Mann in der Drogerie:
„Haben sie ein Duschgel für meine Frau? Eines das ziemlich parfumiert ist – wissen sie, sie ist ziemlich inkontinent.“
zu lesen einmal täglich
Mann in der Drogerie:
„Haben sie ein Duschgel für meine Frau? Eines das ziemlich parfumiert ist – wissen sie, sie ist ziemlich inkontinent.“
Frau am Telefon: „Haben sie mich vermisst?“
Kleine Erklärung zwischendurch: die Frau, die wirklich nicht mal „Hallo“ oder den Namen gesagt hat, war eine Kundin bei uns und bei der Nachbarapotheke. Dabei hat sie es regelmässig geschafft uns an den Rand der Geduld zu treiben – mit ihren Forderungen, ihrer Nicht-befolgung von Therapieanweisungen und vor allem ständiger Telefone an uns, die andere Apotheke und den Arzt. Bis wir schliesslich beschlossen haben, ihr – zu ihrem eigenen Besten natürlich – ein Ultimatum zu stellen: sie soll sich für eine Apotheke entscheiden und dann dort bitte alles beziehen, Rezept und freiverkäufliches – die Apotheke hat dann wirklich die Übersicht, was sie alles nimmt, so kann sie uns nicht gegeneneinander ausspielen, der Arzt weiss, wo das Rezept hinmuss etc. Sie hat sich dann für die andere Apotheke entschieden … worüber wir nicht unglücklich waren.
Und nun also das.
Pharmama: „Nun, ich weiss ja, dass sie in der anderen Apotheke alle Medikamente holen und die für sie schauen – von dem her … eher nicht“ (Auch nicht ihre ständigen Telefonanrufe)
Frau: „Grmpf. Ja, die andere Apotheke, das ist ein Sauladen, wissen sie?“
Pharmama (möglichst neutral): „So? Warum denn?“
Frau: „Die sollten mir die Medikamente bringen. Nachdem jemand unten an der Türe geläutet hat und ich aufgedrückt habe, ist es 10 Minuten gegangen, bis sie kam – mit dem Lift.“
Pharmama: „Ja?“
Frau: „Und dann habe ich sie gefragt, warum sie denn nicht die Treppe genommen hat – das wäre schneller gegangen
… da meinte sie die Hauptsache sei ja, dass es da sei. Unverschämt, nicht?“
Ich weiss ja nicht in welchem Stock sie wohnt – eher weit oben – aber sooo schlimm finde ich das auch so nicht.
Pharmama: „Aber, wieso erzählen sie mir das? Wenn sie wollen, dass sich etwas ändert, müssen sie das schon der anderen Apotheke melden.“
Frau: Hängt grusslos auf. (Auch das kennen wir schon)
… Bitte.
Nein, das habe ich nicht vermisst.
Mann kommt in die Apotheke.
Mann: „He, habt Ihr Viagra?“
Pharmama: „Ja, haben sie ein Rezept dafür?“
Mann: „Nein. Ich komme gerade aus dem Gefängnis, wo ich ein paar Jahre war. Ich brauche das wirklich.“
Pharmama: (Oh!): „Entschuldigung, aber ich kann ihnen nicht helfen – vielleicht könnten sie vom Notfall ein Rezept bekommen, wenn sie keinen Hausarzt haben?“
Mann: „Ich bin nur für 6 Stunden draussen. Helfen sie mir!“
Pharmama: „Entschuldigung, aber … das geht so nicht.“
…
Können die Ärzte im Gefängnis das nicht auch verschreiben?
Von den Lesern Florian und Kathrin
Wir haben beim Einkauf letztens eine interessante Apotheken-Filiale gesehen (siehe angehängte Bilder):
Diese kleine 3×3-Meter-Box enthält eine Art Telefon, mit der man die ein paar Kilometer entfernte Apothekenfiliale anrufen kann. Rezepte kann man wohl in der Box deponieren.
…
kaum hatte ich Dir die Email geschickt brachte die Lokalzeitung einen Bericht zu der Box.
Ob das die Zukunft für manche Apotheken ist? Brrr. Past jedenfalls auch zum Thema „Integrierte Versorgungsmodelle“ und Beratung vie Telefon / Video. Wie funktioniert das mit der Beratung bei der Abgabe der Medikamente hier? Oder macht man das dann vorher?
Woher kommen eigentlich unsere Medikamente?
Ich habe es schon immer interessant gefunden, zu sehen, wie es zu den heutigen Errungenschaften gekommen ist. Das ist auch im Fall der Medikamente ein sehr spannendes Thema.
Da wäre z.B. das allbekannte Aspirin. Da hat man vielleicht schon einmal gehört, dass der Grundstoff dafür ursprünglich natürlich ist. Er kommt von der Weidenrinde. Die Weide (Salix) ist ein Baum, den man heute noch oft in der Nähe von Gewässern sehen kann. Tee aus der Rinde war schon seit Urzeiten ein Schmerzlinderndes Mittel.
Der Inhaltstoff der Weide ist das Salicin. Eingenommen macht unser Körper daraus Salicylsäure.
1763 wurden die medizinischen Eigenschaften der Weidenrinde von Pastor Edward Stone in England festgehalten. Er schrieb darüber einen ersten Bericht für die Royal Society.
1828 extrahierte Henri Leroux, ein französischer Apotheker erstmals das Salicin, den Wirkstoff aus Weidenrinde in kristalliner Form. Ein Italienischer Apotheker, Raffalee Piria war dann erfolgreich die Substanz in Reinform zu separieren.
1897 schaffte es Felix Hoffman (oder war es sein Chef Arthur Eichengrün?) eine etwas veränderte Version vom Salicin herzustellen, die weniger Magenprobleme machte als die reine Salicylsäure. Das neue Medikament, die Acetyl-salicylsäure wurde von Hoffmans Arbeitgeben Bayer „Aspirin“ benannt: Der Name setzt sich zusammen aus ‚A‘ (für die Acetylgruppe), -’spirin‘ (für den Inhaltsstoff der Spire, dem Mädesüss, einer ebenfalls Salicinhaltigen Rosengewächs).
Es war der erste Wirkstoff einer sehr wichtigen Klasse Medikamente, die heute unter dem Namen NSAID – Nicht-Steroidale Anti-Inflammatorische Medikamente bekannt ist. Interessanterweise vermarktete Bayer jedoch zuerst den elf Tage später von Hoffmann entwickelten Hustenstiller, das als Heroin bekannt gewordene Diacetylmorphin stärker, da man nach Versuchen an Menschen davon ausging, dass Aspirin zu viele Nebenwirkungen habe. …
Obwohl man das Aspirin schon so lange „kennt“ und anwendet, findet man heute immer noch neues. Es wird nicht mehr nur als entzündungshemmendes Schmerzmittel verwendet, sondern auch als Blutverdünner. Weitere Anwendungen (wie z.B. im Bereich Krebsprophylaxe) werden diskutiert.
Ein neueres Rheumamittel enthält auch wieder den Trockenextrakt der Weidenrinde, etwa 60mg Salicin pro Tablette … zurück zu den Wurzeln könnte man sagen.
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Wenn Euch der Artikel gefallen hat … ich könnte noch ein paar interessante Beispiele bringen. Penicillin, Marcoumar, Minoxidil, Viagra …
Und falls jemand noch mehr interessante Entwicklungsgeschichten kennt: Bitte melden!
Medikamente kommen in verschiedenen Formen … die unterschiedlich angewendet werden. Kapseln und Tabletten schluckt man normalerweise … wobei, auch da gibt es Ausnahmen: Vaginaltabletten zum Beispiel oder die Spiriva: das ist ein Inhalationsmittel, das in Kapselform daherkommt.
Aber auch wenn es „normale“ Kapseln sind … nicht immer ist „alles klar“:
Kapseln:
Tabletten:
Flüssige Formen gibt es natürlich auch – allen voran die Antibiotikasirupe
Sprays und Tropfen
Inhalatoren: Es ist sooo wichtig, dass man die richtig anwendet, sonst wirken sie nicht
Aber nicht nur Medikamente, auch Alltagsartikel sind manchmal nicht ganz so ohne …