Don’t let the bedbugs bite you

Frau in der Apotheke: „Ich verreise und ich habe mir überlegt einen Matratzenüberzug mitzunehmen – gegen die Bettwanzen.“

Pharmama: „Oh. Sie meinen so einen wie gegen die Hausstaubmilben?“

Frau: „Ja, genau. Ich gehe auf die Reise und das letzte Mal war ich in einem Hotel … am nächsten Tag hatte ich einige juckende Stellen. Offenbar hatte das Hotel – und das war ein gutes Hotel! – Bettwanzen. Dem will ich jetzt vorbeugen!“

Pharmama: „Okay. Das ist wohl eine Idee – nur, ich weiss nicht, ob das gross etwas nützen wird.“

Frau: „Wieso?“

Pharmama: „Weil sich Bettwanzen nicht zwingend in der Matratze verstecken müssen …“

Frau: „Aber ich habe gehört, man sieht an den Rändern eventuell Spuren, wenn es welche hat?“

Pharmama: „Ja – auf dem Stoff kann man sehen, wo sie hingesch… hingemacht haben nach ihrer Blutmahlzeit. Das heisst aber nicht, dass sie von dort kommen.“

Frau: „Die stecken nicht in der Matratze?“

Pharmama: „Nein … eher in den Ritzen am Bett, die sind ja auch etwas grösser – also auch in den Ritzen rund um das Bett, in den Möbeln, in den Wänden … Nachts kommen sie dann raus.“

Frau: „Die kann man sehen? Ich dachte, die sind sehr klein.“

Pharmama: „Die kann man sehen – die sind etwa so gross wie die Oberfläche der kleinen Fingerbeere.“

Frau: (leicht verzweifelt und angeekelt) „Aber, wenn so ein Matratzenbezug nichts bringt … was mache ich denn?“

Pharmama: „Ich würde bei Zimmerbezug auf eventuelle Flecken am Bettrand achten. Und falls Sie da etwas finden, oder falls Sie in der Nacht gestochen werden – lassen sie sich ein neues Zimmer geben. Ob es etwas hilft, weiss ich nicht, aber ich würde es auch mit Insektenrepellent vor dem Schlafen versuchen.“

Frau: „Auf mir?“

Pharmama: „Ja. Und was ich auch machen würde ist den Koffer in einer zweifelhaften Unterkunft verschlossen lassen … nicht, dass sie die Dinger noch mitnehmen.“

Frau: „Iiih. Aber ich habe meine Kleider sowieso in Plastiksäcken eingeschweisst. …. Kann ich denn auch Insektenspray verwenden?“

Pharmama: „Ja. Das wäre auch noch eine Möglichkeit. Mittel mit Permethrin eingen sich auch zum Vorbeugen. Zum Beispiel der Mottenspray von Gesal.“ (den benutze ich auch vor den Ferien um die Kleider gegen Mücken zu imprägnieren).

Weiss jemand was sonst noch nützen könnte? Oder hat schon jemand Erfahrungen gesammelt? Bettwanzen sind ja wieder arg auf dem Vormarsch. Offenbar sind auch bessere Hotels davor nicht gefeit. Und das richtige Geschenk hat man, wenn man die Viecher versehentlich mit nach Hause nimmt. Die wieder loszuwerden … schwierig.

Von daher verstehe ich die Frau. Ich hatte das zum Glück noch nie. Ich neige eher dazu in den Ferien ein Magnet für grössere Käfer zu sein. Kakerlaken vor allem. Mein Kuschelbär sagt, bevor er mich kannte, hat er noch nie eine Kakerlake gesehen, aber seither …

Über die aufdringliche Apothekerin

Gefunden in einem Forum für Englisch-sprechende in der Schweiz:

Eine der Reaktionen auf die Erzählung von einem, der von der Apothekerin (offenbar war es ihm wichtig, dass es eine „Sie“ war) über die Anwendung seines Schmerzmittels gefragt wurde.

When I first moved here from the U.S., I found it rather obnoxious and strange that I had to ask the pharmacist for medications that could just easily be grabbed off a shelf back in the States.

Now, though, I have really come to appreciate the fact that, here in CH, I can so easily get advice (even when not asked for) from the pharmacists about drug interactions, max. amount per day, etc. — especially considering the fact that I often cannot read the labels or instructions on the medications themselves (my German isn’t that good yet).

I have a feeling that there would be a lot less accidental overdoses and problems with bad drug interactions in the US if there was a system in place there as there is here in CH.

Übersetzung

Als ich aus den USA hierher gezogen bin, fand ich es ziemlich unausstehlich und seltsam, dass ich den Apotheker nach Medikamenten fragen musste, die ich in den Staaten gerade so einfach selber von einem Regal nehmen konnte.

Aber jetzt habe ich wirklich angefangen die Tatsache zu schätzen, dass hier in der Schweiz, ich so einfach Rat (auch wenn ungefragt) vom Apotheker bekomme über Wechselwirkungen, Maximaldosen pro Tag etc. — speziell wenn man bedenkt, dass ich oft die Bezeichnung oder Anweisung der Medikamente selber nicht lesen kann (mein Deutsch ist noch nicht so gut).

Ich habe das Gefühl, dass es eine Menge weniger versehentliche Überdosierungen und Probleme mit schlechten Wechselwirkungen gäbe in den USA, wenn sie dort ein System hätten, wie hier in der Schweiz.

lieber Unbekannter Schreiber – Danke vielmals. Und: ich bin der gleichen Ansicht.

Die Apothekerin vom Post-Beginner hätte übrigens ich selber sein können.

In dem Sinne … gehe ich heute wieder „obnoxious“ sein und werde potentielle Patienten plagen (mit hoffentlich nicht zu aufdringlichen Fragen) :-)

Selbstbehandlung

Mutter in der Apotheke: „Mein 4 jähriger Sohn hat Ohrenschmerzen und ich habe ihm dagegen vor 3 Tagen Vicks* Vaporub auf einem Watteball ins Ohr getan – aber er klagt immer noch. Und vorher, als ich ihm die Watte entfernt habe ist noch so flüssiges oranges  Zeug herausgekommen. Denken Sie, dass etwas Zitronensaft direkt ins Ohr dagegen helfen würde?“

„Nein. Arzt. Jetzt!“

Armes Kind. Wirklich?!

*Wick Vaporub für die deutschen Leser – und, Nein, diese Anwendung kann ich nicht empfehlen.

Apotheken in aller Welt, 140: Berlin, Deutschland

Rerun, da neue Fotos (vom 19.7.11)

Die hatten wir zwar schon einmal, aber weil es so schön ist: Aus Berlin schickt uns der Hauptstadtsani:

Auf den Fotos sieht man die optisch eher unspektakuläre Apotheke am Berliner Hauptbahnhof, die aber sicherlich eine der meistbesuchten Apotheken Deutschlands sein dürfte (bei 300.000 Reisenden und Besuchern im Bahnhof pro Tag). Als besonderer Service ist sie 24 Stunden geöffnet, so dass man nicht auf irgendeinen Nachtdienst angewiesen ist, falls man in der Nähe wohnt. Mindestens die Hälfte der ziemlich großen Ladenfläche ist übrigens für nicht-medizinische Artikel wie etwa teure Kosmetik…
Nachtrag 21.5.14: von Maggy
Noch eine Apotheke aus Berlin. Diese hat 24h täglich geöffnet und ist am Berliner Hauptbahnhof.
Die Mitarbeiterin, die ich erwischt habe, war sehr nett und kompetent.
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