Ohrschau

Am Morgen lese ich noch, dass es neu offenbar Kurse gibt in Otoskopie für die Apotheke – also die Untersuchung des äusseren Gehörgangs mit einem Otoskop … das ist das Ding, mit dem auch der Arzt in die Ohren schaut.

Ich bin noch am überlegen, ob das wirklich etwas ist, dass ich brauchen kann – ich meine: wie oft muss ich schon einem Patienten in die Ohren schauen? Die meisten Ohrentzündungen lassen sich (meiner Meinung nach) auch ohne das erkennen … und für mehr muss ich den Patient sowieso zum Arzt schicken.

Dann fragt mich praktisch die zweite Kundin an dem Tag, ob ich ihr helfen kann:

„Ich denke, ich habe noch ein Teil vom Wattestäbchen im Ohr.“

Sie zeigt mir den Rest des Wattestäbchens – ja, ich denke auch da fehlt ein Stück Watte.

Ein Blick mit einer Taschenlampe ins Ohr (Ja, Jetzt könnte ich das Otoskop tatsächlich mal brauchen) zeigt auch wirklich ganz hinten halb um die Ecke etwas weisses.

Allerdings so weit hinten, dass ich mich nicht getraue, das mit einer Pinzette herauszuholen.

Also schicke ich sie dafür zum Arzt, denn ich glaube auch mit spülen bekommt sie das nicht selber raus.

 

Ihr habt das bestimmt schon einmal gehört: Wattestäbchen gehören nicht in die Ohren. Das gibt immer wieder mal Verletzungen. Das Ohr reinigt sich innen selber und zuviel Ohrenschmalz schiebt man mit den Wattestäbchen eher noch zusammen, als das man das rausbekommt.

Und dann gibt es auch noch die Spezialisten, die es schaffen, sich das Wattestäbchen praktisch ins Trommelfell zu rammen – zum Beispiel wenn die Badezimmertür plötzlich aufgeht, weil der Partner reinkommt … Autsch.

Auch da nützt mir in der Apotheke ein Otoskop nicht wirklich viel.

20 Antworten auf „Ohrschau

  1. wie sähe das ganze bei hörgeräteträgern aus? dort ist schließlich der gehörgang durch das ohrpassstück verschlossen, was der selbstreinigung entgegensteht.

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    1. als Hörgeräteträger sollte man sowieso alle 3 Monate (je nach Schmalzproduktion) zur Ohrreinigung beim Ohrenarzt…..DAS sagt einem der Ohrenarzt (bei dem man sich das Hörgerät verordnen lassen sollte) und der Hörgeräteakustiker auch noch

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      1. das ist mir seit 20 jahren nicht ein einziges mal zu ohren gekommen. und ich bin weiß gott oft genug bei verschiedenen ärzten, akustikern und krankenhäusern gewesen…

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      2. Ich darf auch mindestens einmal im Jahr hin ;) Aber alle 3 Monate??? So
        oft habe ich nun echt keine Lust, mir da den Tag zu vertreiben, erinnert
        mich irgendwiean die Zahnärztin, die meinte, wir sehen uns in 3 Monaten zur Kontrolle?!?!?

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  2. Oder die armen Leute mit einer Radikalhöhle. Gut die müssen eh alle 2-3 Monate zum HNO aber zwischendurch hilft es dann doch.

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  3. Das ist doch nur ein Trick des Otoskopherstellers. Wirst sehen, da steht jetzt jeden Tag jemand mit Watte, Erbsen oder grünen Männchen im Ohr bis du dir so ein Ding kaufst :P

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  4. Hallo Pharmama. Das mit den Wattestäbchen hat man schon oft gehört. Aber gerade bei Kindern sind die Ohren manchmal wirklich extrem dreckig, so dass es wirklich nicht schön aussieht. Was dann?

    Übrigens solltest du dir mal – ich glaub es war die letzte Folge der ersten Saison“ – die Serie „Girls“ anschaun. ICh glaube, die Protagonistin hatte dort das Trommelfell erwischt. Autsch.

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    1. Also die Ohrmuschel aussen darfst Du reinigen – aber in den Gehörgang gehört laut Arzt nicht, was kleiner ist als Dein Daumen (und da *der* nicht reingeht …)

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  5. Ich oute mich jetzt mal. Ich bohre mit Wattestäbchen immer wieder hingebungsvoll in meinen Ohren. Gewöhnlicher Weise nach dem (heiß) Duschen, wenn via extrem hoher Duschluft-Feuchigkeit im Gehörgang alles „angeweicht“ ist. Dann „kratzt“ das Wattestäbchen auch nicht so.
    .
    Ich habe einen Knick im Gehörgang [1], mein Trommelfell ist nicht einsichtig. (Hier ein netter Gruß an die Ohrthermometer, die bei mir nicht funktionieren.) Sammelt sich an diesem Knick Schmuddel, verstopft der Gehörgang und ich höre auf fraglicher Seite nur noch Bässe – und renne dann rum wie „angeschlagen“, weil sich das „schiefe Hörempfinden“ auf mein Gleichgewicht auswirkt. Für die „gewöhnlichen“ Ohrenschmalz-Krümel reicht mir das Wattestäbchen. Wird es extremer, nehme ich ne Lösung zum „Anweichen“ und einen Ohrenspülball samt lauwarm Wasser. Das Spray zum Ohren reinigen habe ich noch nicht ausprobiert.
    .
    Kleine Anmerkung am Rande: Nie, wirklich NIE mit Seife in den Gehörgang. Das ebnet den Weg für eine nette bakterielle Infektion, die wirklich schmerzhaft ist, und sich nur mit antibakteriellen (verschreibungspflichtigen) Ohrentropfen behandeln läßt…
    —————
    [1] Vielleicht sind ja da meine Gedanken geknickt, auf dem Weg durch den geknickten Gehörgang ins Gehirn… ;-)

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    1. Lauwarm Wasser ist wichtig. Irgendwo habe ich mal gehört, dass sich mit kaltem Wasser einseitig eingespritzt wunderbar das Übelkeitszentrum anregen lässt …

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  6. Wenn es aber juckt und krabbelt? Ja ich weiß, „waschen“, kribbelt trotzdem manchmal und dann ist so ein Stäbchen eine Erlösung.

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  7. Sag mal, wo lasse ich denn die Ohren am besten spülen? Würdest du zum Hausarzt gehen, zum Ohrenarzt, oder darf ich Pharmama behelligen? *g*

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    1. Spülen machen manche Hausärzte (bei uns nicht mehr alle, die schicken zum Ohrenarzt)….der Ohrenarzt reinigt gewöhnlich mit einer speziellen Zange

      http://rainer-medizintechnik.d

      oder mit einer speziellen Pinzette.
      (Darf ich das jetzt verlinken???) Wenn nein, und der Link wird rausgeworfen, bitte nach HNO-Zange googeln)

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        1. wie die meisten medizinischen Instrumente aus Stahl, oder? ;)
          Ich sehe die Dinger täglich, reinige sie,räume sie ein…daher stört mich der Anblick auch nicht.
          Aber ich kanns nachvollziehen…so ein Gyn.spekulum ist recht unspektakulär…eigentlich-aber schon beim Anschauen fühl ich mich unwohl *g*

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  8. Ich hatte als Kind überdurchschnittlich viel Mittelohrentzündungen, habe kaputte Trommelfelle, wurde auch schon operiert…und man hat mir als Kind immer eingeschärft „kein Wasser in die Ohren bekommen !“ Aber der Kinderarzt spülte…mit EISkaltem Wasser ! Hab ich damals nicht verstanden, verstehe ich heute nicht (meine Mutter auch nicht). Wattestäbchen benutze ich, weil der selbstreinigungsmechanismus bei meinen Ohren nicht mehr funktioniert. „Normalerweise“ soll man das nicht, klar ! (Ich muß so oder so jedes halbe Jahr zum HNO-Arzt, der „zangt“ dann den Rest raus)

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