… Dafür habe ich heute zufällig bei meinem Spaziergang durch Essen-Margarethenhöhe dieses schöne Exemplar gefunden – und hatte auch die Kamera dabei, was für ein Glück… Zu sehen ist die Margarethen-Apotheke, die in einem für den (wunderschönen) Stadtteil typischen Gebäude untergebracht ist. Der Verkaufsraum scheint nur recht klein (der „Glas-Anbau“) zu sein, es herrschte aber reger Publikumsverkehr :)
Schlagwort: Essen
Apotheken aus aller Welt, 332: Essen, Deutschland
Simop war wieder unterwegs!
Diesmal aber nur eine Apotheke im bzw. unter dem Essener Bahnhof. Die Apotheke befindet sich im Straßentunnel unter den Gleisen. Der Tunnel selbst öffnet sich dann auf den Willy-Brandt-Platz, wo es schon sehr weihnachtlich aussieht.
Okay, Weihnachten ist vorbei, aber … das sieht wirklich hübsch festlich aus da!
Wie Don Quijote … kämpfen gegen Wind…mühlen
Mann in der Apotheke: „Haben sie mir etwas gegen Blähungen?“
Pharmama: „Wie lange haben sie denn das Problem schon?“
Mann: „Ach, schon Jahre. Das ist wirklich furchtbar, ich muss ständig furzen und … die Leute hören es. Meine Freunde haben mich schon darauf aufmerksam gemacht.“
Pharmama: „Was haben sie denn schon dagegen ausprobiert?“
Mann: „Ich trinke Tee.“
Pharmama: „Eine spezielle Sorte?“
Mann: „Nein, nur Tee.“
Pharmama: „Fencheltee oder Kamillentee würde vielleicht helfen bei Ihren Blähungen.“
Mann: „Die mag ich aber nicht besonders.“
Pharmama: „Haben Sie schon versucht, das was Sie essen zu ändern? Zum Beispiel blähendes Essen zu meiden, wie Bohnen, Kohl, oder die Milch wegzulassen?“
Mann: „Nein.“
Pharmama: „Gibt es Essen, das bei Ihnen mehr Blähungen verursacht?“
Mann: „Ja, Raclette oder Joghurt, danach ist es ganz übel.“
Pharmama: „Dann sollten wir das zuerst versuchen. Sie sollten eine Weile auf Milchprodukte verzichten, dann sehen wir, ob das etwas bringt.“
Mann: „Dann darf ich auch keinen Käse mehr essen.“
Pharmama: „Zumindest eine Weile nicht mehr.“
Mann: „Das will ich lieber nicht.“
Pharmama: „Dann … wollen Sie nicht herausfinden, was die Blähungen verursacht?“
Mann: „Nicht, wenn ich nicht essen kann, was ich will.“
Pharmama: „Okee … Sie können es ja mal mit dem Flatulex versuchen. Nehmen Sie zu jeder Mahlzeit 1-2 Kautabletten.“
Er zahlt und geht.
Wiedersehen!
Alle Patienten lügen (rerun)
(rerun vom 17. Januar 2009)
„Everybody lies.“
Dr. House
Offensichtlich ist nicht nur der oberzynische Dr. House der Meinung, dass Patienten ihre Ärzte anlügen, sondern auch etwa 2/3 der Mediziner in Deutschland, wie es sich bei einer Umfrage herausstellte. Ich vermute mal auch in der Schweiz ist die Situation ähnlich.
Ich selbst hatte ja auch schon die Situation, dass der Arzt der Patientin partout nicht glauben wollte, dass sie keinen Alkohol trinkt – die Leberwerte waren schlecht.
Ich bin überzeugt, dass die Patienten den Ärzten nicht alles sagen. Es liegt in der Natur des Menschen Dinge, die ihn selbst betreffen, zu beschönigen und negatives auszulassen oder gar zu schwindeln, wenn jemand anderes / autoritärereres / der Arzt sie nach den Lebensumständen fragt.
Sagst Du dem Arzt denn die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit, wenn er Dich fragt, wie es denn ums Essen und wie es um Deine körperliche Fitness steht? Zum Beispiel:
– Wie ist das mit den 5x Früchten und Gemüse pro Tag? „Jaja, ich esse abwechslungsreich …“ (also eigentlich ernähre ich mich abwechselnd von Pizza und Hamburgern …)
– und trinken? Trinkst Du auch Deine 2-3 l Wasser täglich? „Ich bemühe mich ….“ (aber meistens klappt das nicht)
– Nimmst Du die Treppe statt dem Lift?… „Ääähhh… klar.“ (so einmal im Monat).
Dasselbe gilt auch für die Einnahme von Medikamenten: Nimmst Du sie wirklich regelmässig?
Es kommt natürlich vor, dass man mal eine Tablette vergisst – das ist meistens auch nicht so tragisch und kein Grund zu lügen. Aber wenn man das Medikament nicht (mehr) nimmt, dann ist es wichtig, dass der Arzt das auch weiss. Ansonsten denkt er nämlich das Medikament wirke nicht und sucht -vergebens- nach einem Grund für den Therapieversager, macht eine Menge Abklärungen, steigert die Dosis – dann nimmt man es erst recht nicht … und das Grundproblem löst man dadurch auch nicht.
Im Endeffekt stört man mit Lügen beim Arzt das Vertrauensverhältnis Arzt -Patient. V.a. wenn der Arzt schliesslich herausfindet, dass man ihn angelogen hat … und man gefährdet dadurch seine Gesundheit.
Auf dünnem Eis
… bewegt sich in meinen Augen momentan die Migros hier.
Gestern war ich einkaufen und dabei wird man gelegentlich mit Werbung beschallt. Im Moment für Früchte und Gemüse – und wie gesund das ist. Dagegen ist gar nichts einzuwenden, aber wie sie es machen, *da* musste ich doch aufhorchen:
„… kaufen Sie jetzt Zitronen, sie enthalten viel Vitamin C, stärken die Immunabwehr und senken das Fieber!“
Vollbremsung meinerseits, ungläubiger Blick auf den Lautsprecher über mir. Erst mal: seit wann senkt Vitamin C das Fieber? Zweitens: das ist eine Heilanpreisung … dürfen die das überhaupt? Auch wenn sie hier ganz offensichtlich keine Medikamente sondern Lebensmittel anpreisen.
Wenn ich dasselbe bei mir in der Apotheke oder Drogerie machen würde – zwar mit Nahrungsergänzungsmitteln, aber das halte ich für Vergleichbar, dann stände innert kürzester Zeit der Kantonschemiker und der Kantonsapotheker im Laden und ich hätte diverse rechtliche Konsequenzen zu tragen.
Aber das mit den Zitronen war nicht das einzige. Das nächste was ich hörte waren glaub für Kohl?
„ …hilft das Cholesterin zu senken und kurbelt die Fettverbrennung an!“
Aaargh!
Nichts wie raus hier.
Etwas zu Essen finden …
Ich hatte ein bisschen Mitleid mit der älteren Frau gestern morgen.
Es war etwa 9 Uhr und sie hat von mir gerade das Antibiotika vom Rezept bekommen mit dem Hinweis, dass sie die erste Tablette gleich heute Morgen nehmen soll.
Jedenfalls, als ich sie darauf hinwies, dass man das am besten mit oder unmittelbar nach dem Essen nimmt, sagt sie:
„Oh, na dann muss ich warten, bis ich nach Hause komme. Ich bin gerade auf dem Weg zu meiner Schwiegertochter und bei ihr bekomme ich nie etwas zu essen.“
…





