Plastic surgery

6999874_700b_v1

Nach dem „Hick-up“ gestern (Sorry für das) … Hier ist eine Vorankündigung von einem Wechsel, den es hier demnächst im Blog geben wird.
Vielleicht habt ihr auch gemerkt, dass ich die letzten Tage etwas ruhiger war – dafür war ich im Hintergrund am arbeiten … Ich wechsle nämlich von wordpress zu overblog. Damit ändert auch das Design – zu seinen Gunsten, will ich hier mal behaupten.
Vorerst könnt ihr noch abwarten und Tee trinken – es müssen auch bei weitem nicht alle etwas anpassen. Ich melde es dann, wenn es soweit ist noch einmal.

Wer den Blog direkt im Internet liest: Ihr müsst nichts anpassen. Ich behalte die Domain pharmama.ch. Der Blog wird darunter weiterlaufen. Die Umstellung dauert vielleicht ein paar Stunden, darum: Keine Panik, falls die Seite mal einen Moment lang nicht erreichbar ist.

Wer den Blog über email liest: ich übernehme die email-Adressen auf den neuen Blog. Ihr werdet wahrscheinlich ein Info-mails bekommen, wenn es wechselt: Das dann einfach bestätigen.

Diejenigen, die den Blog via Feedburner-feed lesen, müssen nichts machen. Ich passe den Feed-Ursprung an … dann solltet ihr normal weiter die Updates bekommen.

Diejenigen, die einen anderen Feed benutzten, müssen eventuell neu umstellen – ich melde dann noch die eventuell neue Adresse.

(Wer nicht weiss, über welchen Feed er liest, merkt es spätestens, wenn er keinen neuen Blogpost zu lesen hat (oh ja, ich werde auch weiter versuchen täglich einen zu schreiben und zu veröffentlichen), dann muss er wechseln.)

Wer die Kommentare zu etwas abonniert hat, muss das neu machen. Die Funktion dazu findet sich auch auf dem neuen Blog.

Übrigens: Google stellt ja per Juli  den Google Feed Reader ein.: ich kann  the Old Reader http://theoldreader.com empfehlen – der fühlt sich an wie der von Google und sieht auch fast genau so aus und hat die gleichen Funktionen.

Nichts für Kinder

Keine Sorge, der Inhalt ist absolut jugendfrei.

Medikamente gehören nicht in Kinderhände – da sind wir uns wohl alle einig. Zu gefährlich, dass da etwas falsch angewendet wird – oder dass es überhaupt genommen / angewendet wird. Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Es gibt physiologische Unterschiede  und dann fehlt bei vielem noch das Verständnis.

Aber mir ist letzthin wieder aufgefallen, wie häufig das auf Produkten auch draufsteht.

Beispiel 1: Ein Medikament gegen Husten. Inhaltsstoff Codein. Leider auch noch gerne missbraucht – weshalb hier sogar auf der Packung steht: „Nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.“ – Bedeutet: Abgabe erst ab 18 Jahren. Finde ich noch verständlich. Besser noch, als das sie es rezeptpflichtig machen.

hustensirup

Beispiel 2: Haarfärbemittel. Darüber habe ich schon berichtet. Das Problem hier: häufig Allergien, speziell die dunklen Farben. Abgabe: ab 16 Jahren – und bitte vorher auf allergische Reaktionen testen – wie oft steht das jetzt in unterschiedlicher Formulierung drauf?

haarfarbe

Beispiel 3: Duschmittel. Was? Duschmittel?!? Wiesoooo?  Keine Ahnung wieso, aber hier zum Beispiel auf dem neusten Produkt von Biotherm zu finden:

duschmittel

Was als nächstes?

Versehentlich ruiniertes Eheleben. Eine blaue Pille aufs Mal.

Gestern hatte ich es im Post über Leute, die für andere Medikamente abholen kommen.

Das ist wirklich auch ein bisschen ein Problem wegen dem Patientengeheimniss – gut, wenn die Person die notwendigen Infos hat, dann *kann* ich davon ausgehen, dass das mit dem Einverständnis des Patienten passiert. Aber eigentlich gilt das Patientengeheimnis auch gegenüber dem Ehepartner und gegenüber den Eltern / Kindern.

Wir geben zum Beispiel auch nur die Medikamente heraus von der Person, die es abholen kommt. Ausser sie verlangt noch ausdrücklich die vom Partner. Selbst wenn die Medikamente vom Partner auch bereitstehen.

Wieso? Man sollte nie annehmen, dass der Ehepartner alles weiss über die Medikamente.

Im Folgenden 2 Beispiele aus einer amerikanischen Apotheke.

Die Frau (eine Mutter auf Einkaufstour) kommt zur Theke um ihre Medikamente abzuholen. Die PA sieht, dass für deren Mann auch Medikamente auf der Seite sind und nimmt die gleich mit nach vorne. Die Frau ist etwas überrascht, da sie nichts davon wusste – und noch überraschter, dass sie dafür etwa 80 Dollar bezahlen soll, da diese nicht über die Krankenkasse gehen.

Frau: „Was ist das für ein Medikament?“

PA: „Vivanza“

Frau; „Das sagt mir nichts. Für was ist das?“

PA: „Das ist ein Generikum von Levitra …“

Frau: „Das sagt mir auch nichts.“

PA (vorsichtig): „Das ist wie Viagra. Ein Mittel bei … Potenzstörungen?“

Die Frau wird knallrot und fängt an zu beben. In einer wirklich schrillen Stimme schreit sie: „Nun, das braucht er sicher nicht bei mir!“

Auch schön: Der Vater der kommt, um das Medikament für seine Tochter abzuholen. Er hat Name, Geburtsdatum, sogar Ausweis dabei.
Was er erwartet hat ist das Antibiotikum, das der Arzt faxen sollte. Das hat er aber nicht gesagt.
Und das einzige, was die Tochter sonst noch auf Rezept und offen hatte, war die Pille.
Als er das zahlen musste war er auch einigermassen irritiert – und noch mehr, als er herausfand für was das ist. Dass seine 16 jährige Tochter schon die Pille nimmt hat er nämlich nicht gewusst …

Eher verdächtig

Wenn andere Leute etwas abholen, das bestellt wurde, ist das … nicht ganz einfach. Ich muss sicher sein, dass das Medikament bei der richtigen Person landet … und hier … war ich das laaaange nicht. Wirklich, wenn das keine etwa 50jährige Frau gewesen wäre, die da in der Apotheke steht …

Frau: „Ich möchte gerne die Medikamente abholen für Lissy Thommen*“

Pharmama: „Haben Sie einen Abholzettel?“

Frau: „Nein. Ich denke, sie hat das telefonisch bestellt“

Pharmama: „Oh, das ist nicht für Sie selber?“

Frau: „Nein, das ist für meine alte Freundin, sie hat mich gebeten, das abzuholen.“

Ich suche unter den Bestellungen und finde tatsächlich etwas unter dem Nachnamen – der ist allerdings ziemlich häufig und … auf der Bestellung steht ein anderer Vorname.

Pharmama: „Wie heisst sie richtig zum Vorname? Das was Sie gesagt haben ist sicher ein Spitzname.“

Frau: „Nein, sie heisst nur Lissy.“

Pharmama: „Könnten Sie mir ihr Geburtsdatum sagen?“

Ich muss sicher sein, dass das Medikament an die richtige Person kommt.

Frau: „Nein …“

Pharmama: „Oder die Adresse, wo sie wohnt?“

Frau – deutet vage in eine Richtung „Sie wohnt da oben.“

Pharmama: „Wissen sie den Strassennamen, irgendetwas?“

Frau: „Nein.“

Pharmama: „Und sie heisst zum Vorname …?“

Frau: „Lissy“

Meine Pharmaassistentin schaut inzwischen schon ziemlich komisch. Ich langsam auch – diese „alte Freundin“ weiss nicht einmal den Vornamen noch die Adresse …

Frau: „Haben Sie denn das Medikament für sie gefunden?“

Pharmama: „Äh, ich bin nicht ganz sicher. Sie sagen mir, Sie müssen etwas abholen für Thomman, wissen aber weder ihren Vornamen, noch Geburtsdatum, noch Adresse. So kann ich Ihnen das nicht geben.“

Und das ist der Moment, wo die Frau die Versicherungskarte der Patientin herauszieht.

Frau: „Sie hat mir das hier gegeben.“

Und natürlich ist das die Monika Thomman für die die Medikamente auf der Seite sind.

… Okay. Warum nicht gleich so?
* wie immer alle Namen geändert

Einmal Wasserglas

Kunde in der Apotheke zu meiner liebenswerten Pharmaassistentin (PA): „Ich hätte gerne Wasserglas.“

PA: „Ein Glas Wasser? Ich kann ihnen eines bringen …“

Kunde: „Nein, kein Wasser. Wasserglas.“

PA: „Sie wollen nur ein Glas?“

Kunde: „Nein, ich glaube wir haben da ein Missverständnis. Ich möchte Wasser-glas.“

PA: „?? Ich versteh’s nicht ?“

 

Ich habe zugehört – und geschmunzelt. Zeit zum eingreifen.

Pharmama: „Ich glaub schon. Sie möchten … wie heisst das noch? Natron-Silikat oder so? Eine chemische Substanz?“

Kunde (erleichtert): „Genau!“

Für wen’s interessiert: Wasserglas bei Wikipedia. Was genau er damit gemacht hat? Irgendetwas abdichten meinte er.

 

Packungsdesign-Wechsel

Daylong ist einer der Marktleader was Sonnencreme in der Schweiz angeht.

Dieses Jahr haben sie beschlossen, ihre Verpackungen zu ändern:

Foto-1

Die orange-gestreifte Packung ist das alte Design, das weisse mit farbigem Strich am Rand das neue.

Ich bin etwas hin- und hergerissen, was das neue Design angeht. Es ist klarer, sicher – aber … jetzt sieht es aus wie – so ziemlich jedes andere Produkt. Der Wiedererkennungseffekt ist vollkommen dahin.

Was meint ihr? Top oder Flop?