Die „etwas andere Art“ abzunehmen

Die Drogistin, die immer ein bisschen mit dem Gewicht kämpft und darum auch im Weight Watchers Club ist erzählt mir, wie sie das letzte Mal beim wägen gelobt wurde, weil sie ihr gesetztes Ziel mehr als erreicht hat.

Drogistin: „Aber weißt Du auch, wie ich das geschafft habe? Das habe ich denen nämlich nicht gesagt.“
Pharmama: „Nein, wie denn?“
Drogistin: „Du erinnerst Dich noch, dass ich eine Woche krank war? Ich hatte eine derartige Magendarmgrippe … tagelang Durchfall und ich konnte absolut nichts bei mir behalten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen Appetit hatte.
Der Effekt ist ziemlich erstaunlich….“

Und dann, als Nachsatz: „Nicht dass ich das irgendjemandem empfehlen kann…“

:-)

Abnehmen mit dem Norovirus?

Schon gewusst? Bananen sind radioaktiv

… jedenfalls genug radioaktiv um als Vergleichseinheit zu dienen.

Siehe der sehr interessante Wikipedia Artikel: the banana equivalent dose

Darin steht (in Kurzfassung): viele Lebensmittel sind radioaktiv, Bananen im speziellen wegen dem Kalium-40, das sie enthalten. Man benützt nun die natürliche Radioaktivität der Banane um einen Vergleich zu haben – z.B. wieviel Radioaktivität bei einem Leck im Atomkraftwerk ausgetreten ist.

Bananen sind mit 520 picouries pro 150g (etwa 1 Banane) radioaktiv genug um regelmässig Fehlalarme von Sensoren auszulösen – z.B. in Amerikanischen Häfen, wo nach geschmuggeltem Nuklearem Material gesucht wird.

Lakritze und Medikamente

Auf Wunsch einer „einzelnen Dame“ :-) gibt es hier noch einen Nachtrag zur Serie „Wechselwirkungen zwischen Nahrungs- und Genussmitteln und Medikamenten“ zum Thema Lakritze / Bärendreck/ Süssholzwurzelextrakt

Die Lakritze, auch Bärendreck genannt hat bei uns ein sehr hohes Ansehen als Süßigkeit und ist daher fast jedem bekannt. Lakritze wird aus der Pflanze Süssholz, lat. Glycyrrhiza glabra hergestellt. Verwendung finden die Wurzeln der Pflanze, welche im Herbst geerntet werden. Diese werden getrocknet und in der Medizin- und Süßwarenproduktion eingesetzt.

Wirkung von Lakritze:
Lakritz-Produkte können bei regelmäßigem Verzehr zu Bluthochdruck und Wassereinlagerungen im Gewebe führen. Glycyrrhizin, ein natürlicher Bestandteil des zur Lakritzgewinnung benötigten Süßholzsaftes, hemmt ein Schlüsselenzym im hormonell gesteuerten Mineralstoffhaushalt. Bei häufigem Genuss größerer Mengen wird der Harnfluss gesteigert und es drohen Veränderungen des Mineralstoffwechsels mit Kaliumverlusten und Natriumanreicherungen. Ein konstanter Kaliumspiegel ist aber sehr wichtig für Herz, Nerven und Muskeln. Symptome von Kaliumverlust: Muskelschwäche, langsame Reflexe, erhöhter Blutdruck und Müdigkeit.

Wechselwirkungen:
Da Lakritze dieselbe Wirkung hat wie ein Entwässerungsmittel, muss man bei Diuretika aufpassen:
Azosemid, Bemetizid, Bendroflumethiazid, Benzylhydrochlorothiazid, Bumetanid, Butizid, Chlortalidon, Clopamid, Cyclothiazid, Etacrynsäure, Etozolin, Furosemid, Hydrochlorthyazid, Hydroflumethiazid, Indapamid, Mefrusid, Metolazon, Piretanid, Polythiazid, Torasemid, Trichlormethiazid, Xipamid.

Auch Organempfänger sollen sich vor Lakritze hüten, eine Studie zeigt, dass die Süßigkeit im Körper die Aufnahme des Wirkstoffs Ciclosporin blockiert. Das Immunsuppressivum soll nach der Transplantation eines Organs die Abstoßungsreaktion der Körpers verhindern. Eine unterbundene Wirkung könne fatale Folgen haben.

Ausserdem gibt es erste Hinweise, dass die Anti-Baby-Pille die Empfindlichkeit für Glycyrrhizin erhöht. Dies ist insofern bedenklich, als Frauen ohnehin sensibler auf das Naturprodukt zu reagieren scheinen und schon die Pille allein zu Bluthochdruck und Wassereinlagerungen führen kann.

Rat:
Pillen-Anwenderinnen sollten vorsorglich auf den Genuss größerer Lakritzmengen verzichten. Dies gilt auch für Menschen mit Bluthochdruck (v.a. wenn Diuretika genommen werden) , Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Lebercirrhose, sowie Schwangere und Organtransplantierte.

Das ist alles, was ich dazu gefunden habe. Wer noch mehr weiss, soll sich melden!

Medikamenteneinnahme: Vor, zum oder nach dem Essen?

Allgemein gültige Richtlinien, ob Medikamente am besten vor, nach oder zum Essen eingenommen werden sollen, gibt es nicht. Tatsache ist aber, dass die gleichzeitige Aufnahme von Speisen und Getränken für die Wirkung von Medikamenten eine wichtige Rolle spielt. Denn Nahrung beeinflusst nicht nur den Zeitpunkt des Wirkungseintritts, sondern auch die Menge und Verfügbarkeit des Wirkstoffs in der Blutbahn..

Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme kann die Wirkung des Arzneimittels verlangsamen, beschleunigen, verstärken oder vermindern. Auch Nebenwirkungen können in bestimmten Fällen stärker oder schwächer auftreten. Wichtig ist, das Arzneimittel in regelmässigen Zeitabständen einzunehmen – nur so ist eine ausgeglichene Konzentration im Blut gewährleistet.

Auf den Beipackzetteln finden sich die Hinweise, wann die Medikamente eingenommen werden sollen.

„Einnahme vor dem Essen“ die Arznei sollte 60 bis 30 Minuten vor der Mahlzeit eingenommen werden.

„Einnahme während des Essens“ bedeutet, Einnahme innerhalb von fünf Minuten nach der Mahlzeit.

„Einnahme nach dem Essen“: zwischen Mahlzeit und Einnahme sollte ein Abstand von 30 bis 60 Minuten liegen.

„Einnahme nüchtern“: entweder 1 Stunde vor oder aber 2 Stunden nach dem Essen.

„unabhängig von einer Mahlzeit“: Die Kapseln, Tabletten oder Dragees müssen zu keinem festen Zeitpunkt eingenommen werden. Die Einnahme kann entweder nach dem Essen, zum Essen oder vor dem Essen erfolgen.

Medikamente sollten immer mit ausreichend Flüssigkeit, am besten reinem Wasser, eingenommen werden.

Warum man Medikamente nicht mit Grapefruitsaft, Milch, Kaffee oder Alkohol nehmen soll, sieht man, wenn man auf die Links klickt.

Übrigens: wer will, dass sein Schmerzmittel superschnell wirkt, sollte hier schauen, wie das geht.

Tyramin und MAO-Hemmer

Achtung: Überarbeitet!!

Tyramin entsteht bei der Zersetzung von Eiweißen aus der Aminosäure Tyrosin und ist enthalten in Nahrungsmitteln, zu deren Fertigung Schritte wie Gärung oder Fermentation gehören, so z. B. viele Käsesorten, Rotweine oder Schokolade. Es ist des Weiteren Inhaltsstoff von Bananen und Misteln – in den Beeren letzterer sogar in giftiger Konzentration.

Tyramin wirkt Kreislaufanregend, Herzfrequenz steigernd und kann Migräne auslösen.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit MAO-Hemmern wie im Antidepressivum Moclobemid (Aurorix, MocloA) oder den Parkinsonmitteln Selegilin (Jumexal) und Rasagilin (Azilect) könnte es wegen der Hemmung des Abbaus des Tyramins -eben durch die Monoaminooxidase- zu einer Anreicherung mit gegebenenfalls stark ausgeprägter Kreislaufwirkung bis hin zur Bluthochdruck-Krise, unter Umständen mit fatalen Folgen (Hirnblutung), führen. Man spricht dann vom sogenannten „Cheese-Effect“.

Tatsächlich steht in der Packungsbeilage von Aurorix dies:
Die Behandlung mit Aurorix erfordert keine Diätrestriktionen bei Patienten mit normalen Essgewohnheiten. Patienten wird geraten, auf die Einnahme grosser Mengen tyraminreicher Nahrungsmittel zu verzichten.

Und bei Selegilin, der ja ein selektiver MAO-B Hemmer ist, wenn auch ein irreversibler, steht gar dies:
Während der Selegilin-Behandlung in den empfohlenen Dosen wurde über keine hypertensive Reaktion (‚Cheese Effect‘) beim Verzehr von tyraminhaltigen Lebensmitteln berichtet. Diätetische Einschränkungen sind daher nicht erforderlich.

Trotzdem hier die Lebensmittel, die bedenkliche Wechselwirkungen in Kombination mit MAO-Hemmern zeigen können, sind nicht nur solche mit Tyramin, sondern auch mit Histamin und Tyrosin (Auswahl):

  • Ananas (Tyramin),
  • Bananen (Tyramin),
  • Beeren – u. a. Blaubeeren etc. (Histamin),
  • Erdbeeren (Tyramin),
  • Chianti-Wein (Tyrosin),
  • Dill (Tyrosin)
  • Feigen (Tyramin)
  • Fenchelöl (Tyrosin)
  • Fisch (Tyrosin),
  • geräucherter Fisch (Histamin),
  • Geflügelleber (Tyrosin),
  • Joghurt
  • Käse (Tyramin & Histamin),
  • Muskatnuss (Tyramin)
  • Petersilie, (Tyramin),
  • Pferdebohnen (Tyrosin),
  • Rosinen (Tyramin)
  • Rotwein (Histamin),
  • Sauerkraut (Histamin),
  • Schinken (Histamin)
  • Schokolade (Tyramin),
  • Soja-Sauce (Tyramin)
  • Tomaten (Tyramin),
  • alkoholhaltige Speisen und Getränke (Bier, Wein etc.)(Tyramin)