Pet Peeve

Das ist definitiv ein Pet-Peeve – oder auf gut Deutsch „Lieblingsärgernis“ von mir:

Wenn die Kundin mir ein Riesen-Rezept auf die Theke wirft, nur sagt: „Machen sie mir das bereit, ich komme gleich wieder“ und verschwindet.

So weit so gut – nur, wenn ich dann die 8 Medikamente darauf herausgesucht habe, sie alle in ihr Dossier eingegeben, alle angeschrieben und alles bereit habe und sie (endlich) wieder erscheint …

... dann sagt sie „Ja, aber die hier brauche ich nicht, da habe ich noch“„die hier auch“„von diesen hier will ich das Original, nicht das Generikum“ … und … „muss ich wirklich wieder kommen, wenn sie das Original jetzt nicht hier haben?“

Das bedeutet: die Medikamente wieder aus dem Dossier nehmen, eingeben, dass sie noch nicht abgegeben wurden, abklebern, neues bestellen, die nicht gewollten wieder versorgen …

Im Endeffekt wäre es einfacher gewesen (und schneller), wenn Sie rasch geblieben wären – oder mir gesagt hätten, was Sie genau wollten davon.

Ugh.

10 Kommentare zu „Pet Peeve

      1. ich dachte es waere besser ein „unhoeflich“ gewesen, aber es genugte mir nicht so ganze!
        jedenfalls, bei mir an der Arbeit passiert oft, dass die Versicherungsagenturen anrufen und mit einem „ja hallo warten Sie (bitte) kurz“ lassen dich so bloed anhaengen. da warte ich 30 Sekunden und fang‘ an sie zurueck zu rufen. wenn sie mich nicht antworten, dann lasse ich einfach den Anruf los.
        und dann los weiter mit dem Naechsten!

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  1. Andere Branche, gleiches Problem:
    „Machen Sie mal fertig, ich komm gleich wieder!“
    – „Will ich gern versuchen, aber ich kann mich damit nicht zurückziehen. Und der Kunde, der persönlich am Tresen erscheint, wird gegenüber allen anderen Aufgaben wie Telefon oder Vorbereitungen vorrangig bedient. Ich kann ja schlecht sitzenbleiben und ihn ignorieren, um Ihre Sachen zu erledigen. Der Kunde, der gerade am Tresen steht, hat oberste Priorität für mich.
    Es kann also sein, dass ich Ihren Auftrag nicht fertigbekomme, wenn viel andere Kundschaft hier in der Zwischenzeit auftaucht und bedient werden möchte.

    Wenn Sie jetzt aber 5 Minuten haben, dann sind Sie natürlich derjenige, der vorrangig betreut und beraten wird. Und insgesamt viel schneller fertig. Na, wie wärs?“

    Du wirst lachen, aber so manchen „ich bin ja soooo wichtig“-Kunden habe ich auf diese Weise dahingehend erzogen. Denn wer möchte nicht das Gefühl haben, eine vorrangige Bedienung angeboten zu bekommen?

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      1. Okay, dann hilft nur die harte Tour und Du teilst Dir beim Vorbereiten der nächsten XXL-Bestellung die Zeit so ein, dass ein letztes Teilchen noch nicht dabei ist. Ganz zufällig, versteht sich.

        Und wenn sie dann abholen kommt, erklärst Du ihr freundlich-bedauernd, dass Du leider nicht alles fertig vorbereiten konntest, weil zwischen soviel Laufkundschaft bedient werden muste, dass Du immer wieder aus der Arbeit an ihrer Bestellung rausgerissen wurdest.
        Und ob sie nicht nächstes Mal lieber dabeibleiben möchte, damit ihr Rezept auch wirklich mit Priorität erledigt werden kann und sie die Beratung bekommt, die sie in einer guten Apotheke wie der Deinen erwarten darf.

        Ich würde versuchen, ihr das als ganz großen persönlichen Vorteil zu verkaufen, besser und schneller bedient zu werden, wenn sie die Handvoll Minuten investiert und dableibt.

        Kunden richten ihr Verhalten nicht automatisch an den Anforderungen der Höflichkeit oder daran aus, was Dir die Zusammenarbeit erleichtert.
        Die interessiert nur der Nutzen, den sie mit einer bestimmten Handlungsweise für sich selbst erzielen.
        Versuch doch nächstes Mal, sie bei ihrem Egoismus anzupacken und verwende die Nutzenargumentation, um sie in die gewünschte Richtung zu manövrieren.

        Ich drück Dir die Daumen!

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  2. Dreist. Kommt das öfter vor, dass Kunden ein Rezept so abliefern, „Fertigmachen“ fordern und abzischen?
    Warum machst Du das überhaupt mit? (Selbst wenn es nicht noch Sonderwünsche gibt – ich find das unverschämt.)

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