Danke vielmals an Ileana für diese Apotheke aus Barcelona (mit maltesischem Kreuz):

zu lesen einmal täglich
Danke vielmals an Ileana für diese Apotheke aus Barcelona (mit maltesischem Kreuz):


Es folgt ein eingeschickter Erfahrungsbericht zur Blogparade, den ich anonym veröffentlichen soll:
ich bin wegen einer Depression in Behandlung. Nachdem mehrere Antidepressiva nicht angeschlagen oder starke Nebenwirkungen gezeigt hatten empfahl mir meine Ärztin einen Gentest in Betracht zu ziehen. Mit diesem Test sollte überprüft werden welche Antidepressiva man verträgt und welche nicht. Es handelt sich hierbei um den STADA Diagnostik Antidepressiva Test.
Ich wollte mich daher in der Apotheke informieren inwiefern dieser Test sinnvoll ist und welche Aussagekraft er besitzt. Der Test kostet ca. 400 Euro plus etwa 100 Euro an Arztgebühren. Bei einem so hohen Preis möchte man natürlich wissen ob sich das auch lohnt, oder die Ärztin nur gerne etwas mehr an mir verdienen möchte. In den Apotheken wurde ich dann jedoch enttäuscht was die hier hochgepriesene Beratungsleistung von vor-Ort-Apotheken betrifft. Die Antworten in der Apotheke waren dann sinngemäß in etwa so:
Apotheke 1: Ich kenne den Test, habe mich aber noch nicht so gründlich damit beschäftigt und möchte Ihnen daher keinen Rat geben. Informieren Sie sich doch mal im Internet, da finden Sie bestimmt etwas. Machen Sie sich auch Gedanken in Bezug auf Datenschutz im Zusammenhang mit Ihren genetischen Informationen.
Apotheke 2: Den Test kenne ich nicht, brauchen Sie sonst noch etwas?
Apotheke 3: Den Test kenne ich nicht. Nachdem Sie mir den Test erklärt haben, kann ich Ihre Verunsicherung bezüglich der Wirksamkeit nachvollziehen, aber helfen kann ich Ihnen nicht. Machen Sie sich doch mal im Internet schlau.
Ich habe den Test dann gekauft. In einer Internet-Apotheke. 100 Euro günstiger als in den vor-Ort-Apotheken. Ich habe in den vor-Ort-Apotheken keinerlei Informationen bekommen, die mir bei der Kaufentscheidung hätten helfen können. Wie sinnvoll die Ergebnisse des Tests sind kann ich noch immer nicht einschätzen. Von studierten Apothekern hätte ich irgendwie mehr Beratung erwartet, da sie sich doch etwas mit der Wirksamkeit und den Abbau von Medikamenten auskennen sollten, auch wenn sie den speziellen Test noch nicht kennen.
…
Das möchte ich jetzt natürlich nicht unkommentiert lassen. Er hat Recht in dem Sinne, dass ihm in der Apotheke vor Ort wirklich hätte geholfen werden können. Selbst wenn der Test in der Apotheke unbekannt ist -es besteht immer noch die Möglichkeit, ihm zu sagen, dass man das abklärt und sich mit der Information zurückmeldet. Offenbar ist er gut selber in der Lage einen Computer zu bedienen und das Produkt online zu bestellen, da hätte er sicher auch die Informationen dazu gefunden, aber diese Information muss häufig erst interpretiert werden. Auf Zuverlässigkeit der Quelle und schliesslich auch nach dem, was er wissen will: bringt das in seinem Fall etwas?
Ich kenne den Test auch nicht und habe mich erst jetzt damit befasst. Psychiatrietogo hat aber schon einen Artikel darüber geschrieben, da finden sich die Antworten: Hilft ein DNA-Test das richtige Antidepressivum zu finden?
Die Superkurzzusammenfassung: Der DNA Test zeigt, ob man gewisse Medikamente (auch Antidepressiva) normal, schneller oder verlangsamt metabolisiert, also abbaut. Schnelle Metabolisierer bräuchten eine höhere Dosierung, damit das Medikament wirkt, langsame Metabolisierer machen bei „normaler“ Dosierung häufiger Nebenwirkungen und bräuchten weniger vom Medikament. Das zu wissen kann helfen, damit man nicht so lange nach einem geeigneten Antidepressivum suchen muss – das Einstellen von diesen dauert sonst häufig lange. Aber: wenn er schon diverse ausprobiert hat – und da bei ihm verschiedene Dosierungen ausprobiert wurden sowie verschiedene Medikamente … da halte ich das für etwas spät und vielleicht sogar für eine (sorry) Verlegenheitsreaktion der Ärztin, die (bei ihm?) Mühe hat, das richtige Antidepressivum zu finden. Sie verdient an dem Test zwar etwas (nur wegen der Auswertung) und Test und Arztauswertung muss offensichtlich der Patient selber bezahlen. Vielleicht bekommt sie so noch zusätzliche Information, die ihr hilft, aber … hat sie die nicht schon mit den bisherigen Behandlungsversuchen?
Auf der anderen Seite ist es immer schwierig, da abzuraten, da man damit direkt der Empfehlung der Ärztin widerspricht und sich das auf das Vertrauensverhältnis negativ auswirken kann. Im Endeffekt liegt die Entscheidung dafür beim Patienten. Und der hätte dahingehend wirklich kompetent beraten werden können (und sollen!) in der Apotheke. … In der Online Apotheke hat er natürlich gar keine Beratung bekommen – die haben nur sein Geld gerne genommen. :-(
In dem Fall ein Negativ-Beispiel, aber ich freue mich auf viele positive Beiträge. Ein paar davon sind schon unter dem Ursprungspost zur Blogparade verlinkt. Macht mit!
Mann um die 50 in der Apotheke:„Haben Sie Salbe gegen beissende Haut?“
Pharmama: „Ja, haben wir. Suchen Sie eine bestimmte?“
Mann: „Gegen beissende Haut.“
Ich bringe ihn zur richtigen Stelle: „Hier sind unsere Salben gegen Juckreiz: Fenistil, Dermacalm, oder …“
Mann: „Da steht aber nicht drauf gegen beissende Haut.“
Pharmama: „Ja, aber da steht drauf: gegen Juckreiz. Alle diese Produkte sind dafür geeignet.“
Mann: „Ich nehme nur eine, wo genau das auf der Schachtel steht. Danke.“
Danke an Dieter für diese hochgelegene Apotheke! Das ist demnach die 2. höchste in meinem Blog :-)
jetzt gibt es von mir auch einmal ein Apotheke. Und zwar habe ich die in Namche Bazar in Nepal auf 3440 m Seehöhe fotografiert. Ich hoffe, die hast du noch nicht in deiner Sammlung!

Das wollte ich schon lange einmal machen, aber jetzt hat mich die Seite ohne Apotheke*r fehlt dir was auf die Idee gebracht: machen wir doch eine Blogparade!

Ihr hört von mir ja (immer) die Apothekenseite, aber ich fände es enorm spannend auch einmal die andere (nämlich Eure) Seite zu sehen.
Erzählt / Beschreibt / Zeichnet etc. die eindrücklichste Erfahrung, die ihr oder jemand, den ihr kennt in einer Apotheke gemacht habt. Gut oder (vielleicht) auch schlecht.
Das kann von jeder Seite sein: sei es als Patient mit einem Rezept, normaler Kunde mit einem Problem oder Produktewunsch oder auch als Arzt oder als selbst Angestellte in der Apotheke (Apotheker, Patient, PTA, Pharmaasistentin).
Da kann es gehen um einen speziellen Einsatz, den die Apotheke geleistet hat, die treffende Beratung, den kreativen Lösungsansatz, den entdeckten Fehler, die widerspenstige Krankenkasse, das kann aber auch ein Problem in der Apotheke selber sein und wie damit umgegangen wurde.
Das darf aktuell sein oder Ferienerlebnis oder Erinnerung von früher. Es besteht keine Beschränkung darin, wo die Apotheke war. Wer schon einmal darüber geschrieben hat., darf das auch überarbeiten und dafür noch einmal veröffentlichen.
Um an dieser Blogparade teilzunehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Du bist selber Blogger? Dann schreibe deinen Artikel auf Deinem Blog und verlinke ihn unten in den Kommentaren.
Es ist auch möglich, den Post auf facebook zu schreiben … dort finde ich einfach etwas schade, weil das mit der Zeit untergeht.
Du hast keinen eigenen Blog? – dann schicke mir dein Erlebnis per mail (an pharmama08(at)gmail.com) und ich veröffentliche es auf pharmama.ch
…
Unter den Teilnehmern der Blogparade verlose ich am Ende je Zwei signierte Bücher von mir: „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ und „Einmal täglich“.
In die Blogparade (samt Auswertungs-Artikel und die Verlosung) werden die Beiträge aufgenommen, die entweder als Trackback unter diesem Artikel auftauchen oder in den Kommentaren genannt werden. Das Bild oben darf dafür gerne kopiert werden. Falls das wahnsinnig guten Anklang findet, besteht die Möglichkeit, die Beiträge am Ende in einem ebook zusammenzufassen.
Enddatum der Blogparade ist in 4 Wochen (am 5. Mai 2016)
Ich bin gespannt auf Eure Erlebnisse und Gedanken!
„Für was braucht man Palmhonig?“
Fragt mich der ältere Mann in der Apotheke.
„Mein Enkel hat mir das aus Jamaica mitgebracht und das soll gut sein.“
Pharmama: „Ich muss zugeben, ich kenne das gar nicht. Aber wenn sie einen Moment warten, mache ich mich schlau.“
Google hilft.
Palmhonig: Aus dem eingedickten Zuckersaft einer Palmpflanze.
… Anwendung … ich suche nach medizinischer Anwendung und finde: nichts.
Ich gehe wieder nach vorne. Die Kurzrecherche muss reichen.
Ich erkläre ihm, wo Palmhonig herkommt, dass das also kein wirklicher Honig von Bienen ist, und dass man ihn zum kochen brauchen kann wie normaler Honig. Medizinische Anwendung habe ich nichts gescheites gefunden, was ich noch einmal betone – immerhin fragt er hier in der Apotheke, also …?
„Ach – das habe ich auch nicht erwartet. Ich verwende das also in der Küche wie normaler Honig, ja?“
„Ja.“
„Danke, wiedersehen!“
Ummm … und dafür geht man in die Apotheke? Also … ich bin ja für Rezepte zuständig, aber nicht für die Küche.
Andererseits betreibe ich hier echt Grundlagen.. naja -bildung.
Letztens hatte ich eine, die kam in die Apotheke um zu fragen, ob wir Honig haben. Hatten wir tatsächlich – ich zeige ihn ihr. (ja, wir haben nur eine Variante, nicht den medizinischen, den man für Wundpflege einsetzt, sondern stinknormalen)
Frau: „Da steht drauf Akazienhonig. Haben Sie denn keinen richtigen?“
Pharmama: „Wie meinen Sie richtig?“
Frau: „Na, Bienenhonig. Auch im Kaufhaus nebenan, da haben sie nur Waldhonig oder Blütenhonig oder eben Akazienhonig.“
Pharmama: „Aber … das ist alles Honig – das zeigt nur, wo die Bienen dafür gesammelt haben.“
Frau: „Wirklich? Oh. Dann kann ich den auch nehmen?“
„Ja.“