Wo bleibt mein Muster!

Gestern mitbekommen:

Frau in der Drogerie vor dem Steller mit den Kosmetikneuheiten zur Drogistin: „Bekomme ich von Ihnen ein Muster für die neue Tagescreme?“

Drogistin: „Ja, einen Moment bitte“ und dreht sich zu den Musterschubladen um.

Während sie am suchen ist nach dem spezifischen Teil:

Frau (drängend): „Wie sieht es aus? Haben Sie es noch nicht?“

Drogistin: „Gleich …. Ah, da. Haben Sie eine eher trockene oder eine Mischhaut?“

Frau: „Sonst kann ich auch wieder gehen!“

Die Drogistin dreht sich zu ihr um: „Wenn Sie einen Moment warten würden, dann hätte ich Zeit es herauszusuchen. Aber das ist Ihnen überlassen.“

Die Frau grummelt etwas, aber beschliesst zu warten und bekommt schliesslich ihr Muster. Sonst gekauft hat sie übrigens nichts.

Meine Drogistin ist sonst die freundlichste und geduldigste Verkäuferin, die man sich vorstellen kann – aber in dem Fall war wohl das Ende des Geduldsfadens erreicht.

Passiert den besten von uns manchmal.

29 Kommentare zu „Wo bleibt mein Muster!

  1. Einfach nur dreist!
    Sie wollte doch was haben. Dann zu „drohen“ dass sie gehen würde wenn sie es nicht schneller bekommt ist schon sehr lächerlich.
    Eigentlich sollte man solche „Kunden“ sofort ohne gehen lassen.

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  2. „Tut mir leid, finde ich auf die Schnelle nicht und Sie haben es ja so eilig. Nehmen Sie doch einfach eine Normalgröße mit. Ich mach Ihnen auch einen Sonderpreis[Anm. d. Verf.: +3€].“

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      1. Das hab ich mit okay meines Chefes bei einer Kundin mal mehrfach gemacht. Zwar Lebensmitteleinzelhandel, aber ähnlich dreist.

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    1. Ich bin immer wieder mal verlockt, gewissen Kunden einen „AL-Zuschlag“ zu verrechnen… auf Anfrage würde das „Arbeitsleistung“ heißen, aber in Wirklichkeit… na ja, könnt ihr euch wahrscheinlich denken! :D

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  3. Ziemlich unverschämt, finde ich. Ich bin noch nie auf die Idee gekommen in eine Drogerie (oder anderen Geschäften) zu gehen und nach Proben zu fragen. Wenn ich etwas kaufe und eine Probe geschenkt bekomme, freu ich mich.

    Der Kommentar von sjdnd ist absolut genial. Nur so und nicht anders.

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    1. Ich bin mal in eine Apo spaziert und habe gefragt, ob sie eine möglichst kleine Packung Bepanthen Plus hätten, weil ich ja bald auf eine längere Wanderung gehen würde und ich auf zuviel Gewicht dankend verzichten kann.

      *kramkramkramkram* Gefällt Ihnen dieses Muster?

      Danke. Ich bin dann immer wieder dorthingegangen, obwohl andere Apos im Alltag viel näher liegen.

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    2. @Rose:
      Ja, genau so ist es.
      Normalzustand: Ich kaufe was, bekomme nichts geschenkt und stapfe zufrieden davon.
      Erfreuliche Ausnahme: Ich kaufe was, bekomme eine Kleinigkeit geschenkt (Stück Traubenzucker, Cremepröbchen, was auch immer) und freue mich.

      Mir käme nie der Gedanke, nach Proben zu fragen. Und dann noch zu drängeln, weil’s nicht schnell genug geht… mir fehlen die Worte!

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      1. Ich finde es okay, nach Proben zu fragen – aber dann sollte man auch die Zeit mitbringen dafür (und vielleicht den Hintergedanken, das später auch mal dort zu kaufen?)

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  4. habe mal eine Zeitlang in einer Buchhandlung mit Schreibwarenabteilung gearbeitet.
    Kurz nach Schulanfang kam eine uns bereits (stetig missgelaunte) Frau ins Geschäft und wollte ein ganz bestimmtes Hausaufgabenheft kaufen. Hatten wir nicht im Sortiment. Da blafft sie uns an, dass sie das extra bei uns kaufen wollte um uns zu unterstützen. In ihrer Hand hatte sie eine prall gefüllte Tüte von einer Schreibwarenkette aus dem nächsten Ort mit den restlichen Schulsachen für ihr Kind…

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    1. Autsch. Immerhin ist es ein Kompliment, wenn sie extra für ein Hausaufgabenheft euch aufgesucht hatte.

      Für den Rest sollte sie sich schämen. :(

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  5. Pat. müssen bei uns ein paar Tage vor der geplanten OP anrufen um die Uhrzeit, an der sie in der Praxis erscheinen müssen, erfragen. Am Donnerstag rief eine Patientin an, fragte nach der Uhrzeit. Ich sagte ihr, sie müsse um 07.00 Uhr in der Praxis sein. Sie fragte dann, ob sie dann gleich dran kommen würde und wie lange es dauern würde. Ich sagte ihr, sie sei die erste Patientin und es sei nur eine sehr kurze OP. Allerdings müsse sie nach der Narkose mindestens eine Stunde in der Praxis bleiben. Sie wollte dann wissen, ob ich das garantieren könne. Ich versuchte ihr dann freundlich zu erklären, dass es, da der Narkosearzt ca. 80 km weit weg wohnt, sein kann, dass dieser im Stau steht oder die Straßenverhältnisse im Winter so katastrophal sein könnten, dass er nicht pünktlich sein würde. Dies würde sehr selten vorkommen, kann aber passieren. Es könne auch sein, dass sie die Narkose nicht gut vertragen würde und sie den ganzen Tag in der Praxis verbringen müsste. Sie fragte dann bestimmt noch dreimal nach, ob ich ihr die Dauer des Praxisaufenthaltes nicht genauer mitteilen könnte. Irgendwann habe ich ihr dann in einem sehr süßen Ton gesagt: „Wenn ich hellsehen könnte, hätte ich schon im Lotto gewonnen und würde dieses Gespräch nicht mit ihnen führen.“ Da war sie erstmal still und sagte dann, sie würde dann um 07.00 Uhr da sein… …irgendwann reicht es wirklich…

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  6. *ähem* Und was bitte ist an der Reaktion der Drogistin unfreundlich? Wie es eine australische Bekanntschaft von mir mal so nett formuliert hat: „I am offering a service, but I am not your servant.“ Ich finde, sie hat sich in der Situation ausgesprochen freundlich und diplomatisch verhalten.

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    1. Oh doch, König von der tyrannischen Sorte gibt’s es leider viele.

      Besonders liebe ich diese Art ältere Frau im Pelzmantel, Beruf Beamtengattin, denen eine Formulierung der Art wie: „Entschuldigung, wo haben Sie denn XY?“ völlig fremd ist, sondern von denen nur etwas kommt wie: „Sie! XY!?“

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  7. Jaja, die Kundschaft…

    Das erinnert mich an eine Kundin im McDonalds, als ich dort mal einen ganzen grauenvollen Sommer lang arbeitete: „Ich möchte ein BigMac-Menü mit Cola Light. Aber die Pommes müssen richtig heiß sein, sonst brauchen Sie die mir gar nicht erst zu bringen!!“
    Es heißt nicht Fast Food, weil es GUT ist…

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  8. Und ich sortiere immer erst die Pröbchen aus bzw. sage gleich, dass ich so gut wie nichts davon verwende und sich sicher jemand anderer mehr darüber freut. Dann werden die Damen in der Apotheke immer ganz lieb und suchen extra nach etwas, was mir gefallen könnte. Meistens wird es dann ein Pflaster oder eine Sonnencreme-Tube, aber das ganze Kosmetikzeug ist bei mir Perlen vor die … ich schmiere mir höchstens Handcreme ins Gesicht, wenn es doch mal spannt *g*.

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  9. Sagt nen Mann mal zu mir: „Ich will SOWAS da!!!“ und zeigt auf die Probenschale… Naja, gut, hab ich ihm halt ne Sagella-Intimwaschpflege für Frauen in die Tüte reingetan…

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  10. Also ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man da noch so gelassen reagieren kann?! Und ich finde diese Reaktion gelinde gesagt, ziemlich lasch! Heute hat mich in der Servicezentrale für alte Menschen eine Dame angerufen. Sie bekommt Essen geliefert. „Hören Sie, man hat vergessen, mir mein Essen zu liefern!“ Ich:“Wann bekommen Sie es normalerweise?“ „Zwischen 17 und 18:00“ „Nun ja, es ist 17:30, da ist ja noch Zeit.“ „Ja, aber ich werde um halb 8 ins Bett gebracht, davor muss ich gegessen habe.“ „Ja, aber es ist ja noch nicht 6 Uhr“ „Die haben mich bestimmt vergessen, wollen Sie mir jetzt nicht helfen?“ „Rufen Sie um 6 nochmal an, wenn es bis dahin noch nicht da ist.“ *klick* Viele rufen an, um etwas zu reklamieren, was noch gar nicht eingetreten ist. Vernünftige Argumente zählen da nicht mehr! *tilt*

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  11. Ich würd auch nicht auf die Idee kommen nach Proben zu fragen. Natürlich freu ich mich wenn ich dann welche bekomme.

    Ich mag diese “ Ich will alles geschenkt haben“ Mentalität einfach nicht…

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