Nochmals von Maggy von Maggyschreibt aus London:
Noch einmal eine Apotheken aus London. Leider wieder nur Boots-Filialen. Dieses Mal vom Flughafen London Gatwick, einmal vom South-Terminal und eine Apotheke vom North-Terminal.
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Nochmals von Maggy von Maggyschreibt aus London:
Noch einmal eine Apotheken aus London. Leider wieder nur Boots-Filialen. Dieses Mal vom Flughafen London Gatwick, einmal vom South-Terminal und eine Apotheke vom North-Terminal.
Ist jetzt schon eine ganze Weile her, aber … den „Typ“ werde ich nicht vergessen.
Ein ziemlich normal aussehender Mann (das täuscht manchmal :-) ) mit einem Rezept für ein Antibiotikum steht tief Nachts vor der Notfalltüre.
Nachdem ich das Rezept ausgeführt habe und ihm erklärt habe, wie er es nehmen muss, sagt er in fast anklagendem Ton:
„Ich habe eine Lungenentzündung.“
Pharmama: „Ah – ja? Dann gute Besserung.“
Mann: „Warum lassen die mich so nach Hause? Sollten die mich nicht im Spital behalten? Eine Lungenetzündung ist doch etwas ernsthaftes!“
Pharmama: „Teils schon, aber ich kann ihnen nicht sagen, warum sie Sie nicht da behalten haben.“
Mann: „Warum lassen die mich mit einer Lungenentzündung nach Hause? Es sterben Leute wegen Lungenentzündungen!“
Pharmama: „Wenn Sie Bedenken haben, dann würde ich Ihnen empfehlen noch einmal zurück zu gehen und mit einem Arzt darüber zu reden. Aber ich denke, wenn die Sie nach Hause geschickt haben, dann waren sie ziemlich sicher, dass es nicht so ernst ist, dass Sie darum im Spital bleiben müssten.“
Er geht weg, aber kaum mache ich die Klappe in der Türe zu und will mich hinlegen, läutet die Notfallglocke wieder.
Mann: „Meine Freundin hat mir erzählt, dass ihre Grossmutter an einer Lungenentzündung gestorben ist. Sie sollten mich wirklich nicht so nach Hause schicken!“
Pharmama: „Ich schicke Sie nicht nach Hause. Aber wenn Sie denken, dass es Ihnen so schlecht geht, dann … gehen Sie zurück in den Notfall und reden Sie mit einem Arzt. Hier kann ich gar nichts machen …“
Mann: „Aber ich könnte sterben!“
Das geht so eine Weile hin und her. Endlich geht er.
Denke ich.
Nö. Ein paar Minuten später … läutet es wieder.
Mann: „Ich bin allergisch gegen Erdbeeren. Das habe ich Ihnen nicht gesagt. Hat das einen Einfluss auf meine Medikation?“
Pharmama: „Nein. Da sind keine Erdbeeren drin … Gute Nacht?“
Total off-topic. Letztens diese Seite entdeckt: http://iss.stormway.ru … und jetzt bin ich wohl süchtig. Ich kann nicht aufhören hineinzuschauen.
Die Seite zeigt den Live feed der ISS – der Weltraumstation, die über uns so alle 90 Minuten einmal die Erde umkreist.
Phantastisch. Die Bilder, dass es das gibt – dass man da live zuschauen kann, wie unser Planet jetzt gerade von oben aussieht.
(Achtung: teilweise funken sie – also nicht erschrecken, wenn auf einmal ausser dem beruhigenden Rauschen Stimmen zu hören sind).
bei meinem Weihnachtsurlaub in der bayrischen Heimat mussteich mal wieder an dich denken. Da wäre wunderschönes Gebäude, in dem eine Aoptheke sitzt aus Weilheim in Oberbayern, typisch bayrisch mit Jesus am Kreuz dran,
Ich kontrolliere die Rezepte vom Vortag – neben mir bedient die Pharmaassistentin (PA) die Kunden. Ich höre (wie immer) mit mindestens einem halben Ohr zu.
Geschäftsmann: „Ein Xylo Mepha für Erwachsene und ein Nasic.“
PA: „Sind beide für sie selber?“
Mann: „Ja – ich wechsle ab.“
Die PA holt die Nasensprays und legt sie auf die Theke: „Hier bitte – Sie wissen aber, dass das beide abschwellende Nasensprays sind?“
Mann: „Ja, ja, ich weiss … und man soll sie nicht länger anwenden. Aber ich nehme den Xylo nur für eine Woche, danach nehme ich den Nasic, der ist ja nicht so schlimm.“
PA: „Der macht genau dasselbe – abschwellen und darum …“
Mann: „Jaja, schon klar. Aber wissen Sie, ich nehme die schon eine Zeitlang. Ich habe nämlich chronische Nasennebenhöhlenentzündung und Schnupfen und will nicht den Cortison-Spray, den mir mein Arzt verschrieben hat benutzen. Der ist nämlich sicher schädlicher als das hier!“
PA: „Eigentlich wäre der vom Arzt verschriebene Spray vor allem bei längerer Anwendung weniger problematisch als diese hier … Sie brauchen vor dem Cortison hier auch keine Angst zu haben, bei der Anwendung in der Nase wird das kaum vom Körper aufgenommen und …“
Mann: „Schon gut. Ich nehme lieber die hier.“
Die Pharmaassistentin schluckt, nickt und kassiert wortlos ein.
Als der Kunde draussen ist, dreht sie sich nur zu mir um und schüttelt den Kopf.
Böses Cortison, richtig? Ich frage mich, wann das aus den Köpfen der Leute endlich raus ist. Dafür ist er offensichtlich auch schon abhängig von den Nasensprays. Denn auch wenn der Nasic als „sanft“ gilt … der enthält genau dasselbe Xylometazolin; das Dexpanthenol, dass das zusätzlich enthält (zur Pflege und zum Beruhigen der Schleimhaut) hebt das nicht auf.
Originalpost vom 19.9.11 mit Update
Und der (bis hier) vorletzte Beitrag von Daniela und ihren Ferien in Schweden:
Mein Highlight: Die Apoteket Lejonet (Löwen-Apotheke) am Stortorget im Stadtzentrum von Malmö, gegründet 1571. Wenn man schwedisch kann (ich kanns nicht :-) ) und Zeit hat, kann man sich an einer Wand im Inneren die ganze Geschichte durchlesen. Das Gebäude selbst zählt wohl zu den bedeutendsten aus dem Historismus? Habe davon aber keine Ahnung.
Diese Apotheke hatten wir zwar schon – aber diesmal haben wir auch ein paar Fotos von innen. Ein guter Grund, sie nochmals zu bringen!
Auch die Menschenhandwerkerin war da und schickt mir ein Foto: (Update April 14)