Na … verkaufen und so.

3 Schüler kommen zu uns in die Drogerie und fragen, ob sie bei uns eine Schnupperlehre machen können.

Drogistin: „Ah, und für welchen Beruf würdet ihr denn gerne hier schnuppern?“

Schüler: „Was haben sie denn?“

Drogistin: „…..“ (überlegt)

Drogistin: „Und was denkt ihr, macht ihr hier, wenn ihr hier schnuppert?“

Schüler zeigt auf den jüngsten Lehrling:  „Na, das was sie macht!“

Drogistin: „Und das wäre?“

Schüler: „Na, verkaufen und so.“

Drogistin: „Ich glaube das wird so nichts. Geht Euch erst mal informieren, was man in einer Drogerie oder Apotheke so macht und wenn Ihr dann noch Interesse habt, dann kommt Ihr wieder.“

Das ist nicht das erste Mal, dass wir derartiges hatten. Unmotivierte Schüler die keine Ahnung haben, was man in dem betreffenden Geschäft so macht – nicht einmal ansatzweise. Ich glaube, die müssen eine bestimmte Anzahl Schnupperlehren vorzeigen können … und dann nehmen sie einfach irgendetwas. Das bringt ihnen nichts und für uns als Geschäft ist das eine ziemliche Belastung. Wir machen Schnupperlehren und wir bilden auch aus – aber diejenigen, die Interesse zeigen.

Sorry für den Rest.

Und was das Verkaufen angeht – das machen wir natürlich auch, allerdings lassen wir die Lehrlinge erst auf die Kunden los, wenn sie schon ein bisschen was gelernt haben in der Schule und und bei uns – und am Anfang unter Aufsicht, erst mit der Zeit selbständig. Bei uns geht es um die Gesundheit – und dann um’s verkaufen.

Fettnäpfchen, Mehrzahl

Es gibt so Leute, die treten einfach in jedes Fettnäpfchen (und ich gehöre manchmal auch dazu) :-(

Beim Regalaufräumen mitgehört zwischen zwei Kundinnen:

Kundin 1: „Du hast ja schön abgenommen!“

Kundin 2: „Ja, das liegt daran, dass ich länger krank war.“

Kundin 1 „Oh …. und wie geht es deinem Freund?“

Kundin 2: „Wir haben uns schon vor einigen Monaten getrennt.“

Kundin 1: „….“

Ja, das Gefühl kenne ich. Wie dort, wo ich mich nach der kranken Katze der Kundin erkundigte, nur um zu hören, dass sie 2 Wochen vorher gestorben ist. Upps. Sorry!

Waaas ist da drin??

Kundin: „Ich brauche etwas gegen harte Hornhaut an den Füssen.“
Drogistin: „Da kann ich ihnen diese Hühneraugentinktur empfehlen …“
Kundin: „Hat es da etwas vom Huhn drin??“

Nein, hat es nicht. Genauso wenig wie im Tiger Balsam Tiger drin ist.

Aber es gibt andere Produkte, die tatsächlich tierisches enthalten (oder enthalten haben).

zum Beispiel:


Hirschtalgbalsam von Scholl – die fettende Salbe für die Füsse enthält wirklich adeps cervinus. Anscheinend fettet das länger als Vaseline.

Nerzölshampoo – von  Klorane. Inzwischen ausser Handel, aber vorher habe ich mal angerufen und gefragt. Es enthielt wirklich Nerzöl. Keine Ahnung wie das gewonnen wurde, aber für die Nerze dürfte das nicht angenehm gewesen sein.

Maniwell – enthält  Purcellin, das Fett vom Pürzel der Ente als Spreitmittel – also, dass die Handcreme besser verteilbar ist und auch leicht wasserabstossend.

Einige andere Produkte enthalten Proteine aus Milcheiweiss oder Rinderfett oder Gelatine, ausserdem Seidenproteine – nur für die, die es noch nicht wissen: Seide kommt vom Kokon der Seidenraupe.

Kosmetika enthält gelegentlich ganz erstaunliche Sachen, siehe hier.

 

Noch mehr nervige Vertreter

Da war letzthin ein Vertreter, der tatsächlich ein Besuchs-Avis geschickt hat, zusammen mit (wie üblich) den Bestellzetteln … und als er dann in die Apotheke kommt sagt er nur:

Wo ist die Bestellung? Ich bin nur hier, um die Bestellung entgegen zu nehmen!“

Nun, die Bestellung, die mache ich normalerweise nachdem der Vertreter hier war und mir gezeigt hat, was es Neues gibt, wo es vielleicht Aktionen gibt und wenn ich die Retouren mit ihm angeschaut habe etc.

Ich brauche ihn auch nicht zwingend damit er die Bestellung entgegen nimmt – die hat nämlich (s)eine Faxnummer drauf, an die ich sie schicken kann.

Und wenn er ohne Info zu geben wieder abrauscht … nun, dann brauche ich ihn wohl gar nicht mehr. Aber die Bestellung, die werde ich jetzt noch besser anschauen, ob ich davon wirklich etwas brauche.

Es gibt gute Vertreter. Das war keiner von denen.

Die „etwas andere Art“ abzunehmen

Die Drogistin, die immer ein bisschen mit dem Gewicht kämpft und darum auch im Weight Watchers Club ist erzählt mir, wie sie das letzte Mal beim wägen gelobt wurde, weil sie ihr gesetztes Ziel mehr als erreicht hat.

Drogistin: „Aber weißt Du auch, wie ich das geschafft habe? Das habe ich denen nämlich nicht gesagt.“
Pharmama: „Nein, wie denn?“
Drogistin: „Du erinnerst Dich noch, dass ich eine Woche krank war? Ich hatte eine derartige Magendarmgrippe … tagelang Durchfall und ich konnte absolut nichts bei mir behalten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen Appetit hatte.
Der Effekt ist ziemlich erstaunlich….“

Und dann, als Nachsatz: „Nicht dass ich das irgendjemandem empfehlen kann…“

:-)

Abnehmen mit dem Norovirus?

Wohin damit?

Coloured condoms
Image via Wikipedia

Wir haben zu einer Kondom-Bestellung einen ganzen Haufen einzelne Kondom-muster mitgeschickt bekommen. Nicht die gewöhnlichen, sondern „Performa“ – mit …ah, verlängernder Wirkung und „Senses“: genoppt, gerippt …

Und dann ging die Diskussion los, wo wir die jetzt hinstellen?

Wenn wir sie offen zu den Kondomen selbst stellen, dann gibt es einige, die sich hampfelweise Muster einpacken und keine mehr kaufen.

Wenn wir sie offen neben die Kasse stellen – traut sich dann noch jemand, die zu nehmen?

Sie selbst an die Kunden zu verteilen … ah, lieber nicht.

Woanders machen sie nicht viel Sinn. – Oder hat sonst noch jemand eine Idee?

Im Moment stehen sie also neben der Kasse. Sie werden weniger, nicht gerade rasch, aber … immerhin. Ich selbst habe nur zwei mal jemanden welche nehmen sehen. Ein netter junger Mann mit Rezept, der auch noch fragte, ob er einen haben darf (klar!). Und eine mittelalte Frau, die fand: „da nehme ich ein paar für meinen Sohn mit!“

Wo würdet ihr sie denn hinstellen?