Wie man’s macht …

Es gibt immer Leute, die mit Bemerkungen wie „Apothekerpreise“ kommen oder manches zu teuer finden. Und dann macht man mal eine Aktion, z.B. – wie in dem Fall für Vitamine und dann kommt das:

Kundin: „Warum sind die Vitamine so günstig?“

Drogistin: „Wir haben eine Aktion auf alle dieser Marke.“

Kundin: „Also … was ist mit ihnen passiert?“

Drogistin: „Passiert? Denken sie, wir würden hier etwas verkaufen, das schlecht geworden ist?“

Kundin: „Nun, da ist keine Erklärung drauf, warum sie so billig sind.“

… Sie haben recht, ich habe sie ins Lavabo fallen lassen und gedacht, dann kann ich ja nicht den vollen Preis verlangen … Ehrlich. Was denken manche Leute?

 

Apotheken (?) in aller Welt: Fes, Marrakech, Marokko

Noch der letzte Beitrag von Marias Marokko-Reise

In Fes erhielten wir eine Apotheken-Führung im Souk.
Ich fühlte mich eher wie in einer Drogerie, weil er uns verschiedene Düfte zeigte: Moschus, Rosenöl, Amber. Und Cremen, Räucherwerk usw.
Ich sah mich etwas in seiner Apotheke um. Fotografierte ohne Blitz. Erstaunlich, was er so alles hat. Von Schildkrötenpanzer über Fuchsfelle, Schlangenhäute bis zu Kräutern.

Ich denke, dass das so etwas wie ein „Marketing-Gag“ war. Anscheinend preisen sie die die Läden schon so an – speziell auf Touren, jedenfalls finden sich noch einige Bilder im Netz von diesen „Apotheken“ – aber logischerweise hauptsächlich von Touristen. Ob das wirklich eine ist?

 

die letzte Apotheke ist die im Souk von Marrakech.
Wiederum erinnerte sie mich eher an eine Drogerie. Der Apotheker freute sich darüber, fotografiert zu werden.
Er stellte uns wiederum traditionelle Gewürze aus Marokko vor, Kräutertees und Duftstoffe.
Da ich mir eine Hautallergie aufgefangen habe, fragte ich nach, ob er was habe.
Als ich die Rechnung sah, fiel ich fast aus allen Wolken: für zwei Päckchen Tee, eine Salbe, ein Gewürz bezahlte ich 45 Euro. Konnte den Kauf rückgängig machen (hab ja keine Ahnung über die Inhaltsstoffe).

Eine Besonderheit bot diese Apotheke trotzdem: eine Rücken- und Nackenmassage um 30 Dirhan (sind ca. 3 Euro). MitarbeiterInnen massierten uns an die 5 Minuten. War recht angenehm. Der Rücken war nach 6 Tage Wüstenwanderung doch ziemlich verspannt.

Der Laden sieht ja einiges aufgeräumter aus als der in Fes … allerdings glaube ich auch hier nicht, dass es sich wirklich um eine Apotheke handelt. Eher ist das eine Herboristeria – also ein Tee- Gewürz und Kräuterladen. Klar kann man die auch als Medizin anwenden, aber für eine Apotheke hat es doch bemerkenswert wenig (=keine) Medikamente hier.

Scherzanruf

– jedenfalls nehme ich an, dass das nicht ernst gemeint war.

Frau am Telefon „Haben sie irgendwelche Pillen, die machen, dass mein Freund nicht mehr so hässlich ist?“

….  Ich habe gehört Alkohol soll da helfen.

 

 

Das Arbeitszeugnis – Dilemma

Ich befinde mich in der angenehmen Lage, dass ich bisher noch nicht so viele Arbeitszeugnisse habe ausstellen müssen. Es gehört auch wirklich nicht zu meinen Lieblingsaufgaben.
Ich finde es noch schwierig. Arbeitszeugnisse sollen „wohlwollend und wahr“ geschrieben werden – ihr Sinn ist es ja, dem Arbeitnehmer den Start an einer neuen Stelle zu ermöglichen – auf der anderen Seite sind sie aber auch für den Arbeitgeber wichtig, der die Qualifikation des Bewerbers abschätzen muss. Kein Problem bei einem guten Mitarbeiter, aber …
Manchmal stösst man da wirklich auf Probleme.

So soll das Arbeitszeugnis laut Gesetz sein:

  • Das Arbeitszeugnis muss wahr sein.
  • Das Arbeitszeugnis muss wohlwollend formuliert und charakteristisch sein.
  • Das Arbeitszeugnis muss klar abgefasst sein.
  • Das Arbeitszeugnis muss vollständig sein.

Heute sind ja sogenannte „verschlüsselte“ Zeugnisse eher nicht mehr „in“ respektive nicht mehr erlaubt– mal abgesehen davon, dass auch der Arbeitnehmer (dank Internet) eine Ahnung hat, was die Verschlüsselung bedeutet.

Was aber schreibe ich in solchen Fällen?:

Wenn die Angestellte betrunken zur Arbeit erschien? Früher gab es da irgendeinen Satz von wegen ...“Durch ihre Geselligkeit trug sie zur Verbesserung des Betriebsklimas bei“. Heute muss man das ausdeutschen: … nur wie?

Wenn die Angestellte den Laden beklaut hat? Das Arbeitszeugnis hat vollständig zu sein. Strafrechtliche Verfehlungen müssten also auch erwähnt werden. Ansonsten kann eventuell sogar der vorherige Arbeitgeber zu Schadenersatz verklagt werden, wenn der Mitarbeiter dort gleich weitermacht. Kann man das überhaupt wohlwollend formulieren? Früher umschrieb man das mal so: „… hat in ihrem wie auch im Interesse der Firma gearbeitet“

Wenn die Angestellte unglaublich faul war?

Wenn sie den Kunden gegenüber ein enorm unfreundliches Verhalten an den Tag legte?

Wenn sie oft krank war? Früher gab es da die Schlussformel: „Wir wünschen ihm alles Gute und vor allem Gesundheit“

Ich weiss, in manch anderen Ländern ist das Arbeitszeugnis nicht mehr notwendig und kaum mehr gebraucht, aber bei uns ist das halt üblich und der Arbeitnehmer hat ein Recht auf sein Zeugnis.

Also Frage an Euch: Wie formuliert man das am besten?

Und immer dran denken: Wahrheit • Wohlwollen • Klarheit • Vollständigkeit

Naaaa?

WordPress Grafik-Bug

Gerade wieder gefunden: WordPress hat sich bei mir einen ersten April-Scherz erlaubt:

Zeigt zwar die richtige Anzahl Aufrufe (etwas über 3000) – aber die Grafik ist – nur an dem Tag um etwa den Faktor 10 falsch. Kurios.

Eine Stunde später sag es dann wieder normal aus.

Und an der Stelle an den kinderdoc herzliche Gratulation, der die Million geknackt hat!

Apotheken in aller Welt, 99: Bettmeralp, Schweiz

Nina schickt uns aus den Ferien in der Schweiz dies:

Ich lese deinen Blog schon eine Weile mit großem Interesse und freue mich, dass ich nun auch einmal ein Foto einer „Apotheke aus aller Welt“ für dich habe.
Die letzte Woche habe ich in der Schweiz, auf der Bettmeralp, im Skiurlaub verbracht. Da ich von Natur aus ein sehr heller Hauttyp bin und schon am ersten Tag feststellen musste, dass man die Sonne in den Bergen gerne mal unterschätzt… habe ich mich auf den Weg zur Apotheke des Dorfes gemacht und stand schließlich vor dieser rustikalen Hütte. Die Apotheke an sich befand sich nur im unteren Teil der Hütte und war sehr klein. Was sich darüber befand weiß ich leider nicht. Aber die Bedienung war sehr freundlich und hat sich nur leicht darüber amüsiert, dass ich mich ersteinmal in dem schweizer Münzgeld, das ich so mit mir rumgeschleppt habe, zurechtfinden musste.
Leider sieht man nur wenig Schnee auf dem Foto, welcher im laufe der Tage immer wieder der Sonne und den eher milden Temperaturen zum Opfer fiel.

Endlich wieder eine Schweizer Apotheke! Und noch dazu eine, die ich selbst kenne. Als Kind habe ich ein paar Mal mit der Familie Ski-Ferien auf der Bettmeralp gemacht. Die Apotheke sieht noch genau so aus, wie in meiner Erinnerung. Wir hatten teilweise ziemlich viel Schnee … und einmal habe ich es geschafft, mich im Dorf Bettmeralp zu verirren. Wer das Dorf kennt, wird sich fragen wie das möglich ist – jedenfalls spricht das nicht für meinen Orientierungssinn :-(