Apotheken aus aller Welt, 520: Aarhus, Dänemark

Das kuecken schickt uns 2 Apotheken-bilder und ein paar Einblicke in das Gesundheitswesen von Dänemark: Merci vielmals!

Anbei einige Bilder der Løveapoteket in Aarhus.Die Qualität ist leider nicht die beste, ich vergesse immer meinen Fotoapparat mitzunehmen und so sind sie jetzt einfach mit dem Handy gemacht worden.
Wie du siehst ist sie sehr schlicht gehalten und hat weder das rote A noch das grüne Kreuz als Erkennungszeichen, das ist typisch für die Apotheken in Dänemark.
Die Løveapoteket ist eine so genannte „Døgnapotek“, das heisst sie hat 24/7 auf und ist die Notapotheke für die ganze Stadt. Das ist viel angenehmer als das Deutsche System wo die Apotheken sich abwechseln, da man nie im Zweifel ist welche Apotheke denn nun Notdienst hat.

Während der normalen Öffnungszeiten ist die Apotheke ganz normal geöffnet, Nachts und am Wochenende wird ein Gitter heruntergefahren und die Kunden durch eine kleine Luke bedient. Wer ausserhalb der normalen Öffnungszeiten kommt zahlt eine Notdienstgebühr, es sei denn man hat ein neues Rezept, frisch ausgestellt durch zB „Vagtlægen“- den hausärztlichen Notdienst oder die Notaufnahme.

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Und noch einige Sachen, die so weit ich es aus deinen Beiträgen lesen kann anders sind als in der Schweiz: 
In Dänemark stirbt das alte Papierrezept langsam aus, da es für die Ärzte viel leichter ist das Rezept auf den zentralen Server zu schicken. Dann kann man als Patient in jeder Apotheke in ganz Dänemark seine Medikamente gegen Vorlage der Krankenkassenkarte abholen.
Das wird bei uns auch kommen – zumindest ist es in Vorbereitung.
Dossiers wie du sie immer beschreibst gibt es in Dänemark nicht. Alle Medikamentenabgaben werden elektronisch vermerkt, und das Apothekenpersonal hat Zugriff drauf, jedoch werden diese Informationen nicht genutzt um zB. bei neuen Medikamenten nachzuschauen ob sie sich auch mit den bereits vorhandenen vertragen. Da muss man den Apotheker dann immer selber drauf hinweisen und sagen: Ich bekomme auch Medikament XY und AB, verträgt sich das mit dem was ich jetzt bekomme? Da liegt also viel in der Verantwortung des Patienten.
… und wie oft der wohl daran denkt? :-(
Mehrfachrezepte gibt es im Gegensatz zu Deutschland hier auch, das Rezept liegt dann auf dem Server und kann x-mal abgeholt werden, das ist natürlich sehr praktisch und man ist nicht an nur eine Apotheke gebunden.
Ja, praktisch – wenn da auch festgehalten wird, wie häufig die Bezüge sind auch einigermassen sicher.
Dosetten bekommt man nicht in der örtlichen Apotheke gepackt. Wenn man seine Medizin nach Dosis gepackt haben möchte muss der Arzt dies verschreiben. Die Medikamente werden dann in zentralen Apotheken, welche in spezielle Maschinen investiert haben, in kleine Beutelchen gepackt und verschweißt. Die Beutel kommen als eine Rolle und jedes Beutel ist mit einem Etikett mit Medikamenten, Einnahmezeitpunkt usw. versehen.
Noch etwas, das es bald bei uns (vielleicht) auch geben wird. Verblisterung in Zentren. Trotzdem gut, wenn es die Dosette noch weiterhin gibt.
Vorbezüge gibt es hier nicht, im Zweifelsfall schickt die Apotheke einen schon mal zum „Vagtlægen“ damit man man ein Rezept bekommt.
Vorbezüge scheinen eine echte Schweizer Spezialität zu sein :)

Apotheken aus aller Welt, 466: Aarhus, Dänemark

aussichtmiteinsicht schickt uns diese Apotheke:

Die anderen Bilder sind von einer Apotheke in der Fußgängerzong von Aarhus, wo ich vor kurzem ein paar Tage war. Das erste ist der Zugang zum Labor – der Innenhof ist Zugang zu einigen Geschäften, so auch jener Lieferanten- und Laboreingang

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Apotheke? Also wenn da kein Kreuz aussen dran wäre …

Innen sieht das aus wie ein Gemischtwarenladen / Kiosk. Und ausstellungsmässig ein absolutes Negativbeispiel (selbst für die Weihnachtszeit).

Apotheken in aller Welt, 56: Frederikshavn, Dänemark

Die anonym bleiben wollende Leserin schickt uns dieses Bild und Text: (vom 19. November 2010 13:42)

Zum ersten Mal in einem Urlaub habe ich bewusst auf Apotheken geachtet :-) (sonst war ich immer froh, wenn ich nicht nach einer Ausschau halten musste).
Das schönste Apothekengebäude habe ich in Frederikshavn, an der Ostseeseite Dänemarks, gefunden. Leider ist die Apotheke dort wohl vor kurzem ausgezogen.

Da soll mir doch noch einer sagen, das Apothekensterben gäbe es nicht. Das ist jetzt schon die zweite Ex-Apotheke hier im Blog :-(

Sehr schönes Gebäude aber!

Ein update vom November 2012: Offenbar steht das Gebäude immer noch leer – laut dem Schild am Fenster könnte man es wohl mieten. Danke vielmals an die Familie Wöhrle für die Fotos!

 

„Apotheke“ in Dänemark

Simon schickt uns eine nicht-ganz Apotheke aus Dänemark, Merci! :

ich schicke dir zwei Fotos einer „Apotheke“ aus Dänemark. Anführungsstriche deswegen, weil es eigentlich keine wirkliche Apotheke ist. Im Spar-Markt von Vejers Strand hängt hinter der Backabteilung (Bäcker wäre hier etwas übertrieben) dieser kleine Schrank mit den notwendigsten Medikamenten, die vermutlich auch alle rezeptfrei erhältlich sind. Aspirin und sowas.
Mag jetzt etwas seltsam aussehen, aber das ganze ist mitten in einem Feriengebiet, wo über den Winter überhaupt keiner wohnt, dafür im Sommer umso mehr los ist. Da ist dann sowieso jeder mit dem Auto da. Der nächste Arzt ist in Oksbøl, das nächste Krankenhaus in Varde.
Ist also eher nur eine Lösung, dass die Touristen nicht den ganzen Weg nach Oksbøl fahren müssen, sondern so „Kleinkram“ auch direkt um die Ecke bekommen.

Der Spar wäre etwas für den Shopblogger :-)

Was die „Apotheke“ angeht … interessante Sortimentszusammenstellung: Viel Mittel zum aufhören rauchen, Lutschtabletten gegen Halsschmerzen und Nasensprays bei Schnupfen, dazu noch ein, zwei Schmerz-Fiebermittel. Nicht gerade üppig. Gut dagegen finde ich, dass es nicht in „Griffwahl“ ist – das heisst, man muss wohl danach fragen, um es zu bekommen. Ob da allerdings wegen Wechselwirkungen und anderem abgeklärt wird, wage ich zu bezweifeln. Es gibt aber Apotheken in Dänemark, siehe hier und hier .… wo sie das hoffentlich machen.