Von aponette erreicht mich noch die Bitte auf diese Petition dringend aufmerksam zu machen:
Und darum geht es:
In NRW (Nord-Rhein-Westfahlen) stehen die PTA-Schulen unterm Gesundheitsministerium statt Schul-. Dieses spart jetzt die finanz. Unterstützung von 500.000 € ein. Damit müsste das Schulgeld von ca. 200 auf 300 € monatlich erhöht werden und die Anmeldungen gingen weiter zurück.
Zu den ca. 75 € zahlte die Kammer bislang 10 und die Schülerin etwa 200 dazu, der Rest wurde vom Betreiber gestellt, der teils Kommune, Landkreis oder Stadt war, bzw. ein privater Träger oder in WL der Verband.
Nun hat RotGrün as Landesheilberufsgesetz geändert, in dem nun steht, die Apothekerkammern DÜRFEN den Betrieb von PTA-Schulen bezahlen. Andere HB-Kammern werden nicht genannt. Wenn nun PTAs zu 95% in den öffentlichen Apotheken arbeiten würden, wäre es ja eventuell noch einzusehen, daß auch die öffentlichen Apotheken die Kosten für die Ausbildung übernehmen. Tatsächlich aber arbeiten sehr viele PTAs auch in der Industrie, bei Krankenkassen oder in Behörden oder in ganz anderen Berufen. Die Kammer aber wird zu 100% von den ApothekerInnen des Bundeslandes finanziert, egal wo die nun wieder arbeiten und den größten Brocken zahlen die Inhaber einer Apotheke über eine vom Umsatz abhängige Umlage. Als nächstes „dürfen“ dann niedergelassene Ärzte die Ausbildung von MTAs bezahlen etc.pp.
Damit sehen viele die PTA-Ausbildung in NRW als in Kürze beendet an. Bestehende Schulen werden nun Probleme bekommen weil die Landesförderung mit dem neuen Jahrgang eingestellt wird, vertraglich aber der noch bestehende Jahrgang abschließen muss. Wie das gehen soll, interessiert niemanden in der Politik. Aber unseren Berufsstand in Form der Kammern haben sie vorsorglich schonmal in die Verantwortung gestellt.
Das ist ein Anliegen: Apotheken brauchen (gut ausgebildete) Mitarbeiter. Bitte helft mit und unterstützt diese Petition.
Danke!

done :)
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Im Namen der Apotheker und (zukünftigen) PTAa aus NRW sage ich Dir dafür „Danke!“ :-)
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Ohne PTA läuft keine Apotheke!
Daher habe ich unterschrieben.
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Das ist absolut richtig. Ein Apotheker alleine kann keine Apotheke führen. Wir brauchen unsere Mitarbeiter.
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Arbeiten bei dir PTAs Pharmama? Die findet man doch in der Schweiz eher weniger. Was schade ist, die Ausbildung hätte mich interessiert..
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@Giftmischerin, das Problem bezieht sich bisher! nur auf NRW. In anderen Bundesländern sieht es (noch) besser aus, aber Wehe, wenn der Damm erst einmal gebrochen ist. Je nach dem wo Du also wohnst kann es schon gut sein, daß Du ohne große eigene Beteiligung PTA werden kannst.
Liebe Grüsse aponette
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Ich wohne in der Schweiz, da gibt es imho keine Ausbildung zur PTA. Apotheken gibt es trotzdem..
Ich leite nun eine Drogerie (kein Drogeriemarkt – wir haben auch ein paar Medis). Die Ausbildung hat mich CHF 3000 pro Semester gekostet, was verglichen mit anderen Ausbildungen billig ist..
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Danke sehr! Gruß aponette
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Ich stimme der Petition durchaus zu, aber ich versteh immer nicht, warum Leute bei change.org Petitionen machen und nicht offiziell bei den epititionen, die jeder problemlos beim Bundestag einreichen kann. Da muss man sich zwar einmal registrieren, aber dafür hat das Mitzeichnen dann auch wirklich Gültigkeit – während change.org für Politiker rechtlich doch keine Bedeutung hat, oder sehe ich das falsch?
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Vom Prinzip aus eine lohnenswerte Petition. Man könnte eigentlich sogar noch einen Schritt weiter gehen und sich fragen, warum eine Berufsausbildung als PTA überhaupt Schulgeld kostet. Die meisten Ausbildungen sind in Deutschland kostenfrei. Ich fänds richtig, wenn das auch bei der PTA-Ausbildung so wäre (Recht auf Bildung und so…).
Was aber das Argument von aponette angeht, dass PTAs auch in der Industrie arbeiten könnten und die Kammer da auch diese PTAs finanzieren müsste, möchte ich einwerfen, dass auch die Industrieapotheker Pflichtmitglieder bei der Kammer sind und da hübsch brav ihren Mitgliedsbeitrag zahlen – in gleicher Höhe. Wir haben von dieser Mitgliedschaft wirklich gar nichts – noch weniger als die Kollegen aus der Offizin. Für die Ausbildung von PTAs aufgewandt, hätte das Geld wenigstens einen Sinn. Nur so am Rande…
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Liebe/r McCloud,
Ich weiß, daß die in der Industrie angestellten Apotheker über ihren Kammerbeitrag auch beteiligt werden, das selbe gilt natürlich auch für Krankenhaus Apotheker, bei denen ja auch PTAs arbeiten. Nur seid Ihr ja nicht die Arbeitgeber! Das sind Krankenhäuser, Krankenkassen, Behörde und die Firma/Industrie, welche nun rein gar nichts an die Kammern zahlen. Bisher habe sie dann über ihre Steuern die Schulen mit finanziert, was jetzt aber gänzlich weg fällt.
Dann wäre die Frage nach finanzieller Unterstützung schon viel besser bei der IHK angesiedelt, da sind wenigstens die Firmen mit dabei (die öffentliche Apotheke natürlich auch, denn bei uns herrscht Doppelzugehörigkeit zu zwei! Kammern)
Liebe Grüsse aponette
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Deine Argumentation würde ich nachvollziehen können, wenn das Geld von den Apothekerverbänden (=Zusammenschluss der Apothekeninhaber) gezahlt werden müsste. Das Geld soll aber von den Apothekenkammern (=Zusammenschluss aller Apotheker: egal ob Inhaber oder angestellt in Offizin, Krankenhaus, Industrie, whatever) gezahlt werden. Da greift das Argument nicht mehr so richtig. Das sind alle Apotheker, nicht nur die Inhaber!
Da bin ich etwas der Meinung, dass die Kammer sich da nicht unbedingt so sperren sollte. Zumal ja doch der größte Anteil der PTAs in der Apotheke oder in einem Klinikum arbeitet. In der Industrie arbeiten eher Laboranten, kaum PTAs.
Die Mädels sind Gold wert und daher finde ich das etwas zu kurz gedacht. Ihr braucht sie!
Dieses eine Argument wirkt einfach irgendwie auf mich so, als ob sich die ABDA aus der Verantwortung stehlen will. Für die Unterstützung der Ausbildung von PTAs zahl ich gerne Kammergebühren. Das kommt von jemanden, der sich durchaus freuen würde, wenn sich seine Kammer auch für Apotheker außerhalb der Offizin interessieren würde. Ist wirklich nicht der Fall.
Beim Rest pflichte ich Dir komplett bei.
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Ich denke, es wäre deutlich sinnvoller, wenn man das Berufsbild endlich einmal anständig überarbeitet und einen Lehrberuf daraus macht. Dann bekämen PTAs sogar ein Lehrlingsgehalt und hätten neben der schulischen auch gleich eine praktische Ausbildung.
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Die PTA-Ausbildung ist – soweit ich das überblicken kann – wirklich schwer und lernintensiv. Ich habe die Befürchtung, dass man die vergleichbare Menge an Stoff in einem Lehrberuf nicht unterbringen wird. Da bleibt in der Woche nur ein Tag Berufsschule, der Rest ist Apotheke.
Außerdem wertet eine normale Lehre an einer Berufsschule das Berufsbild PTA ab. Das ist dann eher so „PTA light“.
Da wäre ich eher dafür, die Ausbildung der PTAs auf eine Fachhochschule zu bringen: z.B. als Bachelorstudiengang (irgendwas mit 2 Jahren), Voraussetzung: Mittlere Reife und Fachoberschule.
Das hätte vier Vorteile:
1.) Eine Aufwertung des Berufsbilds.
2.) Ein kostenfreies Studium.
3.) DIe Möglichkeit, dass der Abschluss anerkannt wird, falls sich eine PTA entschließen sollte, doch noch das Studium der Pharmazie dran zu hängen (=Reduktion der zeitlichen Dauer einer PTA für ein nachfolgendes Pharmaziestudium).
4.) Eventuell die Möglichkeit, eine PTA noch qualifizierter einzusetzen als bisher (beispielsweise Nachtdienst oder Vertretungsbefugnis).
Was meinst Du?
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Bist du aus Bayern? Fachoberschulen gibt es glaub ich nur da – der Abschluss wäre dann Fachabitur, oder? Ich glaube, nicht mal diesen Abschluss gibt es überall…
Ob es sein muss, dass man mittlerweile für fast alle Berufe ein Studium (und vorher einen entsprechenden Schulabschluss, d.h. mindestens Fachhochschulreife oder Fachabiter) braucht, weiß ich ja nicht so recht…
Aber ich finde es auch ziemlich schlecht, dass man in einigen Berufen fast keine Chance hat, weil es keine oder zumindest nur wenige staatliche Schulen gibt (bei Physiotherapie ist es mW ähnlich).
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Ich bin nicht aus Bayern, die FOS gibt es auch in anderen Bundesländern.
Meine Argumentation geht eher dahin, dass die PTA-Schule im Moment eh schon quasi ein Bachelor-Studium ist. Die Mädels werden 2,5 Jahre an einer PTA-Schule voll auf ihren Job ausgebildet; das ist keine einfache Sache.
Dafür zahlen sie ca. 200 Euro/Monat, während ein Studium an einer Fachhochschule oder Hochschule (wie bei einem Apotheker) kostenfrei wäre (und verdienen danach deutlich weniger als ein Apotheker, der sein Studium kostenfrei geniesen kann).
Eine Ausbildung einer PTA an einer FH würde nahezu fast keine größeren Anforderungen an die Anforderungen einer Schülerin nach der Mittleren Reife / nach dem Abitur stellen, würde aber das ganze Berufsbild deutlich besser da stehen lassen.
Wäre dann ein Hochschulabschluss: keine Uni, aber Fachhochschule. Mit Bachelor: gleiches Lernpensum.
Das ist diskutierbar.
Den Trend, Berufsbilder heute nur noch zu akzeptieren, wenn sie höherwertig anerkannt sind, sehe ich ebenfalls so. Ich finde das auch nicht unbedingt richtig, erkenne aber den Trend an. In genau diese Richtung geht meine Argumentation.
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Hm, ok, ich komme ursprünglich aus Baden-Württemberg, da gibt es meines Wissens weder die FOS noch das Fachabi. Dort gibt es eigentlich (nach der Mittleren Reife) nur Berufskollegs (dort kann man die FH-Reife machen) sowie diverse Berufsgymnasien und ein paar wenige allgemein bildende Gymnasien – aber dort macht man die Allgemeine Hochschulreife (früher konnte man wohl am Berufsgymnasium auch Fachabitur machen, wenn man keine zweite Fremdsprache lernen wollte, aber das geht heute soweit ich weiß nicht mehr – es sei denn, da hat sich in den letzten Jahren wieder was geändert). Aber vom Prinzip her wäre ein BK mit FH-Reife sicher ähnlich geeignet, vorausgesetzt, das Studium wäre dann an einer FH.
Allein die Kostenfreiheit ist für mich aber kein Argument für ein Studium, es wäre schließlich genauso gut möglich, die Schulen kostenfrei zu machen ;-)
Wie viele Leute machen denn mit mittlerer Reife die Ausbildung? Sind das viele oder haben eh fast alle inzwischen Abi? Ein Studium an einer FH oder Uni setzt eben für gewöhnlich mehr als Mittlere Reife voraus, es gibt zwar Ausnahmeregelungen, aber die beziehen sich oft auf Leute, die schon eine abgeschlossene Lehre und Berufserfahrung haben. Wollte man Leute mit Mittlerer Reife zulassen, müsste man also erstmal ein paar Gesetze ändern… (dass die Leute es auch mit Mittlerer Reife fachlich an einer FH schaffen können, will ich damit nicht unbedingt bestreiten (dazu kenne ich mich inhaltlich zu wenig aus), aber das Problem wären halt die formalen Zugangsvoraussetzungen)
Vom Aufwand her wäre es sicher einfacher, die Schulen kostenlos zu machen als ein Gesetz derart tiefgehend zu ändern…
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