Ungewöhnliche Geschenke

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Image via Wikipedia

Gestern habe ich etwas eher … seltsames als Geschenk verpackt.

Lid-Care – das sind Pads zum Reinigen der Augen und zum Abschminken. Die Kundin die das von mir verpackt haben wollte hat sich schon etwas dabei gedacht: Sie und ihre Freundin schenken sich immer irgendwelche Kleinigkeiten und da sie weiss, dass sie Probleme hat mit dem Abschminken – noch mehr wegen den Kontaktlinsen, die sie neu hat, dachte sie das wäre etwas für die Freundin, denn sie selbst findet die super. Die Alternative, die auch noch erwogen wurde wäre ein Spezialtee im Glas gewesen.

Also finde ich das zwar etwas seltsam, aber insgesamt … noch toll. Nicht so das 08-15 Geschenk. Durchdacht :-)

Aber jetzt die Frage an Euch: Habt Ihr schon einmal etwas eher seltsames als Geschenk verpackt? Das muss nicht im Beruf gewesen sein, auch zuhause gilt. Was war es und – wenn ihr es wisst: warum?

Was ich auch schon als Geschenk verpacken durfte waren ein Pack Kondome – ob das wohl gut angekommen ist?

 

Geduld ist eine Tugend

Geduld ist eine Tugend  … die manche Patienten nicht haben (dabei heisst doch im Englischen ‚patient‘  genau das…).

Die Pharmaassistentin ruft mich, weil ein Kunde ein Problem hat mit seiner Medikation. Ich habe ein längeres Gespräch mit ihm über die Anwendung seiner Medikamente, bei dem auch die Pharmaassistentin noch etwas gelernt hat. Das dauert aber natürlich ein paar Minuten, in der Zwischenzeit tigert ein anderer Kunde böse Blicke auf uns werfend ein paar Meter entfernt umher.

Als wir fertig sind, kommt er zur Theke und beklagt sich: „Ich bin sicher, das war ein faszinierender Typ, aber sie müssen lernen mit ihrer Zeit umzugehen und solche Leute abzuklemmen! Ich habe gewartet!“

Pharmama: „Ja, das haben sie, aber es ist meine Aufgabe den Patienten über die richtige Anwendung seiner Medikamente aufzuklären und zu beraten und ich bin dafür hier, seine Fragen zu beantworten. Es tut mir leid, dass sie warten mussten, dafür bin ich jetzt für sie hier.“

 

Denkt ihr, dass die Vor-Weinachtszeit die Leute nervöser macht als sonst?

Ladenschluss

Kunde kommt beim Schliessen der Apotheke angerannt.
Kunde: „Sie haben schon geschlossen?“
Pharmama: „Ja, wir schliessen um 7 Uhr.“
Kunde: „Aber es ist erst 2 Minuten nach 7. Bleiben sie nicht ein paar Minuten länger offen, für all die, die spät dran sind?“
Pharmama: „Nein. Sorry.“
Kunde: „Nun, das ist aber nicht gerade guter Service. Sie sollten noch ein paar Minuten länger offen bleiben. Nur für den Fall!“

Pharmama (denkt): Nein, Sie sollten während der 11 Stunden, die wir am Tag offen haben kommen!

Und was wollte er? – Traubenzucker.

Apotheken in aller Welt, 66:Den Haag, Niederlande

Von tiefblau:

gestern beim Bilder aussortieren bin ich über dieses Bild von einer tollen Drogerie in Den Haag gestolpert, eine der ältesten, mit ebenso alter Einrichtung.
Auch das Schild links oben ist uralt, wir konnten die gotische Schrift kaum lesen.
Sie befindet sich direkt im Zentrum, unmittelbar neben der größten Einkaufspassage.

Ok, ok, es ist also keine Apotheke – aber die Drogerie ist so hübsch, die musste ich einfach bringen.

Mathematik in der Apotheke

Der Patient (ein Kind) muss von Medizin X pro Dosis 62.5 mcg nehmen. Das Medikament gibt es aber nur in 50 mcg und in 25 mcg Tabletten.
Also ist es logisch 1 Tablette von den 50mcg und eine halbe Tablette von den 25mcg zu nehmen. – Je weniger Tabletten desto besser.
Als die Mutter die Tabletten sieht, beschwert sie sich, dass das sehr verwirrend für sie ist, weil die 50er und die 25er Tabletten sehr ähnlich aussehen – sie würde Probleme haben und sie verwechseln. Sie will alles in 25mcg Tabletten.
Das bedeutet aber auch, dass das Kind 2 1/2 Tabletten schlucken muss (statt 1 1/2).
Auf den Hinweis auf die unterschiedlichen Verpackungen der Tabletten aussen und sogar der Blister selbst ging die Mutter nicht ein.

Na denn. Solange sie es dem Kind richtig gibt, ist das auch ok für mich.

Das Kind ist Assura-Versichert und die Medikamente müssen selbst bezahlt werden.
Als ich ihr den Preis nenne, schaut sie mich ungläubig an. Laut ihr ist es fast das Doppelte, was sie bisher bezahlt hat.
Ich schaue die bisherigen Abgaben an und sehe, dass sie bisher immer die 50er und 25er hatten. Die Preissteigerung erklärt sich dadurch, dass man mehr Tabletten nehmen muss, wenn sie nur die 25er nimmt – irgendwo logisch, oder?

Für einen Monat sind das 75 Tabletten gegen 45 Tabletten vorher …
Also die Mutter realisiert, dass es günstiger ist die Kombination zu nehmen – da verlangt sie, dass ich es wieder zurückwechsle.

Ja, klar. Erst erzählen sie mir, es ist verwirrend – und dann als sie merken, dass der Preis im andern Fall günstiger ist, dann geht es auf einmal.

Aber: Wir machen das. Kein Problem.