Apotheken aus aller Welt, 487: Basankusu und Djolu, Demokratische Republik Kongo

Danke vielmals an Dany für diesen Einblick in Kongo’s Apotheken:

Hallo Pharmama, hier zwei Apotheken aus der DR Kongo. Und zwar ziemlich aus der Mitte – da gibt’s fast nur Dschungel.  Apotheke 1 ist in Basankusu. Das ist die Hauptstadt der Region Equateur. Die ökumenischen Partner dort waren ganz stolz, weil in der Apotheke ein „echter“ Apotheker arbeitete. Also hatte er vermutlich wenigstens eine gewisse medizinische Grundausbildung.

ApothekeBasankusu1

 

Das zweite Foto ist aus der Krankenhausapotheke in Djolu. Das ist auch eine Art Kreisstadt und die wenigen Medikamente müssen für rund 150.000 Menschen reichen. Wobei die meisten es sowieso nur ins Krankenhaus schaffen, wenn ihre Angehörigen sie zu Fuß oder auf dem Motorrad (oder auf dem Boot!) dorthin bringen. Das fotografierte Regal ist eines der am Besten gefüllten.  Was in reichlicher Menge in der Apotheke im Krankenhaus vorhanden war, waren Kondome (immerhin!). Und die üblichste Behandlungsmethode war offenbar Bluttransfusion. Alle Informationen und Bilder sind vom Juni 2007- also auch schon 7 Jahre alt…

ApothekeDjolu

 

… und nach so etwas fühle ich mich hier wieder glücklich und sehe, wie privilegiert wir doch sind.

12 Kommentare zu „Apotheken aus aller Welt, 487: Basankusu und Djolu, Demokratische Republik Kongo

  1. WOW! Viele meiner Kollegen sehen solche Apotheken live. :)

    Im sehr empfehlenswerten Film „Kinshasa Symphony“ ist einer der Musiker von Beruf eigentlich Automechaniker, aber nebenbei führt er auch eine Apotheke…

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    1. Absolut. Wenn für jede Packung Zuckerkugeln eine Packung richtiger Medikamente nach Afrika gehen würde – ich würde sofort welche kaufen.
      Aber leider interessiert es die Menschen nicht. Die sehen die hier gut gefüllten Regale in den Apotheken und wissen, dass sie nahezu alles, was sie medizinisch brauchen, bekommen und sehen das Elend nicht, dass an anderer Stelle herrscht. Erst recht nicht diejenigen, die homöopathische Mittelchen kaufen.

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      1. Ich finde es etwas grenzwertig, wenn als Reaktion auf die bedauernswerte (und politisch empörende) Situation der Gesundheitsversorgung in Afrika einfach Homöopathie-Bashing vernastaltet wird.
        Was wisst Ihr denn, welcher Apothekenkunde solidarisch mit Afrika handelt, oder nicht ? Habt Ihr eine Umfrage veranstaltet?

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  2. Wir sind nicht privilegiert. Keine höhere Macht hat gesagt „die da bekommen was, die anderen nicht“. Wir haben es uns erforscht und erarbeitet.

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      1. Ich hätte, wenn nicht, nur meinen Vorfahren und mir selbst vorzuwerfen, wenn mein Land ein Dritteweltland ist und bleibt.

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    1. genau – „erarbeitet“ = oft genug davon profitiert, dass in den Ärmeren Ländern andere für n Appel und n Ei Dinge machen, die wir als Westeuropäer nicht mit spitzen Fingern anfassen würden…
      Auf welchem Planeten lebst Du eigentlich?!?! Noch nie nix von Imperialismus und Kolonialismus und den Folgen gehört?!?! Dann darfst Du aber auch nicht von erforschen reden – dazu gehört Bildung – und zumindest einen Teil davon hast DU definitiv nicht.
      Pharmama, das ist nicht nur zynisch! Ich kann noch nicht mal in Worte fassen, was das für mich ist – am ehesten noch unmenschlich oder unterirdisch….
      Und dann noch behaupten, dass wir nicht priviligiert sind – äh bäh.

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      1. Na selbstverständlich hast du Recht. Wie konnte ich die ganzen Forschungskomplexe vergessen, bei denen auf afrikanischem Boden schlecht bezahlte Spitzenwissenschaftler an Impfstoffen, Wirkstoffen und Gentherapien forschen.

        Wie konnte ich nur die Unzahl an Hochkulturen vergessen, die durch beeindruckende Leistungen in Architektur, Wissenschaft, Kunst, Philosophie von sich Reden machten, bevor die Kolonialisten einfielen und die gesamte Infrastruktur wie Straßen, Städte, Krankenhäuser, Kanalisationen usw. zerstörten.

        Immerhin versuchen wir Unmenschen es wenigstens teilweise gutzumachen. Ein Tropfen auf den heißen Stein nur, aber unsere milliardenschweren Entwicklungshilfen, Benefizkonzerte und die Hilfsindustrie sorgen für blühende Landschaften allerorten. Die prosperierende Wirtschaft, der Frieden, die überall aus dem Boden schießenden Spitzenuniversitäten, Firmen von Weltrang zeigen es eindeutig. Langsam müssen wir uns sogar Sorgen machen. Die weltbekannte Innovationsfähigkeit Afrikas, die Weltmarktführerschaft in so zahlreichen Wirtschaftszweigen und Produkten lässt Europa wirklich alt aussehen.

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        1. Hier ist Dein Fisch für diesen Beitrag: >><
          und für Dein nächstes Leben würde ich Dir am liebsten wünschen in einem dieser (nicht so privilegierten) Länder geboren zu werden. Einfach so. Der besseren Einsicht halber, wie das Leben auch sein kann.

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