Ist der Chef da?

Gastbeitrag von Leserin Sabi – besten Dank!

Folgendes Telefonat trug sich gestern bei uns zu:

Kundin: „Ist der Chef da?“

PA: „Nein, jedoch die Stellvertreterin.“

Kundin: „Dann geben Sie mir sie!“

…..

Apothekerin kommt ans Telefon..

…..

Apothekerin: „Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?“

Kundin: „Ich habe mir gestern die Hand verstaucht, kann ich morgen wandern gehen?“
(?!?!?!?!)

Apothekerin: „Ähmm.. jaaa…“

Das ist natürlich eine Frage, welche NUR ein Apotheker beantworten kann und….
macht sie eine Handstandwanderung?? ;-)


Ziemlich typisch. Da brauch sie jemanden, die die Verantwortung für sie übernimmt.
Erinnert mich an den hier.

8 Kommentare zu „Ist der Chef da?

  1. lach wieso soll es euch anders gehen als uns? Ich bin ja Meisterin, steht auf meinem Namensschild und die Urkunde hängt im Laden. Trotzdem gibt es Zeitgenossen, die kommen rein: Ist denn die Kollegin XY [meine ältere Meister-Kollegin] da? Ich: Tut mir leid, sie hat heute frei, kann ich Ihnen helfen? Kunde: hmm vielleicht könnten Sie das, der Bügel drückt mich so sehr……
    Ja nee, also daaafüüür bin ich nicht ausgebildet ironieoff
    wohlbemerkt spielt sich dieser Dialog unterhalb meines Meisterbriefes ab und ich trage Namensschild… :D

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  2. Hihihihihihihihihi. Eine Handstandwanderung. :)

    Fakt ist: Mit einem mehr oder weniger mild verstauchten Fuss kann man wandern. Wenn man stabile Schuhe besitzt (z.B. bessere Trekkingschuhe oder Bergschuhe). Und für die verstauchte Hand gibt es ja Stützverbände. Gibts für 2.50 im Coop. Oder etwas teurer in der Apo, wo man einer freundlichen Kundin auch erklärt, wie man ihn anwendet.

    Aber die Frage ist doch: Warum geht so grundlegendes pflegerisches/medizinisches Wissen verloren?

    Vor vielen Zeitaltern hatte mal meine Mutter mit Tonerde-Bädern (soll ja offenbar die Hornhaut aufweichen), Rasierklinge und Desinfektionsmittel ein Steinchen aus meiner Ferse operiert, und den Eiter abfliessen lassen.

    Heutige Mütter? Wir gehen da sofort zum Arzt!!! Lebensgefahr!

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    1. Na ja … man darf aber auch nicht vergessen, dass einige Mütter z.B. Mehl auf Brandwunden gestäubt, und ähnlich nette Sachen in ihrem Ach-wir-brauchen-keinen-Arzt-Verständnis gemacht haben. (Ich erinnere mich da an meine Eltern, die versucht haben mit einer Stecknadel eine Zecke aus meinem Hals zu pulen.)
      Ein wenig mehr geschulten Leuten zu vertrauen muss nicht in jedem Fall immer schlecht sein. ;-)

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  3. Ich weiß noch, wie ich als Medizinstudentin meinem Neffen mal eine Wunde desinfiziert habe. Mangels geeigneter Desinfektionsmittel nahm ich einfach mal den Vorlauf meiner Schwiegermutter. Alledings fand sie wohl, ich hätte ihn zu großzügig verwendet… „Mein schöner Vorlauf!…“ ;)

    Dass es um die Desinfektion einer heiklen Wunde ging, (rostiger Nagel in Kinderfuß) war ihr wohl nicht ganz so wichtig wie ihr wertvoller Vorlauf, den sie unbedingt zum Einreiben der Beine brauchte… ;)

    Dabei bewundere ich heute noch, wie der Kleine (damals 6 oder 7 Jahre alt) mich da großzügig die Wunde hat spülen lassen… ich war nämlich nicht zimperlich und habe jede Wundtasche aufgesucht… und dann noch der Alkohol im Vorlauf, was nicht wenig gebrannt haben muss…

    Hat aber wohl was gebracht. Die Wunde hat sich nicht infiziert. :)
    Der gute Vorlauf eben! :)

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    1. Wow! Den Vorlauf der Schnapsbrennung würde ich jetzt aber nicht unbedingt auf ne Wunde geben – gerade bei nem 6jährigen Kind. Und zum Einreiben auf dem gesamten Bein finde ich den nochmals um Längen ungeeigneter.

      Methanol wird unglaublich gut über die Haut resorbiert und ist ganz gut toxisch.

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  4. Zuerst habe ich beim Lesen ja nur den Kopf geschüttelt. Aber der Handstandlauf kam gut^^. Ich mag deine Schreibe! LG.

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  5. Die witzigste Reaktion erlebte ich vor langer Zeit in einem EDV Geschäft, als für ein Bildschirmkabel nach dem Chef verlangt wurde. Dieser sagte, dass dafür die Schnupperstiftin (CH: Bewerberin für Lehrstelle, oft im 8. Schuljahr) zuständig sei und zeigte auf ein Mädchen, das an einem PC bastelte.

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