ausgleichende Nebenwirkungen?

Ein Kundin bekommt 2 Arten Metformin – also dieselbe Dosierung – sagen wir 1000mg, aber von 2 verschiedenen Firmen. Einmal von Sandoz und einmal von Mepha. Das fällt mir auf, weil wir im Normalfall versuchen, das gleiche zu geben, was sie vorher hatte. – Kontinuität ist auch gut für die Compliance – also die Einnahmetreue.

Ich spreche sie darauf an.

Sagt sie: „Ja, das ist Absicht. Das eine macht mir Durchfall, das andere macht mir Verstopfung. Wenn ich sie abwechselnd nehme, dann geht das aber bestens.“

Hmmm.

13 Kommentare zu „ausgleichende Nebenwirkungen?

  1. Wenn Sie das glaubt, soll das so bleiben. Bloss die elendig langen Diskussionen vermeiden, an deren Ende eine bockige verlustig gegangene Kundin steht.
    Eine theoretische Möglichkeit, dass sie doch Recht hat, liegt natürlich in der Zusammensetzung der Hilfsstoffe. Die sind leider über Google nicht einfach herausfindbar für Metformin Mepha (Sandoz habe ich daraufhin nicht gesucht).

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      1. Habt ihr keine Auflistungen in eurer Software hinterlegt? In Deutschland sind die Hilfstoffe jederzeit einsehbar. Mir ist es jedenfalls noch nicht untergekommen, dass ich da Schwierigkeiten gehabt hätte.

        Sind doch auch in der roten Liste aufgeführt, sofern da das Präparat auch wirklich drin ist oder gibt es in der Schweiz da kein pendant zu?

        Wie findet ihr denn dann so ohne weiteres mal raus, was zum Beispiel Lactosefrei ist (sofern benötigt) oder ähnliches?

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        1. Nein, die Hilfsstoffe sind tatsächlich nicht so einfach einsichtlich. Im Kompendium (unserem Arzneimittelbuch) sind sie genauso wenig drin wie im Computersystem. Es gibt inzwischen Firmen, die sie auch angeben – aber leider ist das offenbar nicht vorgeschrieben, Wie finde ich heraus, ob etwas lactosefrei ist? Indem ich dem Hersteller anrufe. So blöd wie das ist. Und dann hinterlege ich es im System.
          So habe ich z.Bsp. herausgefunden, dass Hygroton 50 lactosefrei ist – aber Hygroton 25 nicht …

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  2. Das kann durchaus möglich sein. Ich bekomme ebenfalls das Metformin, und je nach Hersteller bekomme ich Durchfall oder Übelkeit oder gar nichts. Muss also nicht zwingend Einbildung sein bei der Kundin.

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  3. Ich nehme auch Metformin – und einen Wechsel des Herstellers (nicht der Dosierung!) habe ich bisher jedes Mal mit Nebenwirkungen (Durchfall, Krämpfe) bezahlt.

    Mir ist das auch ein Rätsel, sonst ist mir wirklich wurscht, was auf der Schachtel steht. Allerdings ist das Phänomen unter Metformin-Patienten durchaus bekannt und Laktose scheint dabei keine Rolle zu spielen.

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    1. Das spricht eigentlich auch dafür, nach Möglichkeit mal bei einem zu bleiben, wenn man weiss, das geht.
      Aber dann gibt es natürlich die Rabattverträge für Deutschland …

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  4. Aus dem Grund lasse ich beim Arzt immer „aut idem“ ankreuzen, denn ich vertrage neben Lactose auch keine Medis, die Macrogol als Hilfsstoff haben. Leider hats lange gedauert bis ich das heraus gefunden habe.
    Dem Gatten habe ich kürzlich erst eine aktuelle Liste gegeben mit dem Medikamenten die ich nehme, damit er das weitergeben kann, falls mir mal was passiert. Die Nebenbemerkungen zu den Hilfsstoffen sind länger als die Medikamentenliste selber. -.-

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      1. @Wolf: Bestimmte Macrogole benutzt man unter anderem „Gleitmittel“ beim Tabletten pressen – das dienst dazu, dass die Tabletten beim Auswerfen nicht an den Tablettenstempeln kleben bleiben und horizontal in zwei Teile zerbrechen („deckeln“). Außerdem hat das Macrogol durch seine Quelleigenschaften die Fähigkeit, die Tablette „aufzubrechen“, wenn sie feucht wird. Damit kann man beeinflussen, wie schnell sich die Tablette auflöst. Und das ist wichtig, um die Zulassung zu bekommen…

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