Dialoge aus der Apotheke / 5

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Apotheke: „Sie müssen bei der Versicherung eine neue Karte beantragen, wenn sie gestohlen wurde.“

Patient: „Sie wollen, dass ich denen anrufe? Haben Sie jemals einer Krankenkasse angerufen? Haben Sie eine Ahnung wie lange das dauert? Ich habe keine Zeit dafür!“

Ja. Ich auch nicht.

Und grad jetzt wo (wie üblich) die Prämien wieder steigen, ist es umso schwieriger durchzukommen. Ich glaube das liegt nicht nur an den vermehrten Anrufen (potentieller) Patienten dort, sondern auch daran, dass sie noch weniger gern abnehmen.

„Ihr Anruf ist uns wichtig. Der nächste freie Mitarbeiter wird sich um sie kümmern. Sie befinden sich in Warteposition …. vierundzwanzig.“

Dialoge aus der Apotheke / 4

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Patient: „Kann ich diese beiden Medikamente zusammen einnehmen?“

Apothekerin: „Lassen Sie mich zur Sicherheit nachschauen … … Ja. Das geht.“

Patient: „Oh gut – das mache ich nämlich schon seit 2 Monaten.“

Interessanterweise kommt das (bei uns) meist von Patienten, die die Medikamente nicht von uns haben – entweder von einer anderen Apotheke oder vom Arzt oder gar aus dem Internet.

Gut – wenn sie beide Medikamente von uns hätten, dann wäre das bei der Abgabe schon abgeklärt: wir führen ja Computerdossiers über die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente und man kann (zum Beispiel wenn er/sie eine Kundenkarte hat) da auch freiverkäufliche Sachen darüber nehmen und sieht dann auch beim Multimineralpräparat, dass das sich jetzt nicht mit dem neuen Antibiotikum verträgt.

Auch gut (finde ich), dass überhaupt gefragt wird … wenn es denn nicht meist nach der Tatsache ist – so wie oben.

Dialoge aus der Apotheke / 3

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Nein. Einfach: Nein.

Apo: „Entschuldigung, aber ich kann Ihr Rezept für Ritalin so nicht ausführen.“

Pat: „Was? Weshalb nicht?“

Apo: „Der Arzt hat vergessen zu unterschreiben.“

Pat: „Haben Sie mir einen Stift?“

Nochmals: ein Rezept ist eine Urkunde. Sie darf nicht einfach so verändert (und auch nicht ergänzt) werden. Die Unterschrift des Arztes ist ausserdem zwingend auf dem Rezept notwendig.  Bei so etwas oben, würde ich direkt beim Arzt ein neues Rezept (per Post bitte) verlangen und es nicht zurückgeben – ansonsten versucht der Schlaumeier das doch noch selber anzubringen.

Dialoge aus der Apotheke / 1

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Viel zu häufig:

K: Ist die Apothekerin hier?

PA: Wenn Sie wollen, gehe ich sie holen.

K: Ja. Könnten Sie sie fragen, ob das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird?

Erstens: ist die Apotheke offen, dann ist eine Apothekerin (oder ein Apotheker) anwesend. Ansonsten dürfte die Apotheke aus gesetzlichen Gründen nicht mal offen haben.

Zweitens: Auskünfte darüber, wie das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird können alle erteilen: von der Apothekerin über die Pharmaassistentin bis zur Drogistin (wenn sie in der Apotheke arbeitet). Das gehört nicht zu den Sachen, für die es zwingend die Apothekerin braucht. Dasselbe gilt für Preisauskünfte; ob man das Apothekenheft haben kann; oder Muster … für letzteres sind die Pharmassistentinnen und Drogistinnen tatsächlich noch viel besser geeignet.