Das „Medizini“ ist die Zeitschrift, die in Deutschlands Apotheken für Kinder. Das „pfiffige monatliche Postermagazin für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren … klärt Kinder auf spielerische, altersgerechte Art über ihren Körper und ihre Gesundheit auf. – bei uns in der Schweiz ist das die Junior. Normalerweise ein herziges Heftchen mit Tierpostern … aber diesen Januar werden sich wohl einige Apotheken weigern, es aufzulegen.
Apothekerin und Ernährungsberaterin Kossendey hat etwas losgetreten, als sie auf ihrer Facebook-Seite auf einen Artikel in der Januar-Ausgabe aufmerksam gemacht hat. Diesen hier:

… habe ich heute morgen mit dem Chefredakteur der Medizini telefoniert, dem Herrn Harald Lorenz. Er erklärte mir, dass dieser Test helfen soll, dass die Kinder ihr Selbstbild besser verstehen und man versuche, mit diesem Test gefährdete Kinder vor der Magersucht zu retten. Das Thema sei längst in der Schule und man versuche, die Kinder da abzuholen.
Ich habe selber drei Töchter und zwei sind in der zweiten Klasse der Grundschule. Das Thema „Abnehmen“ ist leider schon im Kindergarten präsent, eine meiner Töchter kam mit 4 Jahren nach Hause und fragte mich, wie sie Diät machen könne, ein Kind habe zu ihr gesagt, sie sei zu dick. Aber ist es nicht unsere Aufgabe als Eltern und Erwachsene, den Kindern klar zu machen, dass gesunde Ernährung wichtig ist, aber die Figur keine zentrale Rolle spielt? Gerade bei Kindern, deren Körper sich noch ständig durch Wachstumsschübe verändert? Wie kann ich als Kindermagazin mit dieser Zielgruppe diesem Thema so viel Raum geben?
Natürlich sollte man das Gewicht im Auge behalten und gegebenenfalls eingreifen können … egal in welche Richtung das geht. Als Eltern – denn in dem Alter hängt das Ernährungsverhalten noch hauptsächlich von denen ab. Aber in einem Heft, als „Test“ so etwas zu thematisieren halte ich auch für bedenklich. Viele haben schon ein eher unsicheres Bild von sich selber – und so Suggestiv-Fragen halte ich da auch für bedenklich. Ich hatte selber eher das andere Problem, mich schimpfte man einen „Sprenzel“, da sehr dünn – aber auch da: derartiges zu der Zeit zu lesen … umm, nein.
So wundert es nicht, dass sich andere Apotheken Frau Kossendey angeschlossen haben und diese Ausgabe nicht auflegen werden.
was haltet ihr davon?


Junior ist wieder ein Jahr älter geworden – er hat es gut überstanden, von einem (an-)gebrochenen Arm im Frühling und einem verstauchtem Fuss in Herbst abgesehen … beides „Sport“-Unfälle, ersteres beim Schlitteln, zweites beim Herumrennen. Man kann sie nicht in Watte packen, richtig? Die Folge waren jeweils 2 Wochen Stützen und Dispens vom Turnunterricht. Als ob sie nicht schon wenig genug Turnen hätten. Wenn jemand in der Schule ausfällt oder bei speziellen Aktivitäten fallen eigentlich immer die Turnstunden aus. Er hat mit dem neuen Schuljahr neue Lehrer bekommen. 2 an der Zahl und männlich. Den Unterschied merkt man sehr, insbesondere an markant weniger Hausaufgaben – letztes Schuljahr hatten wir jeden (jeden!) Tag Aufgaben. Wir, denn Junior hat sehr Mühe da dran zu bleiben und braucht ziemlich Unterstützung. Dafür jetzt: kaum noch welche, dafür haben sie mit Französisch angefangen (seltsames Unterrichtsmaterial by the way) … und in mir die unterschwellige Angst, dass sie mit dem Stoff nicht wirklich vorwärts- oder durch-kommen. Vielleicht ist das nur der Unterschied zu vorher, aber … ja, es beunruhigt mich etwas. Neben der Schule hat Junior das Krokodil und den Eisbär erreicht und er will weiterhin schwimmen und Kurse nehmen, was mich als ehemalige Wasserratte und Rettungsschwimmer sehr freut.

Obwohl ich immer wieder Anfragen bekomme: Online-Apotheken, Online-Ärzte-Apotheken (wie Dr.Ed und Co.) und was direkt mit der Apotheke in Konkurrenz steht … derartiges wird es hier nicht geben. Die Werbe-Einnahmen kommen mir und der Familie zu gut … ein Nachtessen mehr in den nächsten Ferien J – 15% der Einnahmen gingen (und werden gehen) als Spende an diverse Hilfsorganisationen, das letzte Mal die Ärzte ohne Grenzen und Apotheker ohne Grenzen.