keine Kundin

Eine Frau kommt mit einer Flasche Shampoo, die wir nicht an Lager haben in die Drogerie und will sie austauschen. Begründung: „Das ist nicht das, was ich wollte!“
Der Computer sagt, dass sie es auch nicht von uns bestellt hat. Die Drogistin sagt ihr das.
Frau: „Doch, natürlich habe ich das von ihnen!“
Drogistin: „Ich kann ihnen das nicht austauschen. Sie haben ja nicht einmal eine Quittung und laut Computer haben sie es nicht von uns.“
Frau: „Bei ihnen kaufe ich nie mehr etwas!“

… ich glaube das haben sie bisher auch nicht.

Auf Brennesseln

Kundin: „Was kann ich auf Brennesseln machen?“
Pharmama: „Sie meinen, auf die Haut, wenn sie von Brennesseln gestochen wurden?“
Kundin: „Nein, auf die Brennesseln selbst. Ich will sie weghaben!“
Pharmama: „Äh, vielleicht weiss jemand von der Drogerie ein Unkrautmittel … aber ich würde sie einfach abschneiden – mit Handschuhen geht das.“
Kundin: „Dann gehe ich halt in ein Gartengeschäft ein Mittel kaufen!“

Hmm. Wieso muss es immer die Chemieschleuder sein?

Mitgehört

Ich versuche ja, die Leute nicht zu stören, wenn sie etwas in Ruhe anschauen wollen. Aber ich bin dann oft auch nicht so weit weg um eventuelle Fragen zu beantworten. Und letztens habe ich dies mitbekommen:

Mann und Frau vor den Zahnbürsten.
Mann: „Oh, von denen die ich will, haben sie keine in blau.“
Frau: „Doch, sie haben.“
Mann: „Wo?“
Frau: „Na, die grüne da!“

Das ist nichts für mich

Frau kommt in die Drogerie mit von einem Sturz stark aufgeschürften Knien. Sie hat Bedenken, dass Narben zurückbleiben.
Die Drogistin erklärt ihr, wie sie die Wunde pflegen muss und dass sie, sobald die Wunde geschlossen ist und der Schorf ab ist eine Narbensalbe drauf machen kann.
Die Drogistin zeigt ihr die Louis Widmer Augenpflege – seit langem ein Geheimtipp, wenn es um Narbenbehandlung geht- und das Blatt, das wir neu bekommen haben, wo die Erklärung drauf ist, dass man damit jetzt auch Studien gemacht hat zur Narbenpflege. Auf dem Blatt sind sogar Bilder drauf von den Erfolgen: Eine Frau mit einer genähten Wunde an der Schläfe vor und nach der Behandlung.
Und was sagt die Kundin?

„Ah, das ist nicht für mich in dem Fall: ich habe es ja nicht im Gesicht!“

Nicht empfehlenswert

Im Moment ist enorm viel Werbung im Umlauf für so „Stifte“ zur „einfachen Behandlung von Nagelpilz“ – ich habe sie mir angesehen – ja, dank Nachfrage, verkaufen wir sie auch – aber irgendwie … ich kann nicht wirklich dran glauben, dass das hilft. Bis ich irgendwelche Rückmeldungen von Kunden bekommen habe – oder anständige Studien gesehen habe, fallen die bei mir in die Kathegorie „eher fragliche Mittel“. Davon gibt es auch bei uns (leider) einige.

Ich dachte mir, ich mache mal eine Liste. Also: Sachen, mit denen ich Mühe habe bei der Beratung / die ich nicht empfehle:

die meisten Mittel gegen Nagelpilz – nicht Fusspilz, Nagelpilz. Aus eigener Erfahrung und der der Kunden ist das enorm schwierig selbst zu behandeln. Es gibt Mittel, aber auch bei korrekter, sehr langer Anwendung kann es sein, dass es nicht genug ist. Da hilft nur zum Arzt zu gehen. Es gibt nämlich Tabletten die wirken, deren Anwendung aber abgeklärt werden soll.

Alle Mittelchen gegen Schnarchen. So leid es mir tut, aber Nasenpflaster geben wohl mehr Luft, nützen aber höchstens wenn das Problem in der Nasenscheidewand liegt, was selten der Fall ist. Rachensprays, Plättchen zum Lutschen etc mögen kurzfristig etwas bringen, aber eigentlich hatte ich noch keinen, der zurückkam und sagte das ist es! Über’s Schnarchen und mögliche Behandlungen habe ich übrigens hier schon mal geschrieben.

Die meisten Mittelchen zum abnehmen. Abnehmen tut man wegen einer Kombination aus Ernährungsanpassung, Stichwort ‚gesundes Essen’ und ‚Energiebilanz’ sowie Bewegung und Lifestilekorrektur. All die Mittelchen sind äh, unterstützend und nicht mehr.

Eine Menge der Mittel gegen genetisch bedingten Haarausfall. Ja, es gibt solche, die wirken, ABER die sind dann regelmässig und immer anzuwenden und nicht preisgünstig und dann sollten wir noch ein Wort über die Nebenwirkungen von manchen verlieren. Und: NEIN, auch wenn das auf dem Shampoo steht: das nützt nix. Mehr darüber hier.

Ohrenkerzen: in meinen Augen reiner Humbug. Wenn das jemand kaufen will, ok, empfehlen werde ich das NIE. Und: Bitte nicht alleine anwenden, ich habe schon genug Fälle von Verbrennungen gehört, weil etwas Wachs ins Ohr getropft ist. Kurzfristig waren doe Dinger bei uns sogar verboten, inzwischen bekommt man sie wieder.

Fusspflaster: Äh ja. Es wird braun über Nacht. Ich bezweifle aber dass das wirklich Gift- und Schlackestoffe sind. Aber zumindest habe ich hier noch von keinem gehört, der sich damit geschadet hätte.

… fällt noch jemandem etwas ein? (Und lassen wir die Homöopathie hier mal vor, das sind sie jetzt schon genug am diskutieren)

Vollgesch….

Kundin, ziemlich „geladen“- wirft mir eine Packung Feuchttücher auf den Tisch: „Gibt es die nicht in grösser?“
Ich schaue auf die Packung: „Sie meinen mehr?, nein, das ist die grosse Grösse.“
Kundin: „Nein, nicht mehr, grössere – da steht auch nicht auf der Packung wie gross sie sind?“
Pharmama: „Sie meinen wie 10 auf 10 cm oder so?“
Kundin: „Ja, genau, wieso steht das nicht drauf? Wie soll ich da wissen, welche ich nehmen muss?“
Pharmama: „Für was brauchen sie sie denn?“
Kundin: „Ich arbeite in einem Kinderhort. Können sie sich vorstellen wie toll das ist, wenn eine ganze Gruppe 2-3-jähriger Durchfall hat? Mit diesen Winz-tüchern hat man da gleich mal alles an den Händen! Ich brauche grössere!“
….
Ok, ich verstehe das Problem – mir reicht das, wenn Junior mal Durchfall hat, ja das ist eklig, aber ich habe wirklich noch keine Grössenangaben auf den Feuchttüchern gesehen – und erfahrungsgemäss haben die alle etwa die gleiche Grösse.

Pharmama: „Wie wäre es denn mit Einmal-Waschtüchern? Die müssten sie halt selbst feucht machen, aber die sind grösser und man kann sie auch entsorgen nachher?“