DIE APOTHEKE  – ein Gedicht

     Ein traditionsreiches Gewerbe
  pflegt sein jahrhundertealtes Erbe;
 von ersten Vorläufern im alten Rom
 und Paracelsus zum Pharmadiplom.

 Es wird dekantiert, filtriert und titriert,
   man mixt hochwirksame Tinkturen.
   Puder und Salben werden offeriert,
    auch Hilfsmittel für diverse Kuren.

            Gegen Viren und Bazillen;
      Erkältung, Husten, Heiserkeit 
       helfen uns Dragees und Pillen,
       machen die Atemwege weit.

     Ob es im Magen zieht und sticht,
         es in der Speiseröhre brennt,
   die Galle streikt, uns quält die Gicht;
       die Pharmazie ein Mittel kennt.

          Die Säurehemmer florieren,
          Dauerbrenner ist Aspirin.
     Es gibt was für Blase und Nieren,
        für jedes Leid eine Medizin.

       Wenn uns eine Krankheit plagt,
           ist die Apotheke der Ort
        Es ist Fachkompetenz gefragt,
      wir vertrau’n Apotheker’s Wort.

Rainer Kirmse , Altenburg

Ganz herzlichen Dank für dieses tolle Gedicht! Ein echter Lichtblick.

2 Kommentare zu „ DIE APOTHEKE  – ein Gedicht

  1. Weiß der Arzt mal nicht mehr weiter,
    geh zur Apo, denn sehr heiter
    die Frau im Kittel wird dir sagen,
    „Ja, ich kenne deine Plagen.
    Hier, nimm Ibu, das hilft immer,
    und komm wieder wenn’s wird schlimmer.“

    (Alwin aus Bayern 2022, selber gereimt, gemeinfrei)

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  2. Ich reiche noch was Romantisches nach, wenn’s erlaubt ist.

    Der Hans.

    Der Hans hat sich ein Bein gebrochen.
    Ein Zauberer hat es besprochen.
    Durch Zauberei und Salabim
    blieb der Knochen dennoch hin.
    Zum Schluss kam Hans, trotz Hokuspokus,
    nicht mehr zu Fuß auf seinen Lokus.

    Da reicht es ihm und geht daher
    zu einem Homöopathiseur.
    Der gibt ihm Tröpfchen, gibt ihm Salben,
    und zwischendurch dann allenthalben
    eine Rechnung hinterher,
    die wiegt für Hans doch ganz schön schwer.

    Das Bein, das ist jetzt dick geschwollen,
    das hat er so nicht haben wollen.
    Wir leben in der neuen Zeit,
    da steht ein Telefon bereit.
    Darum ruft Hans, man glaubt es nie,
    ’ne Frau an, die Astrologie
    betreibt und ihm gleich rät:
    „Wenn Venus quer zur Erde steht,
    dann heilt dein Bein. Verzage nie!
    Spür die Planetenenergie!“

    Der Hans, der setzt sich auf die Couch,
    und schreit auf einmal ganz laut „autsch!“.
    Das Bein, das ist nun dunkelblau,
    und tut weh als wie die Sau.
    Die Nachbarin hörte den Schrei
    und kam gerannt sofort herbei.

    „Hans, ach Hans, was machst denn du?“
    sprach die Witwe, und sofort
    rief sie die Rettung schnell vor Ort.

    Doch jeh!, es sollte nicht mehr sein:
    Hinfort ist Hansens gutes Bein.
    Im Rollstuhl dann, vorm Traualtar,
    sprach er zur Witwe: „In Ewigkeit, ja.“

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