Beratung betreffend der Dosierung der Medikamente ist sehr wichtig. Manchmal frage ich zur Kontrolle auch die Patienten (speziell, wenn der Arzt die Dosierung nicht aufs Rezept geschrieben hat):
„Wie hat der Arzt Ihnen gesagt, dass Sie das nehmen sollen?“
Die Antwort hat mir gar nicht gefallen: „Was fragen Sie mich? Wissen Sie das nicht? Ich dachte Sie kleben die Dosierungsetikette auf die Schachtel.“
Ein einfaches „Ich weiss es nicht“ hätte mir gereicht.

Meine ‚Lieblingsapotheke‘ fragt sowas gar nicht. Aber die geben auch keine Hinweise zur Anwendung etc. Dort hätte ich mir schon den Hinweis gewünscht, dass ich
– als (deutlich sichtbar) Schwangere das Mittel gegen die Dellwarze meines Kindes nicht selber auf jene schmieren sollte da ich es nicht anfassen soll
– die Rückfrage, ob ich weiß, wie ich die Vitamin-D Tablette meinem 2 Wochen altem Kind geben kann
– dass ich Paracetamol–Zäpfchen beim Säugling lieber erst geben sollte, wenn das Allgemeinempfinden sichtbar beeinträchtigt ist und dies bei nur erhöhter Temperatur nicht notwendig ist.
Alles eigentlich einfache Sachen, die ich selbe weiß, aber viele junge Mütter nicht zwingend.
Meine alte Apotheke hat das auch immer wirklich gut gemacht.
Wenn sowas nicht kommt… kann ich die Medikamente auch gleich im Supermarkt holen.
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…und wenn ich jetzt an die Leute denke, die Packungsbeilagen sowieso nie lesen…
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Ja, so kenn ich das auch aus D. Hinweise zur Anwendung bekommt man selten in einer Apotheke, wenn man nicht gezielt danach fragt. Und wenn man Fragen hat, gehen die Antworten selten über das hinaus, was man im Beipackzettel nachlesen kann.
Ganz krass ist es, wenn man nicht an die Apothekerin, sondern an die PTA gerät. Da spürt man oft völlige Hilflosigkeit. Und nicht selten bekommt man als Antwort „Das weiß ich jetzt auch nicht.“
Ich frage mich oft, weshalb Medikamente in D nur in Apotheken verkauft werden dürfen. Den Beipackzettel lesen kann ich selbst.
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Ihre Erfahrung in deutschen Apotheken (eine?mehrere?) sind ja wirklich gruselig! Ich kann nur für unsere Apotheke sprechen, aber zwei, drei Sätze sagen wir zu jedem Meikament mindestens und die Frage „Kenne Sie das Medikament schon?“ gehört auch standardmäßig dazu. Egal ob Apothekerin oder PTA, egal ob Berufsanfänger oder alter Hase. Wenn Sie solch schlechte Erfahrungen mehrmals machen mussten: bitte ruhig mal an die zuständige Apothekerkammer melden. Wir sind zur Beratung VERPFLICHTET!
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Ah ja, gerade gestern. Laut der Ärztin scheine ich einen Vitamin-D3-Mangel zu haben.
Apothekerin, aufs Rezept guckend: „Das ist schon eine seeeehr grosse Dosis…“
Dosierungsetiketten sind praktisch, aber ich bostitche dann lieber den Zettel mit „Kalenderwoche 3 bis 6: pro Tag soundsoviel, Kalenderwoche 7 bis 8: pro Tag soundsoviel“ jeweils auf die Packung, die ich brauche.
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Ja, und Ärzte sind sich oft gar nicht darüber klar, das Patienten das Meiste von dem, was sie gesagt haben, schon wieder vergessen haben, wenn sie die Klinke der Praxistür in der Hand haben….
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Und dass es durchaus auch Patienten gibt, die die Anweisungen des Arztes, wie das Medikament einzunehmen ist, nicht verstehen.
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Wenn er denn überhaupt was dazu sagt…
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aber, sag mal, steht nicht eine – zumindest Grund- – Dosierung auf dem „Waschzettel“? (den ich zwar auch nicht lese, aber es muss ja nicht Jeder (m/w) so kauzig sein).
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Jaaaa, schon, aber guck mal bei gängigen Antibiotika rein.
Ich zitiere aus Ciprofloxacin 100/250/500mg
„Die Dosierung wird durch die Indikation, die
Schwere und den Ort der Infektion, die
Ciprofloxacin-Empfindlichkeit der(s) verursachenden
Erreger(s), der Nierenfunktion des
Patienten und dem Körpergewicht bei Kindern
und Jugendlichen bestimmt.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der
Schwere der Erkrankung sowie nach dem
klinischen und bakteriologischen Verlauf.
Die Behandlung von Infektionen durch bestimmte
Erreger (z. B. Pseudomonas aeruginosa,
Acinetobacter oder Staphylokokken)
erfordern gegebenenfalls höhere Ciprofloxacindosen
und die begleitende Verabreichung
weiterer geeigneter antibakterieller
Substanzen.
Die Behandlung bestimmter Infektionen
(z. B. entzündlicher Erkrankung des Beckens,
intraabdominale Infektionen, Infektionen
neutropenischer Patienten und Infektionen
der Knochen und Gelenke) erfordern
unter Umständen, je nach Erreger, die zusätzliche
Verabreichung weiterer antimikrobieller
Substanzen.
SIEHE TABELLE UNTEN UND AUF SEITE 2. (!!!)“
Die Tabelle geht dann über 3 Din A4 Seiten. Dafür müsste ich in der Apotheke die genaue Indikation kennen, die der Patient oftmals selber nicht genau weiss.
„Ich habs mit der Lunge!“
Hmm, muss ich jetzt bei oberen oder unteren Atemwegen gucken?
und wieviel soll er denn nehmen?
Tagesdosis: 500 mg 2-mal täglich bis 750mg 2-mal täglich
Behandlungsdauer: 7 bis 14Tage
Das sind zuviele Informationen, die ich nicht habe. Da muss ich dann beim Arzt anrufen.
LG Boreal
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Ich fand es neulich nett, dass ich bei einem Arzt einen Zettel ausgedruckt bekam, wo genau drauf stand, was ich wann zu nehmen habe…
Mein Freund war überrascht, als er auch später einen bekam.
Aber das ist echt ein super Service, gerade auch für ältere Menschen. Und in der Apotheke kann man es dann auch zeigen
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