Nicht nur in der Apotheke

Beim einkaufen habe ich diese Unterhaltung zwischen Mutter und … ziemlich erwachsener Tochter mitbekommen. Die junge Frau war über 18, würde ich schätzen.

Mutter: „Dein Bauch macht weh? Das ist sicher weil Du Blähungen hast oder Deine Pille verträgt sich nicht mit Dir.“

Ja, ich geb’ zu, sowas lässt mich auch in meiner Freizeit aufhören. Im übrigen finde ich es lustig, dass nicht sie die Pille nicht verträgt, sondern die Pille sie nicht?

Tochter: halb flüsternd: „Mama!“

Mutter: „Oder vielleicht bist Du schwanger?“

Tochter (jetzt deutlich angepisst und lauter zischend): „Mama!“

Mutter: „Oder weil du zugenommen hast?“

Tochter: „Würdest Du jetzt Bitte aufhören?!

18 Kommentare zu „Nicht nur in der Apotheke

  1. Grund, der Mutter die Mutterschaft zu entziehen … so was brachte meine auch… *argh*
    Ihre Antwort wäre gewesen: „Was denn, hat doch niemand gehört!“ oder „Nie darf man zu dir was sagen, immer bist du gleich eingeschnappt!“

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  2. Oh nein! Leider habe ich so ein ähnliches Exemplar. Zum Glück meistens nicht so, dass man die Unterhaltungen mitbekommt. (hoffe ich doch)

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    1. Na, meine (wirklich liebe!) Mama hat es ja auch geschafft, mich noch mit etwa 30 Jahren beim gemeinsamen einkaufen quer durch’s Geschäft mit „Mäuschen!“ zu rufen …
      (Aber sie hat dann begriffen, dass das so nicht mehr geht).

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  3. Argh, bei ihren „Kindern“ vergessen manche Eltern offenbar jede Zurückhaltung, unabhängig vom Alter des Sprösslings. Da kann der Nachwuchs auch schon deutlich erwachsen sein.
    Einfach mal laut antworten „Hast Du denn noch genug Inkontinenzeinlagen zu Hause Mama? Und juckt der Aussschlag noch?“ und schauen ob sie es dann lernt.

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    1. … aber Du weisst, dass es auch da sehr „schmerzbefreite“ Leute gibt? Wenn das schiefgeht, hast Du eine ausführliche und öffentliche Diskussion über den hässlichen Ausschlag am .. woauchimmer :-)

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      1. Wobei die Offenheit bei solchen Diskussionen in der Apotheke massiv zunimmt, während im Supermarkt noch einigermassen Hemmung vorhanden ist.

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  4. Danke Pharmama die Geschichte rettet mir den Sonntag. Solche Exemplare kenne ich aber auch zur genüge, Gott sei dank ist meine Mutter zumindest in der Öffentlichkeit nicht so und zu Hause werden wir alle wohl immer die kleinen Bobbeles bleiben.

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    1. Na, Zuhause darf sie mich Mäuschen, Schätzchen, Lockenkopf (schon länger nicht mehr aktuell) und derartiges nennen. Nur bitte nicht in der Öffentlichkeit.

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      1. Ja zu Hause hab ich da auch überhaupt nichts dagegen. In der Öffentlichkeit ist das aber was ganz anderes.

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  5. Meine Tochter würde mich bei solchen Kommentaren gleich Entmuttern :-)
    Mein Jügster (19 Jahre alt, 1.92 gross) erlaubte mir offiziell an seinem 16. Geburtstag ihn weiterhin zu Hause Pfüdi zu nennen.
    Die Tochter ist meine Minniemaus, privat, wenn ich sie nach der Arbeit in der S- Bahn treffe eher nicht, sonst nennt sie mich laut Mammeli, das ist für mich das Unwort.
    Der Älteste hatte und hat keinen Kosenamen, keine Ahnung warum.

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  6. Ich diskutiere in Supermärkten auch nichts anderes. Im Whirlepool bespreche ich Flatulens, und in der Sauna eiternde Wunden. Im Restaurant ist dann E.Coli und Norovirus Thema, und in der Kirche lasse ich mich lautstark über verkeimtes Taufbeckenwasser aus… Ne ne ne…

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  7. „Dein Bauch macht weh?“ Vermutung:“Weil du zugenommen hast?“

    Da Gewichtszunahme nun ja in keinerlei Zusammenhang mit Bauchschmerzen steht, war das doch wohl eine öffentliche Kritik an der – in den Augen der Mutter – zu fett werdenden Tochter, oder? Das ist nichts schusselig-peinliches-aber-lieb-gemeintes mehr, wie in dem Fall wenn man las erwachsener Mensch in der Öffentlichkeit mit Kosenamen belegt wird, dass ist einfach nur mies.

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  8. Es gibt viele Menschen, die absolut keine Hemmungen haben. Fotos der letzten Darmspiegelung kann man prima während einer Grillparty zeigen….. selbst erlebt, seufz.

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