Apotheken-Roboter

Wenn ich das höre, muss ich immer an so etwas denken:

pharmacyrobot

Tatsächlich handelt es sich dabei um so etwas:

640px-Rowa_Roboter

Angeblich Platzsparend und Praktisch. Tatsächlich kenne ich aber schon 2 Apotheken, die einmal Roboter hatten und wieder davon abgekommen sind. Wenn ihr das kennt: wie sind denn Eure Erfahrungen damit?

Quelle oberes Bild. unteres Bild: commons Wikipedia

24 Kommentare zu „Apotheken-Roboter

  1. In meiner alten Apotheke hatten wir so einen ROWA auch. Der lief eigentlich sehr stabil, jedoch hat er gerne mal mitten auf dem Weg das Medikament stehen lassen. d.h. wir mussten die Deckenverkleidung der Apotheke abmontieren und das meist halbzerstörte Medikament rausfischen. Außerdem hat man als Angestellter viel weniger Bewegung und Beratungsgespräche enden auch mal auf eine längere Schweigeminute, da der ROWA bei Hochbetrieb sehr lange braucht.
    In meiner jetztigen Apotheke hatten wir auch einen, aber wahrscheinlich Montagsware. Ständig fiel er aus, konnte Medikamente nicht greifen oder zerstörte sie weil die Mechanik nicht richtig eingestellt war und zu feste zupackte. Wir haben Ihn dann wieder durch die guten alten Schubladen ersetzt.
    Ich persönlich arbeite auch lieber mit Schubladen, da ich mir auf dem Weg zu den Schubladen gerne noch mal die wichtigsten Beratungspunkte in den Kopf rufe und dann gut informiert zum Kunden zurückkehre :)

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  2. Als Apotheker aus Wien, der schon seit längerem deinen Blog total begeistert verfolgt, kann mich nur sehr positiv über kommissionierautomaten („roboter“) äußern, einerseits wegen der vorteile für die lagerhaltung (lager kann breiter werden) und andererseits wegen der kundennähe: statt das rezept zu nehmen und dem kunden den rücken zu zeigen, um dann minuten später mit den händen voll packerln wiederzukommen, bleibt man ihm und kann gleich in das beratungsgespräch einsteigen.

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    1. Über „breite“ Lager brauchen wir uns in Deutschland nicht zu beschweren. Ständig wechselnden Rabattverträgen und daraus resultierenden Lieferengppässen sei es gedankt….

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  3. Als Kunde ist es ziemlich blöde, wenn die Technik komplett ausfällt und du, weil du dringende Medikamente benötigst, genötigt bist, eine andere als deine Stammapotheke aufzusuchen.

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  4. Wie ausfallsicher ist das System denn?
    Kenne solche Kommisonieranlagen, sehe die verschiedensten Verpakungsgrößen als Herausforderung an.

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  5. Die nächstgelegene Apotheke hat sowas seit recht kurzer Zeit auch ebenso wie ihre Schwesterapotheke. Ich weiß aber nicht wie freiwillig das ist weil sie seit 2 Jahren oder so einer großen Kette angehören.
    Spannend finde ich so einen Roboter nur, wenn man auf einem Monitor sehen kann, was das Ding treibt. Das verkürzt auch die Wartezeit bis das Ding die Schachtel ausgespuckt hat.

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  6. Jemand will Pharmama Oxycodon, Ketamin und andere lustige Dinge auf Vorbezug bekommen.

    Pharmama: „The Roboter says… NOOOOOOOO.“

    Dann watschelt Pharmama nach hinten und gibt dem Roboter einen Tritt, weil er schon wieder ausgefallen ist.

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  7. wir haben einen ROWA in der Apotheke. nach einiger zeit einarbeiten lieben wir ihn alle. klar gibt es ab und zu ausfälle doch diese sind eher selten und meist sofort behoben. es passieren viel weniger fehler (falsche stärke…), es geht viel schneller als wenn wir immer zu den schubladen laufen müssten und das gewünschte suchen müssen und man bleibt die ganze zeit in der nähe des kunden. sie finden es sehr amüsant wenn plötzlich ihr medikament herunter purzelt.

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  8. Ich bin von unserem ROWA überzeugt, die Vorteile überwiegen einfach.
    Ich kann mich voll und ganz auf meine Kunden konzentrieren und auf meine Beratung, während unser Maschinchen die Medikamente holt. Es geht (meist) sehr schnell und es passieren tatsächlich weniger Fehler.
    Es geschieht öfter, dass die Kunden enttäuscht sind, wenn ihre gewünschten Sachen in der Sichtwahl stehen und so der ROWA nicht bewegt wird. Man kann nämlich bei uns an einer Stelle reinschaun.
    Wir sind übrigens die Einzigen in unserer Stadt, die einen ROWA haben. Anscheinend schreckt der hohe Anschaffungspreis viele ab…
    LG Katja

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  9. Ein dramatischer Vorteil eines Kommissionierautomatens ist, dass er eben nicht in der (miettechnisch teuren) „Kundenzugangs-Etage“ stehen muss, sondern auch ein Stockwerk höher oder tiefer stehen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass es gerade bei mehreren Medikamenten relativ schnell geht. Drittens kommt für Deutschland hinzu, dass man sich eben nicht 1000 Rabattartikel zum substituieren merken muss, sondern das ausgwählte Rabattarzneimittel direkt anwählen kann und dann abwartet.

    Nachteile sind einerseits neben den hohen Anschaffungskosten auch die (relativ hohen) Wartungskosten, die man betriiebswirtschaftlich nicht vergessen sollte. Außerdem neigen die Kommissionierer genau dann zum Ausfallen, wenn der Andrang am größten ist – gemäß Murphys Gesetz. Meine Erfahrungen beziehen sich allerdings nicht auf einen Rowa, sondern auf einen MoveTec.

    Prinzipiell gilt aber: Ohne Strom läuft heutzutage nichts mehr in der Apotheke, ob mit Kommissionierer oder ohne. Ohne Zugriff auf die AM-Datenbank brauche ich bei Kassenrezepten nicht mehr antreten. Die (rein rechnerisch) in der zwischenzeiit fast 2 Millionen Einzelrabattverträge, die z.T. auch noch alle 14 Tage wechseln, habe ich tatsächlich nicht im Kopf…

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  10. Ich mag die Dinger nicht besonders… mir fehlen die Schubladen, wenn man mit so einem Ding arbeitet: Wir haben in den Schubladen nämlich nicht nur die Packungen, sondern auch Infomaterial/Anwendungshilfen/Muster bei den entsprechenden Produkten in den Schubladen, damit man gleich alles griffbereit hat.

    Ich persönlich habe nie längere Zeit (nur als Aushilfe) mit so einem Ding Kontakt gehabt, aber meine Mutter hatte das Vergnügen in „ihrem“ Betrieb für die Wartung der Computer und des ROWA verantwortlich zu sein. Vielleicht hatten die ja ein Montagsmodell, aber da war immer etwas kaputt und die Leute mussten lange warten, bis er wieder neu aufgestartet war. Manchmal fiel er ganz aus, und dann ging das grosse Suchen los, wenn man ein Medikament notfallmässig manuell aus dem Ding holen musste; bei 10’000 Artikeln oft eine unlösbare Aufgabe!
    Die Vorteile so eines Systemes sehe ich vorallem, wenn man auf der Verkaufsfläche wenig Platz hat oder die Miete sehr teuer ist. Und natürlich kann man mit entsprechenden Fenstern oder einer Medikamenten-Rutsche das Ganze für den Kunden lustiger gestalten.
    Ich persönlich nutze die Zeit, wenn ich die Produkte hole, sowieso aus, indem ich mir die wichtigsten Punkte nochmals durch den Kopf gehen lasse, damit ich nichts vergesse. Selten bei ganz speziellen Kunden brauche ich den Abstand auch dringend… ;-)
    Und dann ist da noch meine Fähigkeit, Namen (zB von Produken) gerne zu vergessen… Aber ich weiss immer genau(!) in welcher Schublade der Artikel zu finden ist… Auch in einem neuen Geschäft oder nach einem Umbau – weiss ich sehr schnell auswendig, in welcher Schublade der gesuchte Artikel ist. Ich benutze das Alphabet aussen an den Schubladen nur in wenigen Ausnahmefällen…

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  11. Ich möchte unseren Komissionierautomaten nicht mehr missen. Läuft seit fünf Jahren stabil

    Vor allem die Lagerhaltung und Lageroptimierung wird wesentlich einfacher (z.B. Verfallskontrolle).

    Was für mich jedoch der positivste Punkt ist, ich muss nicht den Kunden stehen lassen, um nach hinten zu den Schubladen zu verschwinden um mich dann abzumühen, sechs oder sieben Packungen irgendwie heil zurück an den HV-Tisch zu bringen, sondern kann in Ruhe, während der Automat für mich fährt, dem Kunden jedes einzelne Medikament erklären. Zeitersparnis ist also riesig.

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  12. das obere Bild passt aber üüüüberhaupt nicht:
    wo ist da der weisse Kittel? ;-)
    Liebe Grüße in die Eidgenossenschaft
    Hajo

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  13. So ein Roboter ist in meiner Lieblingsapotheke neuerdings auch. Das Ding ist ja ganz praktisch und fix, aber leider sehr laut. Es ist unangenehm, wenn man mit der PTA oder der Apothekerin noch was bespricht und im Hintergrund immer so ein Geräusch wie bei einer Dampfmaschine ist (zisch – der Roboter hat was geholt – zischzisch- Roboter fährt zurück – zisch – Roboter holt was….). Extrem nervig!

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  14. Bei uns am Kreiskrankenhaus wurde vor einiger Zeit ein neues Gesundheitszentrum gebaut inklusive diverser Arztpraxen und eben auch moderner Apotheke. Ich muss gestehen, obwohl die Mitarbeiterleins dort alle sehr nett sind und ich in letzter Zeit auch oft im Zentrum bin und meine Medikamente auch dort holen könnte bleibe ich meiner gfuten alten Schubladenapotheke treu. Mir ist die neue zu „steril“.

    Ich möchte betonen, daß das ein rein subjektives Empfinden meinerseits ist (und ich bin mit knapp 40 weder besonders alt noch generell Neuerungen gegenüber verschlossen). Die „neue“ Apotheke ist sauber, das Personal gut geschult und freundlich, sie arbeiten schnell und zuverlässig und beraten nicht mehr und nicht weniger als die Mitarbeiter der meisten anderen mir bekannten Apotheken auch (= ohne konkrete Nachfragen gar nicht). Ich mag es einfach, wenn Apotheker oder PTA auf mein Rezept schaut, offenbar weiß, was gemeint ist, zur richtigen Schublade läuft und mir dann mein Medikament heraussucht und mich stört es nicht, da kurz drauf zu warten. Ich mag es, wenn ich sehe, daß die Medikamente dort ordentlich einsortiert und nach meinem Ermessen gut gelagert sind. Ich mag es nicht, wenn mein Medikament nach Knopfdruck aus der Wand gepurzelt kommt und hinter der Wand quasi alles sein könnte, von umhereilenden Zwangsarbeitern bis zu oben gezeigtem Roboter )jaaa, ich habe zuviel Phantasie *gg*). Und das, obwohl ich mir sehr sicher bin daß sich hinter der besagten Wand nur ein sauberes Lager mit einem feinen Apothekenroboter befindet.

    Ich mag es also nicht und meide diese Apotheke. Als ich neulich im Notdienst dort war und es mal etwas länger dauerte (weil der Roboter Husten hatte oder so) habe ich mich mit dem Apotheker über das Teil unterhalten und er ist überzeugt und begeistert, obwohl er vorher fast 30 Jahre ohne ausgekommen ist. Er meinte aber ganz klar, daß er sich das derzeit in dieser Gegend an einem anderen Standort als in diesem hochmodernen Gesundheitszentrum mit enorm viel Laufkundschaft nur schwer vorstellen könnte, weil die Akzeptanz bei der Kundschaft tatsächlich sehr gemischt sei.

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  15. Ich wollte mir in der Innenstadt schnell eine Packung Nachschub an Cetirizin kaufen – weil die Mitarbeiter Stress mit dem Roboter hatten, musste ich einige Minuten warten. Da wäre jeder normale Gang zum Regal schneller gewesen.

    Dafür hatten sie aber eine ziemlich hohe Medikamentenrutsche (oder Spirale, wenn das so heisst), das sah dann wenigstehs lustig aus.

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