Gut gewürzt …

In meinem Bemühen einer Kundin etwas Geld zu sparen, erkläre ich ihr, wie sie zuhause mit Kochsalz und lauwarmem Wasser selber Nasenspülungen machen kann.
Sagt sie: „Ich habe aber nur Meersalz, geht das auch?“
Pharmama: „Ist das Meersalz zum Kochen oder zum Baden?“
Kundin: „Zum kochen – es hat auch Kräuter drin.“
Pharmama: „Äh, dann können sie es aber nicht zum Nase-spülen verwenden.“

Eine Erkältung

Heute weiss man ja, dass man nicht krank wird, nur weil man in der Kälte gewesen ist, sondern weil man Kontakt hatte mit Viren und/oder Bakterien. Trotzdem hält sich der Ausdruck „Erkältung“ hartnäckig.

Vielleicht brauchen wir einfach einen neuen Ausdruck dafür … immerhin ist es ja nicht „nur“ Schnupfen oder Husten oder Fieber, sondern oft eine Kombination.

Übrigens habe ich mal einen Artikel geschrieben darüber, „wie man keine Erkältung bekommt.

Eine Dummheit gemacht

Telefon, eine beunruhigt tönende Frau: Sind sie die Apothekerin? Ich  habe da eine wichtige Frage.“

Pharmama: „Ja, um was geht es denn?“

Frau: „Also mein Sohn, er ist 19 Jahre alt, hat letzthin bei seiner Freundin übernachtet …“

Pharmama: „Jaaa?“

Frau: „Und da hat er eine Dummheit gemacht.“

Pharmama: „Jaa?“ (denkt sich: uh, oh.)

Frau: „Er hat sich nämlich erkältet: Schnupfen, etwas Fieber …“

Pharmama: …??…

Frau: „Und da hat seine Freundin ihm am Morgen einfach eine Antibiotikum Tablette gegeben, die sie noch daheim hatte.“

Pharmama: „Ah.“

Frau, aufgebracht: „Ja, und das ist doch ganz schlecht! Ich meine, wie kann sie nur?“

Pharmama: „Ist er denn allergisch dagegen?“

Frau: „Nein, aber man soll doch nicht einfach Antibiotika nehmen … und wenn er jetzt aufhört, ich habe gehört das ist auch nicht gut, wenn man zu früh aufhört das zu nehmen!“

Pharmama: „Nun, man sollte Antibiotika möglichst geziehlt nehmen und eine einfache Erkältung ist nicht die richtige Anwendung. Aber er hat nur eine Tablette genommen?“

Frau: „Ja.“

Pharmama: „Nun, dann sagen wir in dem Fall, einmal ist keinmal. Er soll einfach keine mehr nehmen und seine Erkältung mit normalen Mitteln behandeln. Dafalgan gegen das Fieber falls nötig und Schnupfenspray vielleicht. … und sagen sie der Freundin vielleicht, dass sie nicht einfach übriggebliebene Medikamente anderen verabreichen soll …“

Frau, bestimmt: „Oh ja, das werde ich ganz sicher!“

Antibakteriell

Älterer Mann kommt in die Apotheke und fragt: „Ich habe da diese heftige Erkältung. Kann ich – statt zum Arzt ein Antibiotikum zu holen – nicht stattdessen eine Flasche Wasserstoffperoxid trinken? Das tötet doch auch Bakterien ab?“

Wasserstoff ist ein Desinfektionsmittel, aber für die äusserliche Anwendung. Wenn man es trinkt, v.a. unverdünnt, macht es sicher Verätzungen und da es in Wasser und Sauerstoff zersetzt wird, bevor es überhaupt in den Körper aufgenommen werden kann, ist alles was er damit erreichen würde ein sehr irritierter Magen-Darm Trakt.

Es ist für meine Tochter

Aus der Rubrik „Auch Apotheker machen Fehler“:

Eine Frau kommt in die Apotheke und fragt nach Hustenmittel für ihre Tochter, sie hat ein Baby im Kinderwagen dabei.

Die Apothekerin fängt an, ihr zu erklären, dass es nicht viel gibt was man ihr geben kann, denn die meisten Hustenmittel sind erst ab 2 Jahren zugelassen.

Die Frau schaut die Apothekerin an, als sei sie verrückt und sagt: „Aber sie ist 26!“

– das Baby war ihre Enkelin!

Zugeflogen

Ich denke, die meisten, die in einer Apotheke oder Drogerie arbeiten, kennen den Typ Kunden. Es sind sicher keine mit medizinischem Hintergrund, aber offenbar glauben sie, dass wenn sie lange und fest genug die Packung anstarren, ihnen die benötigte Information über das Medikament zufliegt.

Mittelalte Frau kommt um etwas gegen den Husten und Schnupfen zu holen.

Apothekerin: Ist der Husten trocken oder verschleimt?“

Sie: „verschleimt, aber der Arzt hat ihr schon etwas gegen den Husten gegeben. Früher habe ich mal Rhinotussal genommen, aber das gibt es ja nicht mehr. Haben sie etwa das dasselbe enthält, aber von einer anderen Firma?“

Apothekerin (denkt) ok, definitiv jemand, der sich nicht auskennt, also nett sein. „Also, man hat Rhinotussal zurückgezogen, weil …“

Kundin: „Ich weiss, ICH WEISS“

Apothekerin. „Ok, es wurde zurückgezogen und alle Medikamente, die dasselbe enthielten wurden auch zurückgezogen.“

Kundin: „Haben Sie nichts ähnliches?“

Apothekerin: „Doch, sie könnten zum Beispiel Rhinopront nehmen.“

Sie gibt ihr die Packung und die Kundin starrt während etwa 4 Minuten wortlos darauf.

4 Minuten können wirklich lange sein. In der Zeit kann man: die Decke anschauen, den Boden anschauen, Bei der Beratung der Pharmaassistentin mithören. 3 Rezepte doppel-kontrollieren, auf die Uhr schauen. Die Frau anschauen, die immer noch das Medikament anstarrt, das man ihr gegeben habe – vertraut sie der Apothekerin nicht?

Endlich macht sie Anzeichen aus ihrer Trance aufzuwachen.

Kundin: „Ich habe das noch nie genommen. Vielleicht ist es besser das nicht zu nehmen.“

…. und geht ohne etwas gekauft zu haben.

Hmpf.