Hands only CPR

CPR (Herz-Lungen-Wiederbelebung) war … nicht ganz einfach. 25 mal (ok 30x) pressen im richtigen Rhythmus, 2 Atemstösse, wieder pressen, wieder beatmen … usw. bis die Sanität oder der Arzt kommt. Speziell unangenehm: das beatmen. Das macht man noch bei einem Freund oder Verwandten einfach so, aber wenn da irgendwer auf der Strasse liegt … ehrlich, da hätte auch ich Probleme. Was man sich da alles auflesen kann …

Heute ist es so einfach:

Und das ist alles was man machen muss:

Notfall anrufen: 112 international (oder in der Schweiz auch noch direkt 144) und fest und hart pressen.

Zu „Staying Alive“ oder auch „Another one bites the dust“ und man hat das richtige Tempo. Beatmen braucht man nicht mehr.

Das kann jeder, oder?

Wann war dein letzter CPR-Kurs?

25 Kommentare zu „Hands only CPR

  1. Interessant, CPR Richtlinien empfehlen ja immer noch die Beatmung mit dem 30:2 Rhythmus.

    Und mein letzter Kurs war heute, aber als Ausbilder ;-)

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    1. Mein letzter Kurs war im Herbst – der Ausbilder (Sanitäter von Beruf) hat uns dort schon die Wahl gelassen, ob wir noch beatmen wollen oder nicht.
      Er meinte: besser wäre es schon, aber er verstände jeden, der das nicht will – und die Ergebnisse mit nur Pumpen seien fast so gut wie mit beatmen (und Welten besser, als wenn man nichts macht).

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  2. Bei der angeleiteten Reanimation (durch Leitstellen-Personal angeleitete Laien) ist die Hands-Only-CPR sogar überlegen, da die Laien damit weniger überfordert sind.
    Es ist jedoch besonders wichtig, dass dies NUR für Erwachsene gilt, da diese ausreichende Sauerstoffreserven haben. Kinder und Ertrunkene benötigen eine Atemspende unbedingt.

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  3. Mein letzter Kurs… ähm vermutlich der fürn Führerschein, d.h. vor rund 5 Jahren..
    Aber bei uns hieß es auch schon, beatmen wäre schön, aber muss nicht. Hauptsache man Pumpt. Das muss auch nciht sondelrich regelmäßig sein, hauptsache man tut etwas.

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  4. also mein letzter kurs ist auch schon 6 1/2 Jahre her, und irgendwie hatte ich noch im kopf das man „nur“ 16 mal drücken muss und dann beatmen. komischerweise ist es hier in Frankreich so das man keinen Kurs für den Schein machen muss sondern der nur freiwillig ist und das man hier sagt lieber lasst die Finger davon und wartet auf die Sanis. Ich würde immer anhalten wenn ich n Unfall seh und zumindest schauen was ich überhaupt machen kann.

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  5. also hier in Deutschland wird nach wie vor beatmet.
    30 drücken 2x beatmen.
    Interessant: in Nürtingen benutzt das DRK Musik und in Tübingen kann ich mir die Musik dazudenken.

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  6. ich weiss ja nicht ob Fchein Erste-Hilfekurs überall gleich ist aber zumindest bei mir wurde gesagt egal ob man was falsch macht oder nicht wie oft man beatmet oder so, hauptsache man macht irgendwas um zu helfen und fährt nicht einfach vorbei oder steht daneben und tut nichts. Das ist ja glaube ich die Hauptsache was da im Kurs rüberkommen soll. und dann kommen halt noch die Details damit man sich eventuell dann 20 jahre nach dem Kurs vielleicht noch dran erinnert was man genau tun muss. ich hab zumindest noch die stabile Seitenlage im kopf aber die reihenfolge was ich zuerst machen muss wüsste ich jetzt auch nicht so auf die Schnelle

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  7. Mein letzter Kurs war im September. Allerdings mit Schwerpunkt Kinder-Reanimation (in meinem Arbeitsfeld brauche ich das leider häufiger mal).
    Ganz wichtig bei Kindern: immer 5 Initialbeatmungen. Der häufigste Grund für einen Herzstillstand im Kindesalter ist nämlich ein Sauerstoffmangel und keine Herzerkrankung. Danach bei Kindern bis zur Pubertät 15:2.
    Bei Kindern finde ich die Mund-Nase/Mund-Mund-Beatmung auch deutlich weniger unangenehm. Wobei mir immernoch am liebsten ist, wenn ich reanimationspflichtige Personen bebeuteln kann.

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  8. Dass ich mal Staying Alive (wie passend…) und another one bites the dust (wie unpassend „der nächste beisst ins Gras“) in einem sinnvollen Satz lese…

    Mein letzter EHK war im Frühjahr 2011 da galt 30:2 mit Beatmen.
    Ich habe an meinem Schlüsselbund so eine zusammengefaltete Atemhaube. Sieht aus wie ein Mundschutz beim Doktor mit einem Loch in der Mitte, wenn’s ausgefaltet ist, was die Berührungsängste etwas abmildert. Benutzen musste ich es zum Glück noch nie.

    HAH HAH HAH HAH stayin‘ alive… blöder Ohrwurm

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  9. Es geht auch mit „Highway to Hell“… damit habe ichs gelernt und auf meinem San A+B weiter gehalten…und bestanden! Allerdings habe ich auch in der Schule noch den 15:4 gelernt, lange ists her… zum San dann kam der ganz neue 30:2 :)

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  10. Bei meinem Führerscheinkurs letzten Sommer hieß es 30:2. Pressen ist wichtig, beatmen notfalls auch nicht, wäre aber schön.
    Takt war bei uns yellow submarine, das lief auch im Hintergrund.
    Und ein Tipp war noch, Rippe zu Anfang brechen, die bricht eh noch, und wir habens dann einfacher :P

    Anotherone bites the dust ist vom Text ja wirklich unpassend…

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  11. Der Kurs ist grad mal 2 Wochen her, Schwerpunkt Alpine Erste Hilfe (http://www.obadoba.de/engelchronik/comments/helfen_und_so/). Wir haben 30:2 gelernt, allerdings hat keiner einen Song zum Taktgeben vorgeschlagen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist nicht beatmen zumindest da keine echte Option, weil der Heli nicht unbedingt nach 10 Minuten da ist. Im begleitenden Heftchen steht sinngemäss, dass der Restsauerstoff im Blut noch etwa 10 Minuten ausreicht.

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  12. Mein letzter Kurs ist länger her… gelernt habe ich sowohl 15:2 als auch 30:2.
    Die wichtigste Botschaft war: das Verhältnis ist egal, zur Not können sie auch die Beatmung vergessen:

    TUN SIE IRGENDETWAS!

    Gebrochene Rippen/Brustbeine heilen wieder; aber keine Atmung und Herzstillstand und ein Verhältnis 0:0 sind nunmal nicht mit dem Leben vereinbar… ;-)

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