Wie ein Apotheker die Drohnenfotografie erfand

Apotheker sind ja sehr erfinderisch – wie ich schon im Artikel Wer hat’s erfunden? Ein Apotheker gezeigt habe. Aber habt ihr gewusst, dass auch die erste Drohnenfotografie von einem Apotheker stammt? Und zwar schon von 1907.

Glaubt ihr nicht? Dann schaut mal in dem Wikipedia-Artikel :-). Der Apotheker Julius Nebronner in der Nähe von Frankfurt benutzte wie sein Vater vorher schon Brieftauben um sich Rezepte liefern zu lassen – und offenbar auch zum ausliefern dringender Medikamente, solange sie leicht genug waren. Ob eines davon unterwegs verlorengegangen ist, ist unbekannt, aber als eine seiner Tauben 4 Wochen verschwunden war, überlegte er sich, wie er herausfinden könnte, wo sie gewesen ist. Zu diesem Zweck entwickelte er eine leichte Kamera, die der Taube angeschnallt werden konnte:

pidgeonfotograph

Die liess er dann nach anfänglichsen Schwierigkeiten (das Patentamt glaubte nicht, dass das funktionierte) auch patentieren. Durch Fotos liessen sie sich überzeugen … auf dem bekannten ersten Bild sieht man sogar die Flügelspitzen des Kameraträgers:

pdigeopfotography2

Im Zweiten Weltkrieg wurden die mobilen, kleinen Luftfotografen dann auch eingesetzt … aber leider schon bald von Fotographie aus dem Flugzeug abgelöst. Das hat der Erfinder, der 1932 starb schon nicht mehr mitbekommen.

Ganz fertig war aber noch nicht mit der Fotografie aus kleinen fliegenden Objekten heraus … noch um 1970 herum hat das CIA die Brieftauben-Methode gebraucht. Ich schätze heute wurden sie aber komplett durch Drohnen abgelöst.

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3 Antworten auf „Wie ein Apotheker die Drohnenfotografie erfand

  1. Wow! Das ist ja fantastisch!

    Der Vorteil von Tauben gegenüber Drohnen wäre ja immer noch, dass Tauben gar keine Signale abstrahlen. Kommuniziert die Drohne mit seiner Leitstelle, könnte man den Ort der Drohne triangulieren.

    Pharmama, ist denn auch überliefert, ob Julius Nebronner damit Medikamente ausgeliefert hat?

    Ob jemand diese Tauben eingefangen hatte?

    Oder ob die Tauben die Medikamente selbst verzehren?

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