Ist es heute eigentlich noch politisch korrekt ..

‚wer hat Angst vom Schwarzen Mann?‘ zu spielen?
(nur so ein Gedanke der mir grad im Kinderturnen gekommen ist)

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… und falls nicht: Was sollen die Kinder sonst rufen?

49 Kommentare zu „Ist es heute eigentlich noch politisch korrekt ..

  1. Ich habe mir als Kind dabei eh immer einen ganz großen, bösen Mann in schwarzer Kleidung vorgestellt, nie jemanden mit schwarzer Hautfarbe. Dass das gemeint ist, ist mir erst viel später klar geworden ;)

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    1. Vielleicht ist ja wirklich der Kaminfeger gemeint?
      Und im übrigen sind in den alten Filmen die Bösewichte ja auch oft schwarz angezogen. Man denke nur an Darth Vader ..

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  2. Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass der Schwarze Mann ein Mann mit schwarzer Kleidung ist und nicht mit schwarzer Hautfarbe.

    Allerdings hat sich die einzige schwarze Familie in meinem kleinen Dörflein heftig darüber beschwert, dass die Kinder sowas in der Schule gespielt haben. Wie das ausgegangen ist, weiß ich leider nicht…

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  3. Soweit ich weiß, bezieht sich das auf die Pest (der schwarze Tod). Jeder, der von ihr berührt wird, ist ja selbst auch Träger und verbreitet sie dann – genau wie im Spiel.

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    1. Da schließe ich mich an. Die Erklärung ist absolut einleuchtend und logisch. Und medizinisch korrekt noch dazu.

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      1. Die Herleitung leuchtet ein und könnte tatsächlich stimmen.

        Das macht es allerdings für die einzige schwarze Familie in Robin Urbans Dorf nicht weniger unangenehm, zumal nicht jeder diese Pest-Erklärung kennt. In einem generell zwischen manchmal sehr weitgetriebener politischer Korrektheit und unverblümtem Rassismus zerrissenen Klima kann ich gut verstehen, dass man sich als echter Schwarzer unwohl fühlt bei diesem Spiel.

        Alternativ kann man ja Wer hat Angst vorm Sensenmann nach denselben Regeln spielen.

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  4. Natürlich nicht! Korrekt muss das Spiel jetzt heißen: „Wer hat Angst vorm gebürtigen Zentralafrikaner?“ ;-)

    Wobei das sicherlich verschiedene Hintergründe hat. In den Niederlandenn ist der Weihnachtsmann ja immer noch der „Sinterklaas“, und er hat als Gehilfen den „Zwarte Piet“ (Schwarzer Peter) dabei, der nicht nur viele Dinge für den Nicolaus verreichten muss, sondern auch deshalb schwarz ist, weil er durch die Schornsteine klettern muss. Und früher hatte der auch die Rute dabei, um unartige Kinder zu bestrafen.

    Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwarte_Piet

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    1. Und frueher hatte der nen Sack um ungehorsame Kinder nach Spanien zu schleppen, wo Sinterklaas im November mit dem Dampfschiff hochgeschippert zu kommen, um dann auf nen Schimmel umzusteigen^^ Irgendwie strange :-)

      Ne, sorry. Ich habe mir den Zwarte Piet jetzt live angesehen und der war in Leuven eindeutig als Mohr zu erkennen. Inklusive diesem uebertriebenen Kraushaar und dick geschminkter roter Lippen wie auch im Wiki-Bild erkennbar. Es gibt genuegend schwarze Belgier und ich hab keinen gesehen, der sich fuer nen schwarzen Piet hergibt. Vielleicht auch weil die in Realitaet ja nicht so grotesk aussehen, wie es die Tradition verlangt ;-)

      Aber ich kann auch verstehen, dass man sich da nicht seine liebgewonnen Kindheitstraditionen nehmen lassen will. Und sei der Hintergrund noch so rassistisch. Aber es stimmt, es wird versucht das ganze positiver zu gestalten, so das diese Figur nicht mehr der boese schwarze Mann ist. Ist ja auch schon was.

      Zu den Thema schwarz immer mit boese zu assozieren hat uebrigens Martin Luther King etwas sehr lesenswertes gesagt:
      http://goblackcentral.com/2013/01/the-martin-luther-king-you-rarely-hear/

      Andererseits, find ich Darth Vader persoenlich viel spannender als den absolut totlangweiligen Luke Skywalker. Insofern wuerde ich sagen: Schwarz ist zumeist nie langweilig :-)

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  5. Ich bin auch mit diesem Spiel aufgewachsen und habe keinen Schaden genommen
    .. dabei waren in meiner Kindheit Menschen mit erhöhter Pigmentierung (oder, wie schreibt man das heutzutage political correct?) eher äußert selten zu sehen
    Menschenskinder, gibt es denn nur noch – Verzeihung, aber ich drücks drastisch aus – Psychopathen?

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  6. also meines Wissens ist der „Schwarze Mann“ weder die Pest noch ein Farbiger bzw „stark pigmentierte“ Person sondern einfahc eine Art Schreckgespenst wie der Poltergeist oder Zombie. Wer Terry Pratchett liest kennt Schwarze Männer zur Genüge (Infos dazu gibts hier: http://www.scheibenwelt.de/). Und wenn man sich den englischen Namen anschaut dann erklärt das auch einiges, da heist der Schwarze Mann nämlich „Bogeyman“

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    1. wer auf den Link klickt und mehr zu den Schwarzen Männern der Scheibenwelt wissen will muss rechts auf „Die Scheibenwelt“, dann oben auf „Personen“ und dann unter S gucken.

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      1. Jo, aber in der Scheibenwelt manifestiert sich ja so einiges. Und wer „Schweingalopp“ gelesen – oder auch „Schaurige Weihnachten“ gesehen – hat, weiß, dass man solchen Schreckgespenstern mit einem Schürhaken durchaus einheizen kann…

        Aber als sich Herr „Treib mich selbst in den Ruin“ Schnapper im FengShui-Geschäft versuchte, und den hinweis verkaufte, dass man den Klodeckel herunterklappen solle, ´damit einem der „Drache der Traurigkeit“ nicht in den Po beißt´, beschwerte er sich anschließend bitterlich bei Feldwebel Colon, dass dieser Drache tatsächlich auftauchte und in den po biss… (…weil der Toilettenbenutzer nun an ihn glaubte…) ;-)

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  7. ich hab das spiel auch so gespielt als kind und bin trotzdem nicht ausländerfeindlich oder rassistisch geworden. ich habe mir unter dem „schwarzen mann“ als kind auch niemanden mit schwarzer hautfarbe vorgestellt… es war einfach ein bild für etwas böses, vor dem man sich fürchten sollte. weder ein schwarzer noch ein mann. einfach nur „das böse“ an sich.

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    1. Ja … ich glaube auch nicht, dass das Spiel eine Ursache für Ausländerfeindlichkeit ist. Solange niemandem dem Kind erklärt, was der „schwarze Mann“ jetzt darstellen soll (und wie wir hier lesen, gehen die Meinungen darüber auseinander), stellt sich jedes Kind wohl auch etwas anderes darunter vor. Der Bogeymann halt.

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      1. genau. der „schwarze mann“ war für mich sowas wie das „monster unterm bett“. einfach irgendwas, vor dem man normal wegläuft und das angst macht. ich glaube, die kinder, mit denen ich gespielt habe, haben sich da auch keine großen gedanken drüber gemacht. es war einfach ein spiel, nicht mehr und nicht weniger. (wenn jemand mit dem spiel ein problem hatte, waren es nur die erwachsenen…)

        mag auch daran liegen, dass ich schon früh freunde mit anderen nationalitäten, rassen, religionen etc. hatte. für mich gab es nie einen unterschied zwischen deutsch und nicht-deutsch. wenn ich jemanden mochte, war es mir egal, woher derjenige kam… und ich habe dadurch auch früh kontakt mit anderen kulturen gemacht und sehr viel herzlichkeit in den familien meiner freunde erfahren. deswegen kam es mir wohl auch nie in den sinn, dass irgendeine rasse „schlecht“ sein könnte – ich habe sie kennengelernt und sie waren gut zu mir. der „schwarze mann“ war nur ein bild für das böse, nicht ein wirklich dunkelhäutiger mensch, denn die habe ich ja nicht als böse erlebt, sondern als menschen wie jeden anderen auch.

        manchmal wird es mit der politischen korrektheit ein bisschen übertrieben, finde ich. wenn man kindern ermöglicht, die anderen kulturen schon früh kennenzulernen, gibt es da herzlich wenig probleme – auch wenn sie vor dem „schwarzen mann“ im spiel weglaufen…

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  8. Ich hab jetzt auch kein Problem mit „schwarzer Mann“, worauf immer sich das ursprünglich bezieht. Manchmal hab ich den Eindruck, bestimmte Leute interpretieren absichtlich etwas rassistisches in solche Spiele um sich drüber aufregen zu können.
    Ansonsten kann man natürlich alles einsetzen was man mag, „wilder Mann“ (wobei, ist das dann nicht männerfeindlich?), „böser Wolf“…

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  9. Ich hab mir als ich klein war immer einen großen Schatten vorgestellt, also eher etwas Schemenhaftes denn etwas/jemand Konkretes…
    Ich würds schade finden, würde man das Spiel verbieten oder verunglimpfen, weil manche wegen teils übertriebener Diskussionen einen Beißreflex entwickelt haben. :)

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    1. Genau das war auch meine Vorstellung bei dem Spiel!
      Das hat mich schon etwas gegruselt, aber auch den Reiz des Spiels mit ausgemacht…
      Wobei ich erst letzte Woche (mit nun Mitte 20) verstanden habe, warum Zombieball Zombieball heißt… also vermutlich denken Kinder über solche Namen gar nicht so sehr nach.

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  10. Auch ich habe mir als Kind immer einen schwarz gekleideten Mann vorgestellt. So einen Miesling der Gattung „wenn du nicht brav bist holt dich der Schwarze Mann“.

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  11. Ich finde dieses ganze aus den Kinderbüchern streichen oder jetzt ein Spiel abschaffen schwachsinn. Wir haben letzten sind der Familie drüber geredet und wussten nicht mehr wie wir diese Menschen bezeichnen sollen. Alles war ja falsch.

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  12. Ich gebe zu, ich kenne zwar den Spruch, habe aber keine Ahnung, was das für ein Spiel ist… Bildungslücke!? Werde ich mal schnell schließen, bevor das Kind es mit mir spielen will und ich es nicht kenne ;)

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    1. Allein geht das nicht so gut. Su brauchst ein paar Kinder (je mehr, je besser) und am besten eine Turnhalle oder einen Platz mit Abgrenzungen.
      Dann stellt sich ein Kind auf die eine Seite des Platzes und der Rest auf die andere. Der „schwarze Mann“ (das einzelne Kind) ruft dann „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ und die anderen Kinder zurück: „Wir nicht!“
      „Und wenn ich komme?“ – „Dann auch nicht!“
      Dann laufen alle los, die Kinder müssen versuchen die andere Seite zu erreichen – und das einzelne Kind muss versuchen, die anderen abzuklatschen. Wen es erwischt hat, geht auf die Seite des Schwarzen Mannes und ruft / fängt beim nächsten Durchgang mit ihm die anderen. Das geht so lange, bis es alle erwischt hat.

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      1. Ja, da brauche ich wohl noch viele Kinder für ;)
        Das haben wir tatsächlich in der Schule nie gespielt. Da hatten wir wohl schon immer politisch korrekte Lehrer?!

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      2. Ich kenne den Spruch so:
        Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
        Niemand!
        Und wenn er kommt?
        Dann rennen wir!
        – und dann rennen halt alle los.
        Heute im Judo haben die Krümel übrigend „Wer hat Angst vorm 20-Punkte-Mann“ gespielt. Das war das Kind, das vorher beim Kämpfen die meisten Punkte gemacht hatte. Vor dem muss man ja dann auch ein bisschen Angst haben ;-)

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  13. Wenn der „schwarz gekleidete Mann“ gemeint ist, dann schon.

    Im Tatort ist der Mörder ja gern mal schwarz gekleidet mitsamt schwarzen Lederhandschuhen.

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  14. Bei meinem Neffen heißt es nun: „Wer hat Angst vorm großen Tiiiiger?“ Erst hieß es „vorm bösen Tiger“, aber wer weiß, ob da Katzenfreunde ihr Veto einlegten, von wegen Diskriminierung…

    Für mich war als Kind mit „schwarzer Mann“ in diesem Spiel der Schornsteinfeger gemeint, obwohl mir nicht klar war, warum man vor dem Angst haben sollte. Unser Schornsteigerfeger war nämlich überhaupt nicht zum Fürchten, sondern sehr lustig.

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  15. An den Fischer hab ich auch grad gedacht. Haben wir in meiner Kinderzeit viel lieber gespielt als den schwarzen Mann, weils lustiger war sich beim Weglaufen noch an die wassertiefenangepassten Bewegungen zu halten

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  16. Ja, viele schwarze (der wohl im Moment aktzeptierte Begriff) fühlen sich diskriminiert. Bei uns ist es „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“

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    1. „Was ist ein Fisch?“ — „Ein Fisch lebt im Wasser, hat Schuppen und ist mindestens 7 cm gross.“ — „Wie gross sind die Maschen deines Netzes?“ — „7 cm.“

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  17. Die Frage ist ja nicht, was du sagen „darfst“, sondern was du sagen willst. Hättest du Bedenken, das Spiel in Gegenwart von schwarzen Menschen zu spielen, weil du Missverständnisse fürchtest? Dann solltest du _dir_zu_liebe_ einen anderen Text verwenden; Vorschläge gibt es hier ja schon einige.

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  18. Kenne die Variation davon „Fischer Fischer wie tief ist das Wasser?“
    „10m“ (da werden die schon krativ, ja nach Alter und Anzahl der Kinder vielleicht die Anzahl der Fischer als „Zählübung“?)
    „Wie kommen wir darüber?“
    „Ihr müsst hüpfen/ kriechen/ etc etc etc“ (Dürfen sich die Fischer aussuchen)
    Naja und dann bewegen sich alle so wie es sich der Fischer wünscht.

    Antidiskriminierung ein spannendes Thema, wenn jemand als „Mensch mit Behinderung“ angeredet wird und er plötzlich sagt „Ich bin ein Mensch mit Gehbehinderung, kein Volltrottel“
    Oder in Berlin mit den neuen Unisex-Toiletten:
    http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5325&options=4

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  19. Für mich war der immer schwarz gekleidet mit schwarzer Maske oder schwarzer Sturmhaube. Eben, damit er nachts besser getarnt ist.

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  20. Bei uns gabs im Kindergarten n Buch, das davor warnte mit Fremden mitzugehen. Illustriert wurde dies durch einen schwarzgekleideten Mann mit Trenchcoat und tief ins Gesicht gezogenem Hut.

    Meine Eltern verboten mir, auf den Trockenboden zu gehen, sonst käme der „schwarze Mummum“, ihn habe ich mir immer als schwarzgekleidetes Gespenst vorgestellt.

    Beides Geschichten, die ich mit dem Spiel assoziiere. Auf die Idee einer dunklen Hautfarbe bin ich noch nie gekommen.

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  21. Jeder, der reflektieren und seinen Kindern etwas erklären kann, muss keine Angst vorm schwarzen Mann haben, die anderen empfinden das durchaus wirklich als schwarzen Mann. Wie ich da drauf komme? Wir sind mit einem schwarzen Buben in ein sehr kleines Dorf gezogen, wo das N-Wort zum Altag gehört, genau wie wirklich rassistische Kinderlieder und eben auch der schwarze Mann. Wie ein Kind so passend ausdrückte: „Ui, jetzt haben wir endlich einen echten schwarzen Mann, der XY fängt dann immer“ Wir spielen inzwischen die „rosa Kuh“, der Fänger darf sich die Farbe aussuchen und dann brüllen alle „Wer hat Angst vor der rosa/grünen/blauen Kuh“ Und beim Rest der Lieder und Ausdrücke betreibe ich jetzt seit über fünf Jahren Aufklärungsarbeit.

    Klar macht ein Kinderspiel keinen Rassismus, aber man muss die Nichtdenker unter uns ja auch nicht noch mit der Nase drauf stossen. Ich kenne den schwarzen Mann genau wie den schwarzen Peter übrigens auch als Kaminkehrer aus meiner Kindheit.

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