Apotheken in aller Welt, 156: Göteborg, Schweden

Und nochmals Daniela :-)

Diese Apotheke in Göteborg gehört offensichtlich zu einer Kette, man sieht relativ häufig dieses „Apotek“ + Herz. Sie liegt an der Linnégatan, einer belebten Straße mit Kneipen und wunderschönen hohen Altbauten, in einer eher teureren Wohngegend.

Das nächste Bild zeigt eine weitere Kettenapotheke in Göteborg. Sie befindet sich am Kungstorget (Königsplatz)/ Ecke Vallgatan im Stadtzentrum. Ich war mir trotz des grünen Kreuzes zuerst nicht sicher, ob es sich wirklich um eine Apotheke handelt (in Deutschland nutzt man das grüne Kreuz ja kaum).

Oh, *da* hätte ich gar keine Probleme mit, in der Schweiz ist das grüne Kreuz usus.

Apotheken in aller Welt, 154: Oslo, Norwegen

Nochmals Daniela aus Thüringen (der wir auch schon Apotheken aus Peking und Irland verdanken):

Die 2. Apotheke zeigt eine Art Filiale der Kette „Vitus Apotek“, in einer Eingangshalle des Osloer Bahnhofs. In DE muss jede Apotheke ein Labor bzw. einen Rezepturbereich (den seltenen Fall der Zweigapotheke ausgenommen) besitzen, das ist hier wohl eher nicht möglich. Man beachte das abstrahierte Logo von Mörser und Pistill.

Apotek 1 Sfinxen an der Kirkeveien (Kirchstraße) in der Nähe des bekannten Vigeland-Skulpturenparks. Namentlich abgestimmt mit einer Sphinx über dem Eingang. Das runde Bullaugen-Schaufenster ist sicher unpraktisch zum dekorieren…

Dass eine Apotheke auch ein Labor/Rezepturbereich haben muss, ist auch bei uns so. „Halbe“ Apotheken darf es vom Gesetz her nicht geben.

Dass sie die auch nimmt ….

Frau mit Rezept vom Spital ausgestellt für ihre Mutter.

Frau: „Meine Mutter ist erst gestern aus dem Spital entlassen worden. Ich bringe ihr die Sachen und schaue, dass sie sie auch nimmt.“

Pharmaassistentin: „Das ist aber nett von ihnen!“

Die Pharmaassistentin richtet ihr die Medikamente vom Rezept und schreibt sie an, die Apothekerin kontrolliert sie …

Im Herausgehen meint die Frau noch: „Jetzt hat sie gestern und heute noch keine Medikamente gehabt – aber wenn ich nach Hause komme, bekommt sie gleich alle Tabletten aufs Mal von mir!“

…. man glaubt gar nicht, wie schnell die Apothekerin, die das mitbekommt ihr nach-rennen kann …

Apotheken in aller Welt, 153: Oslo, Norwegen

Daniela aus Thüringen schickt uns diese Bilder aus Oslo:

Die 1. Apotheke ist die Schwanen-Apotheke, die an einer Art Passage zwischen Karl Johans Gate, der bekannten Osloer Fussgängerzone, und Stortorvet („Großer Platz“) liegt. Leider mit Mülltonnen und es war auch noch Sonntag deswegen war die Apotheke geschlossen. Die Innenausstattung finde ich ziemlich gelungen.

 

Sie hat auch einen sehr schönen Schwan über der Uhr!

Überraphunk …

Älterer Kunde kommt sein bestelltes Medikament abholen – leider hat er den Abholzettel zuhause vergessen.

Ich frage ihn also nach seinem Namen um es herauszusuchen und … er kämpft wirklich mit den Worten, nein, den Lauten … ich schaue ihn an, dann realisiere ich, woran es liegt: sein Gebiss ist am rausfallen!

Schliesslich gibt er es auf, zieht die Zahnprotese aus dem Mund und sagt (jetzt verständlich) „Schneider Friedrich *… das Ding ist neu … und ich komme damit noch nicht so zurecht!“

:-) 

*wie immer sind alle Namen geändert. Ähnlichkeiten wären rein zufällig und weder beabsichtigt noch real.

Ärztemuster – nicht im Handel erhältlich

Auf dem Rezept der Frau vom Hautarzt: „1 OP Antidry Mandelöllotion“

Ich gebe der Frau die Packung. Am nächsten Tag kommt sie zurück: „Das ist nicht das, was der Arzt geschrieben hat.“
Ich suche noch mal das Rezept heraus – da steht genau das drauf, was ich abgegeben habe.

Frau: „Aber vom Arzt habe ich ein Muster bekommen – und das war eine andere Lotion. Auch mit Mandelöl, aber leichter.“
Ich suche im Computer – da gibt es keine andere Mandelöllotion von Antidry. Die „Calm“ ist es laut ihr genausowenigwie die Sonnensachen. Auch im Internet finde ich keine Info.

Die Frau geht nach Hause und holt die Musterpackung.
Tatsächlich. Da steht drauf: „Antidry Bodylotion extra mild mit Mandelöl.“ Das Fläschchen ist hellblau. Unsere ist rosarot.
So etwas.
Ich rufe bei unserem Lieferant an und frage danach – die kennen das auch nicht.
Sehr seltsam.
Ich rufe dem Hersteller an – der kann mir das dann erklären.

Die hellblaue Packung hat nach dem Hersteller eine ähnliche Zusammensetzung wie die normale rosarote – aber es ist nicht dasselbe. Diese leichte Lotion ist aber nicht im Handel erhältlich.

Ja, wie? Warum machen sie die dann und der Arzt verteilt Muster davon?

Die Sache stellt sich dann so dar: Der Arzt bekommt von der Firma Muster der Lotion (der normalen) zum Abgeben. Die sind aber gesetzlich von der Menge her limitiert. Um diese Beschränkung zu umgehen stellt die Firma diese anderen Muster her – auch zum Verteilen.

Was für einen Sinn macht das denn?
Ich hätte der Frau das gerne besorgt, aber es ist nicht möglich: die hellblaue Lotion gibt es nicht für den Handel und Vertrieb. Sie wollen nicht einmal mir als Apotheke ein paar Muster schicken. Die einzige Möglichkeit ist, wenn der Arzt noch ein paar hätte.

Na, Danke.