Ich habe die Packungsbeilage gelesen …

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Okay, das hatte ich so noch nicht, aber zumindest eine Frau hat mich einmal gefragt, ob das Mittel überhaupt wirkt. Sie merke gar nichts, weder Wirkung noch irgendwelche Nebenwirkung. Gut, bei einem Cholesterinsenker erwarte ich auch nicht, dass man selber etwas „spürt“ – da ist die Wirkung höchstens im Blut messbar und zeigt sich (hoffentlich) darin, dass sie keinen Herzinfarkt bekommt – also eigentlich ist das Nicht-spüren ja gut :-)

Was ich gestern dagegen hatte war: „Ich habe die Packungsbeilage gelesen und diese Augentropfen haben zu viele Nebenwirkungen. Ich will sie doch nicht.“

„Sie wissen aber, das das Tropfen sind gegen zu hohen Augeninnendruck? Im schlimmsten Fall kann das unbehandelt zu Erblindung führen.“

„Aber diese Tropfen will ich nicht nehmen!“

„In dem Fall würde ich vorschlagen, dass sie den Arzt nach einer Alternative fragen.“

(Nicht, dass ich denke, dass bei anderen weniger drinsteht bei den Nebenwirkungen …..)

36 Kommentare zu „Ich habe die Packungsbeilage gelesen …

  1. Irgend ein Inscheniör baut aus CMOS-Sensoren und jede Menge Kabel gerne eine künstliche Netzhaut…

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    1. Vielleicht irgendwann mal, aber bis das so weit ist …
      ausserdem: ich glaube nicht dass das je so gut sein wird, wie das Original (sage ich – mit Brille).

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      1. Ein Mann aus New York hat so eine künstliche Augennetzhaut. Schlechte Auflösung und nur Schwarz-Weiss…

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      1. Von „Huuust-huust-hust!“ bis zu „Shit, was ist da drin?“ habe ich alles erlebt. Bei nur vier Joints in meinem ganzen Leben.

        Eben, ich rauch es auch nicht mehr. Das Gefühl zu haben, im Kopf befänden sich fünf Kilo nasse Watte den restlichen Tag lang… :-/

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  2. Jaja, sich über Nebenwirkungen von Augentropfen beschweren, aber vor die Haustür gehen!
    Man hätte eine Sonnenallergie bekommen können, von einem Auto überfahren werden, sich mit der Grippe angesteckt, auf einer Bananenschale ausrutschen und sich alle Rippen brechen können!

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    1. Es könnte einem auch ein Meteorit oder ein Flugzeug auf’s Haus fallen. Manche Nebenwirkungen, die angegeben werden scheinen auch kaum häufiger zu sein als das.

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  3. Ich wäre ja dafür wenn es zusätzlich ein paar Packungen gibt mit einer „light“ Beschreibung, wo fast keine Nebenwirkungen drinstehen oder nur ganz, ganz leichte.
    Meine Oma wie auch meine Mutter nehmen Medikamente nicht wegen den Nebenwirkungen. Egal was der Arzt sagt, was der Apotheker sagt, selbst wenn die Medikamente schon für Kinder ab 6 zugelassen sind… Sie nehmen sie nicht.
    Weil, es könnte doch. Und dann trifft es garantiert sie. Und außerdem können Medikamente mit sovielen Nebenwirkungen garnicht gut sein.

    *seufz* Die beiden treiben mich in den Wahnsinn mit ihrer Medikamentenphobie!

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    1. Ich kenn da ne alte Frau, sie hat sehr oft Gelenkschmerzen. Aber nicht mal ein „Kontraschmerz“ verträgt sie. „Nur pflanzliches“, sagt sie da immer.

      Ich muss ihr mal eines der nicht-synthetischen Opioide empfehlen.

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        1. „Opiumtinktur, eingestellte; Hersteller Caelo; 250g; PZN 00517335“ von einem meiner Großhändler sofort lieferbar. *kicher* Muss manm aber passend eingangs-untersuchen und dann gemäß Verordnung als Rezeptur abfüllen. Gemäß (deutscher) BtMVV sind innerhalb eines Monats von einem Arzt ohne besondere Vermerke 40.000mg (also 40g) für einen Patienten rezeptierbar…

          Macht man aber wieder mal (rein ökonomisch) Minus, weil man die gesamte Charge mit ziemlicher Sicherheit nicht los wird, und den Rest mal wieder auf eigene Kosten (und mit Protokoll unter 2 Zeugen) vernichten muss…

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          1. Auf eigene Kosten muss es vernichtet werden?

            Das heisst, ihr verkauft es nicht unter dem Ladentisch, sondern verkostet es auf Kosten eurer eigenen Gesundheit?

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            1. „Verkosten“ ist gut. Man muss es unter zwei Zeugen, die dafür unterschreiben müssen, in einen Zustand versetzen, in dem die Rückgewinnung der BtM-Substanz äußerst schwierig ist. Dann muss man es mit dem Arzneimittelabfällen entsorgen. (Die Verdünnung im Klo zu Unendlich ist aber ausdrücklich verboten – das Krokodil könnte high werden!) :-D

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          2. … und was ist mit Pflanzen giessen? Zurück zu den Wurzeln sozusagen?
            (Bei uns kann man das Zeug an die Gesundheitsämter zurückgeben – auch mit Zeugen / Belegen natürlich).

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          1. Kannst Du auch bestellen, sofern Du das passende Rezept hast. Kann die Apotheke auch bestellen, bis sie dumm und dämlich ist. Die Frage ist nur: Bekommt die Apotheke das auch rangeliefert? Was mein Großhändler mir nicht verkauft, kann ich auch nicht weiterverkaufen. Ist wie mit Jodoformether oder Batterien für uralte Blutzuckermessgeräte… (Oder die Handschutzcreme auf Silikonbasis, von der mit eine Krankenschester schor, die sei besser als jeder Gummihandschuh. Produktion eingestellt. Nicht mehr lieferbar.)

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          2. Sehr schade, nicht lieferbar, blöd. Marktwirtschaft doof. Alles ist doof.

            Vor einigen Monaten las ich über die Firma WELEDA, die jede Menge natürliche Substanzen auf Vorrat haben. Da haben sie Produkte, die haben 2000 Franken Jahresumsatz… da hat der Lieferant von Tinctura opii wohl ähnliche Probleme.

            Aber ich würde es wirklich gerne mal probieren, Opiumtinktur. Nur in wönziges Tröpfchen…

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          3. Turtle, was erhoffst Du Dir davon? Ein Geschmackserlebnis? (Alkaloide sind meistens bitter.) Eine pharmakologische Wirkung? (Wirst wohl eher Verstopfung bekommen als einen Flash. Willst Du Dir das simulieren, löse eine Loperamid-Tablette in 1/4 Glas Wasser auf… ;-)

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          4. Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt

            glücklich die Seele, die rechtzeitig übt.

            Geht mir weder um den Genuss der Verstopfung noch um jenen des Flashs. Sondern nur ein Interesse daran, wie das Zeug wirkt.

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          5. Wirkung -> Verstopfung. Mehr passiert tatsächlich erst einmal nicht. (In älteren Arzneibüchern ist es DAS Mittel gegen Durchfall.) Nichts, was ich freiwillig ausprobieren möchte. ;-) Morphin als Leitwirkstoff des Opiums wurde schon 1804 isoliert, und schon weit vor 1900 als Reinsubstanz nach Auflösen zur Injektion benutzt.

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  4. Ich lese seit einigen Monaten auch immer die Packungsanleitungen gründlich durch (habe ich früher nie getan) und achte auch auf die Nebenwirkungen. Aber nicht, um das Medikament danach abzulehnen (bei mir sind es Tabletten gegen Kopfschmerzen [nicht Aspirin/Ipuprofen, weil ich das nicht vertrage]) sondern um zu wissen, was eventuell von dem Medikament kommt um ggf. darauf reagieren zu können.
    Leute, die Mittel ablehnen, weil in 1 von 10.000 Fällen Nebenwirkungen auftreten, halte ich aber für – wie soll ich es sagen – hyperängstlich. Man sollte darüber nachdenken, was einem lieber ist: Gesundes Augenlicht oder ein großflächiger Juckreiz, der sich behandeln lässt. Mir wäre das Augenlicht lieber.

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    1. Das ist genau das. Es ist immer eine Nutzen-Risiko Abschätzung (für die medizinisch bewanderten) und eine Sache der Priorität (für medizinische Laien).

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    1. Vielleicht sollte ich das bei meiner Schwiegermutter auch tun.. Sie hat vom Arzt einen Blutdrucksenker verschrieben bekommen – 1 Tabl./Tag. Aber weil das ja soooooooooo viele Nebenwirkungen hat, hat sie die Dosis eigenmächtig auf ne viertel Tabl. runtergebrochen. Reicht ja. Nur das der Blutdruck trotzdem fern des optimalen Bereiches ist, aber das stört ja nicht.Tut ja nicht weh.Mal ganz abgesehen davon, dass ich gar nicht weiß, ob diese Tabletten geteilt werden können. *Tischkante zum Reinbeißen such*
      Und Arzt und Apotheker haben ja auch naturgemäß k e i n e Ahnung von der Materie *ironieoff*

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      1. Ich glaube, wenn sie nur ein Viertel von der Tablette nimmt, dann könnte sie wohl genausogut auch gar nichts nehmen, weil das dann weit unter der Wirkgrenze sein kann.
        Und grad hoher Blutdruck ist tückisch weil man selber fast nichts spürt, selbst wenn er wirklich hoch ist. Aber die Gefässe gehen trotzdem kaputt.

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        1. wem sagst du das.. Aber alles Räsonieren bringt nix. Leider. Rausgefunden hab ichs ja nur durch Zufall: Sie hat ihre Blutdruckwerte alle notiert und ich hab den Zettel gefunden. Und daraufhin angesprochen. Naja die Quintessenz der Reaktion war. muss ich halt mal ne halbe nehmen. *Kopf–>Tischplatte* An dem Punkt hab ich mir auf die Zunge gebissen.

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          1. Da kann es je nach Mittel möglich sein, zweimal täglich halbe Dosis zu nehmen, die Nebenwirkungen werden dann möglicherweise schwächer.
            Deshalb nehm ich mein Ramipril auch nicht mehr 1*5, sondern 2*2,5, das macht zweimal am Tag halb so müde. :D Und ich huste nicht mehr so fies.

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        1. Zucken die Patienten bäuchlings durch die Gassen, bis sie zufälligerweise bei Gedankenknick vorbeikommen? :)

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