Was ist Kunst?

Für mich besteht Kunst aus 2 Komponenten: dem handwerklichen Teil und dem kreativen oder „Ideen“-Teil. Kunst ist für mich nicht einfach ein paar Striche auf Papier oder Leinwand – denn das „kann“ ich auch. Für mich muss es entweder etwas sein, was ich nicht so aus dem Stand „nachmachen“ kann – oder aber es ist etwas, das mich zum staunen, zum nachdenken, zum schmunzeln bringt, etwas emotional bei mir auslöst (eher im guten Sinne als im negativen).

Dementsprechend gehört Graffiti für mich eher nicht zur Kunst, so ein bisschen gespritzte Farbe, oft nicht kreativer als ein Namenskürzel oder „Tag“ der dann einfach überall zu finden ist.

Aber: auch da gibt es Ausnahmen.

z.Bsp. Banksy.

*Das* bringt mich zum lächeln …

und das finde ich süss.

Und wenn ich das an meiner Apothekenwand finden würde, würde ich auch nicht reklamieren :-)

Hier findet sich noch viel mehr von seiner „Kunst“.

Alternative Medizin und die Übernahme durch die Krankenkassen

Worum geht es? Vorläufig mal um die 5 bekannteren Teile der sogenannten alternativen Medizin:
Die anthroposophische Medizin,
die Homöopathie,
die Neuraltherapie,
die Phytotherapie
und die traditionelle chinesische Medizin

Von Ex-Bundesrat Pascal Couchepin wurden diese 2005 (wieder) aus dem Leistungskatalog der Grundversicherungen geworfen – wo sie zwecks Überprüfung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Unbedenklichkeit seit 1999 waren – den Voraussetzungen, damit ein Medikament überhaupt auf die Spezialitätenliste kommt.

Die Datenlagen sind bei einigen dieser Methoden mehr als spärlich – für die Phytotherapie, die Behandlung mit Pflanzenauszügen, Tees, Extrakten … gibt es einige positive Studien, weshalb es auch in der Zwischenzeit Präparate gab, die übernommen wurden; aber für die Homöopathie – so beliebt sie ist, gibt es keine brauchbaren Studien betreffend Wirksamkeit, bisher deutet dort alles auf einen positiven Placeboeffekt …

Ich finde es eigentlich ok, dass nicht einfach alles übernommen wird (obwohl es das für mich als Apothekerin natürlich einfacher machen würde) – es gab und gibt ja noch die Zusatzversicherung – und wenn man derartiges übernommen haben will, kann man sich eine aussuchen, die das macht.

Dann gab es 2009 die grosse Volks-Abstimmung, (ich habe darüber berichtet) in der die Alternativ-Medizin-Befürworter gewonnen haben. (Mit 67% und allen Ständen). Damit ging folgender Auftrag an den Staat:

Art. 118a (neu) Komplementärmedizin
Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin

Und dann war längere Zeit Ruhe – fast schien es, dass sich der Staat absichtlich Zeit damit lässt und eine Entscheidung vor sich herschiebt, aber jetzt heisst es zumindest die obengenannten 5 Zweige werden ab 2012 wieder von den Krankenkassen vergütet – zunächst mal bis 2017. Bis dahin sollen die umstrittenen Alternativmethoden neu evaluiert werden. Und zwar von Vertretern der alternativen Behandlungsmethoden (ob die das zahlen können?) und parallel dazu wird das EDI eine international anerkannte – (welche ?) Institution beauftragen, ein unabhängiges Gutachten zu erstellen. Damit wären wir so in etwa wieder am gleichen Punkt wie 1999. Mehr lesen im Artikel der NZZ.

Ab nächstem Jahr erwarten Experten, dass von den Krankenkassen für etwa 50 Millionen Franken derartige Alternativmedizin-Methoden und Mittel übernommen werden müssen. Ob dann deshalb die Kosten in der westlichen Medizin sinken werden … wird sich zeigen.
Ich wage es zu bezweifeln. Eher schlägt sich das wieder in einer rechten Steigerung der Krankenkassenprämien nieder.

Und wie es mit den übrigen zahlreichen Methoden der Alternativemedizin aussieht … da ist auch noch nichts geklärt.

Einen positiven Effekt dürfte das Ganze aber haben: nämlich, dass es dann wirklich vernünftige Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geben wird. Ich bin gespannt.

Was ich in den Diskussionen hier eher vermeiden möchte sind Kommentare im Sinn von „derartiges gehört nicht in die Apotheke!“ Es ist in der Apotheke und wird hier bleiben – weil das Stimmvolk in der Schweiz und demnach der Staat es so will.

Trotzdem ist Skeptik angesagt – und die dürfen wir auch äussern. Als die Fachpersonen, die wir sind.

Danke für Eure Gedanken! Pharmama

Also bin ich ein Schlangenträger: Ophiuchus

Da dachte ich doch mein ganzes Leben lang, dass ich im Sternzeichen Schütze geboren bin – und jetzt muss ich herausfinden, dass das wahrscheinlich nicht mal stimmt.

Laut der „Time“ und den Astronomen der Minnesota Planetarium Gesellschaft ist wegen den Gravitationskräften, die der Mond auf die Erdrotation ausübt die Ausrichtung der Sterne um etwa einen Monat verschoben worden. Wenn die Astrologen also heute sagen, die Sonne stehe im Steinbock, dann stimmt das nicht (mehr). Laut der Minnesota Planetarium Gesellschaft müssten die Sternzeichen heute – wenn man danach schaut, in welchem Sternbild die Sonne wirklich steht – so sein:

Steinbock/ Capricorn: 20. Jan. – 16. Feb. 
Wassermann/Aquarius:
16. Feb. – 11. März. 
Fische/Pisces:
11. März -18. April 
Widder/Aries:
18. April – 13. Mai. 
Stier/Taurus:
13. Mai – 21. Juni
Zwillinge/Gemini:
21. Juni -20. Juli
Krebs/Cancer:
20. Juli – 10. Aug.  
Löwe/Leo:
10. Aug.- 16. Sept.
Jungfrau/Virgo: 16. Sept. – 30. Okt. 
Waage/Libra:
30. Okt.-23. Nov.
Skorpion/Scorpio: 23. Nov. -29. November
Schlangentröger/ Ophiuchus:
29. Nov. -17. Dez.  (Ja, der ist neu, das Sternbild gibt es schon lange, als Sternzeichen wurde es aber von den Babyloniern rausgeworfen)
Schütze/Sagittarius: 17. Dez. – 20. Jan.

Nach dem bin ich also nicht mal ein Skorpion, sondern etwas ganz neues.

Ophiuchus … ich habe schon Mühe mit dem Namen. Auf deutsch wäre das der „Schlangenträger“

Und was ist das für ein neues Zeichen?

Die Konstellation Ophiuchus stellt einen Mann dar, der mit einer Schlange kämpft – er teilt den Körper der Schlange in 2 Stücke. Es ist das einzige Zeichen des Zodiac, das einen richtigen Menschen darstellt und er teilt seine Züge mit Imhotep, einem Ägyptischen Arzt aus vorchristlicher Zeit (2700 v.Chr.) und dem biblischen Joseph. Wie Imhotep sieht man Ophiuchus als Heiler und Doktor der Medizin oder Wissenschaft. Er sucht nach Bildung und Erhellung. Er soll im Leben eine hohe Stellung einnehmen. Wie Joseph ist er ein Interpret von Träumen und lebhaften Vorahnungen. Der Stab des Aesculap – heute Sinn-Bild für medizinische Berufe kommt von diesem Sternbild.

… ich glaube damit kann ich gut leben :-)

Apropos Päckchen …

Man muss nicht zwingend  in fremde Länder reisen um sich eine exotische Krankheit zu holen …

Malaria per Post

Ein Mann in Strassburg ist 14 Tage nach dem Erhalt eines Lebensmittelpakets aus Kamerun an Malaria erkrankt. Aus dem Paket waren nach dem Öffnen 2 oder 3 Mücken entwichen, die ihn auch gestochen haben.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ähnliche Fälle werden oft als Flughafenmalariafälle entdeckt.

Ref: le Parisien

Das mit den Flughafenmalariafällen ist ein Hinweis darauf, dass in der Umgebung von Flughäfen eben auch gelegentlich Malariafälle auftreten, die durch von Reisenden eingeschleppten Mücken verursacht werden.

Hinterfragt: Werbung

Gelegentlich stolpere ich beim Betrachten von Werbung in Zeitschriften, im Fernsehen oder auf Plakaten über Formulierungen, die ich eher … hinterfragenswert finde.

Bedeutet „klinisch getestet“ auch dass es wirkt?

Bedeutet: „meistgekauft“ dass es besser ist als die anderen?

Patentiert und darum einzigartig! … und die anderen Mittel sind nicht patentiert?

Bis zu 100% schuppenfrei! – Naja, mehr geht auch nicht.

Ist Euch auch schon derartiges aufgefallen? Mal abgesehen davon, dass Werbung auch unglaublich unrealistisch sein kann.