ihm wirklich nicht gut. Der sonst so aktive Junge hing nur noch auf dem Sofa oder im Bett herum. Das ist ziemlich beunruhigend, weil ich anderes von ihm gewohnt bin. Er hatte Fieber (grenzwertig hoch) und fühlte sich schlecht – offenbar Gliederschmerzen und Ohrenschmerzen. Später sollte sich herausstellen, dass es eine Mittelohrentzündung ist. Jedenfalls behandelte ich ihn mit Algifor Sirup. Den mag er ziemlich – schmeckt auch nach Orangen und ist reichlich süss.

Am Abend klagte er wieder. Weil wir uns aber langsam der Maximaldosierung näherten, habe ich ihm gesagt: „Ich kann Dir keinen Sirup mehr geben, aber Du kannst noch ein Zäpfchen haben. Möchtest Du eins?“

Er meinte „Ja“ und ich ging (zweifelnd) eins holen.

Wie ich zurückkomme liegt er immer noch auf dem Bett, hat sich aber in der Zwischenzeit die Hosen und Unterhosen runtergezogen und wartet mit mir zugestrecktem Po ergeben auf das Zäpfchen.

Oh. Offenbar geht es ihm wirklich nicht gut.

Läuse und der Coiffeur

Kalt ist es draussen, da kommt an einem solchen Wintertag eine Stammkundin mit ihrer Tochter in die Apotheke gestürmt. Beide mit ziemlich nassen Haaren und die Mutter reichlich aufgeregt.

„Wir waren gerade beim Coiffeur. Sie wollen uns die Haare nicht machen, weil sie sagen, meine Tochter hat Läuse!“

Ah, ja.
Der Coiffeur hat so seine Richtlinien. Sobald bei jemandem Läuse entdeckt werden, wird er oder sie nicht mehr weiterbe… – sagt man da -behandelt?
Solche Hygienerichtlinien sind gut – wer will schon nach einem Besuch beim ‚Höörlifilzer‘ anschliessend Läuse haben, weil die noch vom Vorkunden am Kamm oder an der Schere klebten?

Nur: Die Tochter hat keine Läuse. Oder besser: nicht mehr. Sie wurde vor 5 Wochen und dann – um ganz sicher zu sein, nochmals vor 3 Wochen dagegen behandelt. Ja. Was sie noch hat – wie ich nachschauen kann -sind aber ein paar noch in den Haaren klebende Nissen. Die hängen da ziemlich fest und sind, da sie lange (und schöne dichte) Haare hat, nur mit sehr viel Mühe, einem Nissenkamm und viel Zeit und Geduld zu entfernen. Dass jetzt noch aus den Nissen Läuse schlüpfen ist eher unwahrscheinlich, da schon nach der ersten Behandlung trotz regelmässiger Kontrolle keine mehr sichtbar waren – und es hat sie auch nichts mehr gejuckt oder so seitdem.

Das haben sie dem Coiffeur danach auch noch zu erklären versucht. Genützt hat es nichts. Er hat beide mit immer noch nassen Haaren bei diesem Wetter heimgeschickt.
Aber: hätte er nicht wenigstens die Haare noch trockenföhnen können? Da gab es doch einen Bericht nach dem Läuse (und Nissen) empfindlich reagieren auf heisse Luft?

(Achtung: das ist keine offizielle Behandlung gegen Läuse und man sollte nicht selbst zu lange mit einem heissen Föhn an den Haaren der Kinder werken, weil das im schlimmsten Fall auch Verbrennungen geben kann)