Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum ich meine Migräne immer in der Freizeit bekomme?
Ich meine: es ist ja Arbeitsfreundlich, aber …. echt.
Jetzt lege ich mich wieder hin. Sonst bin ich bis morgen nicht fit – und da muss ich arbeiten.
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Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum ich meine Migräne immer in der Freizeit bekomme?
Ich meine: es ist ja Arbeitsfreundlich, aber …. echt.
Jetzt lege ich mich wieder hin. Sonst bin ich bis morgen nicht fit – und da muss ich arbeiten.
Zu unseren Kunden gehören auch ein paar sehbehinderte und blinde Personen. Und ich muss sagen, ich finde es bewundernswert, wie diese ihr Leben meistern.
Dass das gerade mit Medikamenten nicht gerade einfach ist, kann man sich vorstellen. Heute finden sich zwar auf manchen Packungen Angaben mit Blindenschrift, aber bei weitem noch nicht auf allen.
Und ganz schwierig wird es mit Salbentuben, wie ich letzthin gemerkt habe.
Der freundliche blinde Mann, blieb wie gewohnt am Eingang stehen, damit wir ihn bedienen können.
Pharmama: „Was darf es denn sein?“
Mann: „Eine Tube Zahnpasta und eine Handcreme“.
Wir fanden rasch etwas passendes und gehen zur Kasse, da fragt er mich:
„Welche von denen ist die Zahnpasta?“
Ich schaue die Tuben an … und dabei geht mir das Problem auf: beide sind natürlich nicht in Kartons verpackt, keine ist mit Blindenschrift angeschrieben. Beide sind diese neueren Kunststofftuben …
Pharmama: „Diese hier (drücke sie ihm in die Hand), ist die Zahnpasta. Sie ist etwas schmaler und länger und hat einen Drehverschluss – die Handcreme ist etwas kürzer und breiter und hat einen Klappdeckel.“
Er hat sie beide in die Hände genommen und gut „angeschaut“ – na ja, angefühlt. Man muss sich das mal vorstellen: Wieviele Tuben hat man zuhause? Und was ist da alles drin? Von Zahnpasta über Senf bis Fusscreme – Verwechslungen wären teilweise fatal – und wenn man etwas neues kauft, muss man das erst mal wieder memorisieren.
Aber mir ist wieder einmal mehr bewusst geworden, wie abhängig ich von meiner Sehkraft bin. Selbst in so kleinen Dingen. Und meine Arbeit, die könnte ich blind nicht erledigen. Da bin ich grad wieder froh über meine Sehkraft. Trotz Brille.
Das war wieder ein schöner Sommertag!
P.S.: und allen Schweizern einen ebenso schönen Nationalfeiertag morgen!
Dauerrezepte und Vorbezüge gibt es zum Beispiel in Deutschland ja gar nicht. Man mag das jetzt gut finden oder nicht … jedenfalls sind solche Dialoge wie der gestern dann auch nicht möglich:
Pharmama: „Ihr Dauerrezept für das Blutdruckmittel ist vor knapp 3 Monaten abgelaufen.“
Patient: „Wie kann das sein? Der Arzt hat gesagt, ich muss die Medikamente wahrscheinlich mein Leben lang nehmen!“
Pharmama: „Das ist schon möglich, aber das heisst nicht, dass das einmal dafür ausgestellte Rezept für den Rest ihres Lebens gültig ist. Sie müssen von Zeit zur Zeit zur Kontrolle zum Arzt, auch ob die Medikamente auch so wirken wie sie sollen.“
Patient: „Aha. Und jetzt?“
Pharmama: „Wenn sie jetzt gar keine Medikamente mehr haben, kann ich ihnen einen Vorbezug machen, aber sie müssen zum Arzt und mir ein Rezept bringen.“
Kunde: „Ist es ok, wenn das Rezept in 3-4 Monaten kommt?“
Pharmama: „Äh, nein. Sie haben 2-3 Wochen Zeit es zu besorgen.“
…
Dieser hübsche Aesculapstab ⚕ -der ja bekannterweise das Symbol des ärztlichen und pharmazeutischen Standes ist- wurde mit Bakterien und Pilzen auf eine Agarplatte gemalt. Vor der kultivierung der Bakterien dürfte von dem Bild noch nicht allzu viel zu sehen gewesen sein. Auf der Platte sind Kolonien von Scopulariopsis brevicaulis, Candida sake und Cladosporium herbarum.
Noch mehr Mikroben-Malereien finden sich hier.
Gelangweilte Mikrobiologen oder Kunst bei der Arbeit? – ich find’s cool.
Liebe Kunden,
… auch wenn ich nicht hinter der Theke der Apotheke hinten im Laden stehe sondern vorne im Laden etwas am einräumen, aufräumen oder sogar putzen bin, bin ich trotzdem noch genauso hier arbeitend und Apothekerin.
Mich und mein „Guten Morgen“ dann einfach zu ignorieren, ohne Zurückzugrüssen an mir vorbeizuziehen und schnurstracks nach hinten zu laufen holt ihnen keine Pluspunkte bei mir.
Am Ende läuft es nämlich darauf heraus, dass ich – weil alle anderen auch beschäftigt sind – hinter ihnen herlaufe, vorbeilaufe, um die Theke herum und sie mit dem genau gleichen „Guten Morgen“ nochmals begrüsse.
:-(
Warum macht man das? Tunnelblick? Morgenmüde? Allgemeinmuffel? Ich rede nur mit der Apothekerin?
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