Kreditkartenprobleme

Das unmögliche ist passiert: Die Kreditkartengeräte sind ausgestiegen.
Alle.
Offensichtlich ein Verbindungsproblem.

Raaaah!

Währenddem versucht wird, das zu reparieren, haben wir an alle Geräte Hinweise geklebt, dass das Gerät momentan nicht funktioniert und man darum bar zahlen muss – oder in der Nähe am Automat Geld wechseln.

Pharmama: „Das macht 15.20.-„

Kunde: – gibt mir die Kreditkarte

Pharmama: „Tut mir leid, aber im Moment können sie nicht mit Karte bezahlen.“

Kunde: – lacht … und versucht mir wieder die Karte zu reichen.

Pharmama: „Ich kann im Moment keine Karten annehmen. Das System ist aus. Die Maschine funktioniert nicht. Sie müssen bar zahlen.“

Kunde: „Oh, aber es ist keine Kreditkarte, es ist eine Postcard.“

Pharmama: „Es funktionieren im Moment gar keine Karten.“

Kunde: „Könnten sie es nicht an einer anderen Kasse versuchen?“

Pharmama: „Alle Geräte sind im Moment ausgefallen.“

Kunde: „Nun, also … was soll ich tun?“

Pharmama: „Wenn sie kein Bargeld haben, könnten sie am nächsten Geldautomat welches beziehen.“

Kunde: „Oh, muss ich wirklich? Wo kann ich meine Sachen hinlegen?“

Pharmama: „Lassen sie sie nur hier, ich pass’ darauf auf.“

… Nächster?

Woher kommen unsere Medikamente? Am Beispiel Viagra

viagra is a commercial produced medicine conta...
Image via Wikipedia

Es würde doch kein neues Mittel gegen Herz-Krankheiten werden, seufzten die Forscher bei Pfizer in in Sandwich, England. Jahrelang hatten sie an Sildenafil gearbeitet, einem Hemmer des Enzyms PDE5 – von dem sie hofften, dass es effektiv darin sein würde Herz-Arterien zu entspannen und Brustschmerzen und Angina pectoris zu mildern.

Ihre Hoffnung wurde 1992 zerstört.

Nur einer von 10 Wirkstoffen, die in klinische Untersuchungen eintreten, ist erfolgreich und erreicht schliesslich auch die Patienten – Aber Statistik ist kein Trost für diejenigen, die an den 9 übrigen gearbeitet haben.

Unzufrieden beendeten die Forscher die Studie und wiesen die Teilnehmer an, die ungebrauchten Tabletten zurückzugeben. Aber viele Männer weigerten sich und hielten am Medikament fest, als sei es aus Gold.

Anfangs verloren die Forscher über das Verhalten nicht viele Gedanken – Ungereimtheiten kommen in manchen Studien vor – aber dann hörten sie Gerüchte über den Nebeneffekt des Medikamentes auf das Sexleben und … wichtiger – lasen eine Veröffentlichung über die Rolle von PDE5 beim Entstehen einer Erektion.

Hoppla! Die Unzufriedenheit machte rasch Aufregung Platz … Sildenafil könnte doch ein Blockbuster werden! Und dieses Mal bestätigte eine neue Studie die Anwendung bei impotenten Männern.
Sie waren über ein Medikament gestolpert zur Behandlung der erektilen Dysfunktion – Pfizer vermarktete es ab 1998 als Viagra.

Die Bezeichnung Viagra ist ein rechtlich geschütztes Kunstwort. Angeblich setzt sie sich aus den Begriffen vigor (lateinisch für „Stärke“) und Niagara zusammen. Nebenbei ist „Viagra“ lautgleich zu vyaghra, dem Sanskrit-Wort für Tiger.

Nebenwirkungen: Rot anlaufende Gesichter oder ein Blaustich beim Sehen sind nur einige davon. Weitere sind Schwindel, laufende Nase, Muskelschmerzen, und (gefährlich) Priapismus – das ist eine Dauererektion. Schlagzeilen machen die Runde in denen von über einhundert Toten durch Viagra berichtet wird. Alles das hält aber mehr oder weniger potenzschwache Männer nicht davon ab, mit der Pille ein normales Sexualleben zu führen. Aber die doch heftigeren Nebenwirkungen sorgen auch dafür, dass Viagra wohl auch weiterhin rezeptpflichtig bleibt.

Sildenafil war der erste Arzneistoff der Wirkstoffklasse der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer ).Umgangssprachlich wird der Name Viagra gelegentlich auch als Sammelbegriff für andere Medikamente dieser Wirkstoffgruppe, beispielsweise Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) verwendet. Die Medikamente bewirken eine Vasodilatation – also eine Erweiterung der Blutgefässe – auch im Penis, dadurch entsteht – bei entsprechender sexueller Stimulation (nur dann!) – eine Erektion.

Viagra gilt als dasjenige Medikament, das als erstes nachweislich zu einer Verbesserung des internationalen Artenschutzes beigetragen hat: Vor allem in asiatischenLändern werden traditionell von seltenen Tieren gewonnene Stoffe als Aphrodisiaka verwendet (Nashornhorn, Schlangenblut …). Durch die weltweite Verbreitung von Sildenafil ist die Jagd auf bedrohte Tierarten zum Zweck der Potenzmittel-Gewinnung mittlerweile zurückgegangen.

Neben der auch bei Laien bekannten Wirkung gegen die erektile Disfunktion, wird Sildenafil auch in der Therapie der pulmonalen Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf) angewendet. Bevor das Medikament aber 2006 seine Indikation dafür bekam, hatten wir auch schon eine Kundin mit Viagra auf Dauerrezept deswegen. Ziemlich teure Angelegenheit. Heute gibt es dafür das Revatio. Selber Wirkstoff, Anwendung: 20mg 3 x täglich.

Auf Frauen hat es übrigens keinen Luststeigernden Effekt – das nachzuweisen hat man nämlich auch schon versucht.

Von der Krankenkasse wird das Viagra in unseren Gegenden nicht übernommen, unter anderem, weil es kein lebenswichtiges Medikament ist, sondern nur der Steigerung der Lebensqualität dient. Ein Life-style Produkt sozusagen.

Aber … wem das im Moment zu teuer ist – das Patent läuft demnächst aus und ich bin sicher, die ersten Generika stehen dafür schon in den Startlöchern. – und Pfizer versucht mit neuen Darreichungsformen auf dem Markt zu bleiben: Viagra als Kaubonbon zum Beispiel.

Schöne neue Welt.

Eine herzige Idee

Bevor ihr weiterlest: Findet ihr heraus was das ist?:


Das sind die „Bakterien“ die man auf manchen Antibiotikaverpackungen findet – vorzugsweise Sirupen für Kinder. Die Kinder dürfen bei jeder Gabe Sirup einen „Bactus“ eindrücken – da sieht man gleich den Fortschritt der Behandlung, immer mehr Bakterien gehen kaputt…

So geht keine Einnahme mehr vergessen!

Das es das in Deutschland auch gibt, darauf hat mich Arzt4Empfänger aufmerksam gemacht – von dem auch die Idee für diesen Post stammt: Danke! Und so sehen sie dort aus:

Finanziell erzwungene Einsicht

Wie ihr vielleicht wisst, halte ich nicht viel von den Versicherungen, die ihre Kunden alles im Voraus zahlen lassen. Aber … es gibt einen Typ Kunden, bei dem das wirklich Sinn macht. Der nämlich, der keine Ahnung hat – und den es auch überhaupt nicht interessiert was die Medikamente die auf dem Rezept sind, denn so kosten – schliesslich zahlt er das ja nicht, sondern die Kasse.

Da hatten wir einen, der regelmässig mit Rezepten kam, auf denen alles drauf war. Die Blutdruckmedikamente (ok), das Mittel gegen Diabetes (ok), aber auch regelmässig Salben gegen Hautausschlag, diverseste normal käufliche Schmerzmittel und Hautpflegemittel zum einreiben, Grippemittel … gelegentlich hatte man das Gefühl, dass er für die gesamte Familie das Zeug beim Arzt auch noch gleich aufschreiben liess. Die Rezepte waren Listen – von oben bis unten gefüllt.

Das war so bis Anfang Jahr, wo er auf einmal zahlen musste.

Pharmama: „Das macht 431 Franken.“
Er schaut mich an wie ein Reh Nachts im Scheinwerferlicht.
Kunde: „Was?“
Pharmama: „431 Franken. Ihre Krankenkasse hat den Vertrag mit den Apotheken gekündet, sie müssen die Medikamente auf dem Rezept jetzt selbst zahlen und einschicken.“

Muss ich noch sagen, dass er sein Rezept wieder mitnahm?
Und dass er nachher mit der Kasse telefoniert hat – die ihm wohl nichts anderes gesagt hat?
Und es vielleicht noch bei der einen oder anderen Apotheke mit dem gleichen Ergebnis versucht hat?

Nach einer Pause von ein paar Monaten kommt er übrigens wieder und jetzt … sind auf dem Rezept nur noch 2 bis maximal 3 Medikamente drauf.

Das … würde ich sagen, ist ein Erfolg für das Gesundheitswesen.

Es gibt vielleicht ein paar, die da jetzt finden, ich müsste eigentlich damit unzufrieden sein – immerhin nehme ich so auch weniger ein. Ja – aber ich sehe auch die andere Seite: diese Leute, die immer zum Arzt rennen und alles (oft nicht zwingen notwendiges) über Rezept nehmen – und über die Krankenkasse, die schaden dem Gesundheitswesen finanziell. Die sind ein Grund für steigende Krankenkassenprämien – und die zahle ich genauso mit wie jeder auch. Ehrlich: mich freut diese „Einsicht“, auch wenn sie finanziell erzwungen wurde.

Apotheken in aller Welt, 122: Obernai, Elsass, Frankreich

Von ChristianG:

Als verspätetes Dankeschön für deine Postings schicke ich Bilder von zwei sehr schönen Apotheken in Obernai im Elsass. (Verspätet, weil das Urlaubswochenende zum Hochzeitstag schon im August letzten Jahres war)
Die Pharmacie auf dem Marktplatz habe ich leider nur von Weitem drauf, aber von der anderen habe ich noch eine Nahaufnahme des Schaufensters mit einem alten Foto gemacht (leider keine Bilder von innen). Die Pharmacie Ste. Odile ist nach der Schutzpatronin des Elsass und Gründerin des nahegelegenen Klosters auf dem Odilienberg benannt.

2 Prachtsexemplare von Apotheken! Sehr hübsch, Danke!

 

Zeitlicher Zusammenhang ist nicht zwingend kausaler Zusammenhang

Kunde: „Ja hallo, ich brauche etwas, ich bin krank – seit meine Frau mir vor 3 Tagen zum Abendessen Kartoffeln und Ei gemacht hat …“

Pharmama: „Und wie … krank? Durchfall? Erbrechen?“

Kunde: „Nun, ich habe diesen Husten und starke Halsschmerzen und mir ist heiss … sehr heiss.“

Pharmama: „Okee .. und sie denken, das hängt mit den Kochkünsten ihrer Frau zusammen? Wieso?“

Kunde: „Nun, mir ging es gut bis zu diesem Nachtessen, nicht wahr?“

(seufz)

Pharmama: „Ich denke das ist ein Zufall, dass das gerade dann angefangen hat, ich glaube, was sie haben ist einfach eine Erkältung, die können sie vorher eingefangen haben und ist einfach dann ausgebrochen.“

Kunde: „Echt? Warum denken sie das?“

Pharmama „Äh … hauptsächlich, weil ich nicht denke, dass ihre Frau versucht sie zu vergiften, oder? Und dann haben sie die typischen Beschwerden für eine Erkältung, nicht für eine Lebensmittelvergiftung…“