Immer wieder interessant …

Immer wieder interessant: wenn uns die Leute in der Apotheke Sachen erzählen, die sie offenbar nie mit ihrem Arzt diskutiert haben.

Dinge wie: „Lyrica, das ist wie Neurontin, ja? Wegen Neurontin bin ich schon im Spital gelandet!“

Und … zurück zum Arzt, bitte.

(Sorry)

Kleine Erklärung:  Wie Gabapentin (Neurontin) ist auch Pregabalin (Lyrica) ein Analog des hemmenden Botenstoffes Gammaaminobuttersäure (GABA). … Also: wenn das eine Probleme gemacht hat, ist die Chance ziemlich gross, dass das andere das auch macht.

14 Kommentare zu „Immer wieder interessant …

  1. Mir wollte ja mal wer erzählen, dass Lyrica ein „ganz heftiges Betäubungsmittel“ ist…ähmjaaa…genau deshalb gibt es das auch auf normalem Kassenrezept. *nicknick*

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        1. Ach, ich glaub, die Dame (keine Kundin) wollte sich damals nur wichtig machen ;)
          Ich nehm das Zeugs ja selbst seit ner Weile und werd vielmehr hundemüde davon *g*

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  2. Es schneielet, es beielet, es goht es chüele Wend…

    Ich liebe es, dass es auf deiner Seite schneit, pharmama! :-D

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  3. na ja. da kann ich dir nicht zustimmen. am anfangwurde nämlich agapentin bei mir ausprobiert. bei einer geringen menge hatte ich nebenwirkungen: ich war ziemlich neben der spur und alles erschien mir unwirklich. nun nehme ich pro tag insgesamt 200 lyrica und hatte damit noch NIE probleme!!

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    1. Vielleicht an dieser Stelle angemerkt: Apotheker machen viele Dinge auf Verdacht. Probiert ein Arzt etwas mit Dir aus – steht er meist daneben, oft mit einem Spitzenset hochdosierter Glucokortikoide, manchmal ist der Defibrillator auch in Griffweite. Ein Apotheker kann da „nur über den Daumen peilen“ – Gabapentibn wurde nicht vertragen – dann ist die CHANCE der Pregabalin-Unverträglichkeit HOCH (wie Pharmama schrieb). Das Risiko des Ausprobierens darf der Arzt gern mit dem Patienten zusammen durchleben. Verträgt der Patient das gut, haben alle kein Problem, und das Rezept wird sicherlich beim nächsten „Einlöseversuch“ beliefert. Aber der Patient möge es bitte nicht zu Hause alleine versuchen, um dann festzustellen, dass er beide Substanzen nicht optimal verträgt (oder schlimmeres).

      Dass das im Einzelfall durchaus anders sein kann, wie Dein Beispiel wunderbar belegt, ist bei „Abgabebedenken wegen starkem Verdacht“ eine Grandwanderung, die niemand gerne freiwillig macht.

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