Was ich mich schon gefragt habe

Wie oft ist es eigentlich anständig „Was?“ zu sagen, bevor man nur noch nickt und lächelt, weil man immer noch nicht gehört oder auch nur ein Wort verstanden hat von dem was gesagt wurde?

Wir haben so eine Kundin, die einem nach einem Einkauf immer … irgendetwas erzählt. Bruchstückhaft habe ich schon mitbekommen, dass es um ihren Mann, Sohn, die Regierung, Ferien, das Alter, die Preise und die Nachbarin geht, aber … was genau hat sie jetzt wieder gesagt?

Wie man’s macht …

Es gibt immer Leute, die mit Bemerkungen wie „Apothekerpreise“ kommen oder manches zu teuer finden. Und dann macht man mal eine Aktion, z.B. – wie in dem Fall für Vitamine und dann kommt das:

Kundin: „Warum sind die Vitamine so günstig?“

Drogistin: „Wir haben eine Aktion auf alle dieser Marke.“

Kundin: „Also … was ist mit ihnen passiert?“

Drogistin: „Passiert? Denken sie, wir würden hier etwas verkaufen, das schlecht geworden ist?“

Kundin: „Nun, da ist keine Erklärung drauf, warum sie so billig sind.“

… Sie haben recht, ich habe sie ins Lavabo fallen lassen und gedacht, dann kann ich ja nicht den vollen Preis verlangen … Ehrlich. Was denken manche Leute?

 

Wie lange hält …?

Oft gefragt: „Wenn ich das Produkt jetzt öffne, wie lange kann ich es dann verwenden?“

Immer häufiger steht das auf den Produkten selbst: mittels diesem Pictogramm (siehe Bild). Dazu steht dann noch darin „6 M“ oder „12 M“ oder „18 M“, je nachdem wieviele Monate das Produkt nach dem Öffnen haltbar ist.

Manchmal muss man etwas suchen, bis man es entdeckt.

Wenn nichts auf dem Produkt steht, ist die Haltbarkeit gelegentlich auch in der Packungsbeilage beschrieben.

Richtwerte für die Haltbarkeit nach dem Öffnen / Anbruch:

Die Angaben gelten nicht, falls auf dem Produkt ein spezieller Hinweis die Handhabung regelt!

  • Salben, Cremen, Gels: 6 Monate bei Raumtemperatur
  • Sirupe, Lösungen, Tropfen, Emulsionen, Suspensionen: 6 Monate bei Raumtemperatur
  • Antibiotikasirupe und selbst rekonstituierte Flüssigkeiten (Bsp: Solmucol Sirup): 7 Tage im Kühlschrank
  • Produkte zur Verwendung an Augen, Nase, Ohren: 1 Monat bei Raumtemperatur; Monodosen nur zum Einmalgebrauch, maximal 12 Stunden bei geeigneter Aufbewahrung. Diese Produkte sind nur für je einen Patienten bestimmt – also: kein Teilen des Nasensprays oder der Augentropfen, da die Chance hoch ist, dass man seine Infektion weitergibt!
  • Inhalationslösungen: konserviert 1 Monat bei Raumtemperatur; unkonserviert 24h
  • Ampullen, Fertigspritzen: Einmalgebrauch, dürfen nicht aufbewahrt werden (z.B. Fragmin, nicht die Hälfte spritzen und später irgendwann den Rest)
  • Spüllösungen: max. 24h bei Raumtemperatur
  • Vials (Stechampullen) und aufgezogene Spritzen: Eine aseptische Entnahme ist zwingend einzuhalten – also: Vorsicht, dass keine Bakterien hineingelangen. Unkonservierte Stechampullen (z.B. Trägerlösungen) und aufgezogene Spritzen 24h bei Raumtemperatur. konservierte Stechampullen (z.B. Heparin) 1 Woche im Kühlschrank.
  • Insuline: 3 Monate im Kühlschrank oder 6 Wochen bei Raumtemperatur (Achtung: vor Licht und Sonneneinstrahlung schützen) – das heisst, man kann sie gut auch in die Ferien mitnehmen ohne spezielle Kühlbehälter, man muss sie nur aufbrauchen in 6 Wochen.  Achtung: angefangene Fertigspritzen Insulin nicht im Kühlschrank aufbewahren!

Das bedeutet:

Raumtemperatur: 15-25 Grad Celsius
Kühlschranktemperatur: 2-8 Grad Celsius

Nicht geöffnet und bei richtiger Temperatur gelagert sind die Produkte (mindestens) bis zum aufgedruckten Verfalldatum haltbar.

Kindergift

Eine Frau steht am Steller mit den Raumverdunstern – ihr wisst schon, diese Flaschen mit den Holzstäbchen drin, die den Raum beduften.
Sie nimmt eine Flasche in die Hand, schaut sie seeehr genau an, entdeckt das hier:

und fragt mich: Wie giftig ist das?“
Pharmama: „Naja, es ist Lösungsmittel, wohl alkoholisch plus ätherisches Öl. Trinken würde ich das auf gar keinen Fall, wenn etwas auf die Haut kommt, dürfte es aber nicht viel machen. Abwaschen mit etwas Wasser und Seife reicht“
Kundin: „Ich habe ein kleines Kind zuhause !“
Pharmama: „Dann würde ich ihnen raten, das an einem Ort aufzustellen, wo es nicht hin kommt.“
Kundin … schaut das Produkt zweifelnd an „Also ich weiss nicht …“

Ehrlich: schön, dass sie sich Gedanken macht, aber … will sie von mir hören, dass es kein Problem ist, wenn das Kind das in die Finger bekommt und trinkt? Ich würde sogar Alkohol zum trinken oder die normalen ätherischen Öle für die Duftlampen (die inzwischen auch dieses Zeichen drauf haben) nicht so hinstellen, dass das Kind das einfach nehmen kann.

Na … verkaufen und so.

3 Schüler kommen zu uns in die Drogerie und fragen, ob sie bei uns eine Schnupperlehre machen können.

Drogistin: „Ah, und für welchen Beruf würdet ihr denn gerne hier schnuppern?“

Schüler: „Was haben sie denn?“

Drogistin: „…..“ (überlegt)

Drogistin: „Und was denkt ihr, macht ihr hier, wenn ihr hier schnuppert?“

Schüler zeigt auf den jüngsten Lehrling:  „Na, das was sie macht!“

Drogistin: „Und das wäre?“

Schüler: „Na, verkaufen und so.“

Drogistin: „Ich glaube das wird so nichts. Geht Euch erst mal informieren, was man in einer Drogerie oder Apotheke so macht und wenn Ihr dann noch Interesse habt, dann kommt Ihr wieder.“

Das ist nicht das erste Mal, dass wir derartiges hatten. Unmotivierte Schüler die keine Ahnung haben, was man in dem betreffenden Geschäft so macht – nicht einmal ansatzweise. Ich glaube, die müssen eine bestimmte Anzahl Schnupperlehren vorzeigen können … und dann nehmen sie einfach irgendetwas. Das bringt ihnen nichts und für uns als Geschäft ist das eine ziemliche Belastung. Wir machen Schnupperlehren und wir bilden auch aus – aber diejenigen, die Interesse zeigen.

Sorry für den Rest.

Und was das Verkaufen angeht – das machen wir natürlich auch, allerdings lassen wir die Lehrlinge erst auf die Kunden los, wenn sie schon ein bisschen was gelernt haben in der Schule und und bei uns – und am Anfang unter Aufsicht, erst mit der Zeit selbständig. Bei uns geht es um die Gesundheit – und dann um’s verkaufen.

Fettnäpfchen, Mehrzahl

Es gibt so Leute, die treten einfach in jedes Fettnäpfchen (und ich gehöre manchmal auch dazu) :-(

Beim Regalaufräumen mitgehört zwischen zwei Kundinnen:

Kundin 1: „Du hast ja schön abgenommen!“

Kundin 2: „Ja, das liegt daran, dass ich länger krank war.“

Kundin 1 „Oh …. und wie geht es deinem Freund?“

Kundin 2: „Wir haben uns schon vor einigen Monaten getrennt.“

Kundin 1: „….“

Ja, das Gefühl kenne ich. Wie dort, wo ich mich nach der kranken Katze der Kundin erkundigte, nur um zu hören, dass sie 2 Wochen vorher gestorben ist. Upps. Sorry!