“ ml „

Die Flasche Duphalac vom Rezept haben wir sauber angeschrieben mit einer Dosierungsetikette:

5-10ml zu nehmen abends.

Der Patient ruft am nächsten Morgen an, weil er nach 5 Löffeln fand, das sei schon *etwas* viel.

Merke: ml = Milliliter NICHT Messlöffel.

Hmpf. Wie man’s macht … 

16 Kommentare zu „“ ml „

  1. achja. das kenne ich, da kannst du sogar ML für messlöffel drauf schreiben, und die leute nehmen nur milliliter, das wird dann eher wenig. habe mir angewöhnt, auf jeden fall messlöffel auszuschreiben. bei deiner variante kann man aber wirkich gar nichts machen.

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  2. Der Messknecht in mir wäre mit der Angabe 5-10 mL schon überfordert: 5 mL oder 10 mL oder 7,5 mL? Ich bin sehr für klare Angaben.

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  3. ML mit groß geschirebenem M sind Megaliter, also 1000000 Liter. Da braucht man zwar eine Menge Fläschchen und es dürfte eine Weile dauern, das zu trinken, aber was tut man nciht alles für seine Gesundheit!

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    1. Streng genommen: Nein, denn: die Abkürzung für Liter ist l, minuskel.
      Andererseits: Die ccm, die auf meinem Meßbecher draufstehen, sind auch nicht Energie, sondern Volumen…

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      1. Wenn man jetzt ganz genau sein möchte, dann ist die Abkürzung für Milliliter eindeutig „mL“ wie das „Tin@“ oben korrekt gemacht hat. Kleines „m“ für „Milli“ („M“ wäre wirklich „Mega“) und Liter wird als einzige Einheit, die nicht nach einer Person (wie Newton „N“ oder Siemens „S“) benannt ist, mit großem „L“ abgekürzt, da das „l“ zu Verwechslungen mit der Ziffer „1“ führt.

        Ist aber nur im wissenschaftlichen Bereich (SI-System) interessant, im Alltag interessiert das eher weniger.

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        1. DAS kann aber auch nur aus Amerika kommen, wo jede Blonde auch einen 710-Deckel im Auto hat.
          Hierzuland, und das m.W. europaweit, hat die 1 einen Aufstrich, und handgeschrieben das l eine kleine Schleife oben oder zumindest einen kleinen Haken unten.
          Ich habe eben noch mal nachgesehen, und was du schreibst, ist eine KANN-Bestimmung – aus dem angloamerikanischen Raum. Davon abgesehen: wenn man an der Stelle Verwechslungen fürchtet, gibt man eben nicht die abgeleitete Einheit Liter oder eine ihrer Vielfachen an, sondern die Grundeinheit Meter: 1l=1dm³, 1ml=1cm³
          Und das führt zum Eintrag zurück: Wenn auf der Flasche gestanden hätte, 5-10cm³ einzunehmen, hätte der Mann vielleicht auch nachgefragt, aber bestimmt keine Medikamentenvergiftung erlitten.

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          1. In wissenschaftlicher Literatur ist das große „L“ bei Liter wirklich allgemein üblich, auch wenn die Zeitschrift in Europa erscheint. Das klingt auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, vermeidet aber Verwechslungen. Finde ich jetzt gar nicht mal so schlecht.
            Solche Verwechslungen passieren eh schon häufig genug (ich erinnere mal an die Sache mit Punkt und Komma bei Zahlen, also 1.234,567 (Deutschland) vs. 1,234.567 (USA)).
            Was die Amis angeht, kann man da eh froh sein, dass die mittlerweile mit Liter schon mal das metrische System anwenden. Die Umrechnung aus Zoll, Fuss und Gallone wäre die nächste Möglichkeit, einen Fehler rein zu bringen.
            Für den Apothekengebrauch dürfte es wohl am Besten sein, „Milliliter“ und „Messlöffel“ für den Laien auszuschreiben. Das ist wohl dasselbe wie „ASS zum Schleimlösen“.

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  4. Genau aus diesem Grund besteht unser Apotheker darauf, dass wir Milliliter immer ausschreiben. War am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber so gibts hoffentlich keine Missverständnisse. :-)

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  5. Ich kuerze den Messloeffel eigentlich immer mit Messl. ab und sage dann je nachdem nochmal dazu „5 Milliliter“ (lustiges Wort) „das ist ein voller Messloeffel“… Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt, auch unter den Kunden…

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