Anderen zu leid leben – Fortsetzung oder Stopp?

Erinnert ihr euch noch an unsere Nachbarn mit dem Stalker – Problem?

Sie haben einen neuen Brief bekommen. Frankiert diesmal und mit höflicherer Anrede …. aber wirklich von ihrem „Unbekannt“. Darin war eine 20 Euro Note und geschrieben in Schreibmaschinenschrift stand da:

Lieber … und …

Mein Spiel mit euch hat mir viel Spass gemacht. Je mehr ihr euch aufgeregt habt, desto mehr habt ihr mich angetrieben weiterzumachen. Ich bin aber bereit aufzuhören, als Entschädigung liegt etwas Geld bei. Wenn ihr das beenden wollt, müsst ihr versprechen, keine weiteren Schritte gegen mich zu unternehmen – als Zeichen dafür hängt ihr einfach ein weisses Laken oder Kopfkissenbezug aus dem Fenster. In dem Fall würde ich euch einen weiteren Sühnebatzen zukommen lassen.

Keine Unterschrift natürlich und kein Absender.

Was meint ihr?

 

34 Kommentare zu „Anderen zu leid leben – Fortsetzung oder Stopp?

  1. Ich würde das Ganze der Polizei übergeben. Und ggf. mit Hilfe der Presse zur Jagd auf ihn blasen. Dieser Spinner gehört bloßgestellt und mit seinen eigenen Waffen geschlagen.

    Wenn dieser Unhold das alles angezettelt hat, nur um seinen Spaß auf Kosten der Leute zu haben, dann wird er darüber geplaudert haben, um seine Schadenfreude noch zu multiplizieren. Solche Leute benügen sich normalerweise nicht damit, im stillen Kämmerlein allein ihren perfiden Spaß zu treiben. Der wird sich bestimmt gebrüstet haben mit seinen Gemeinheiten.
    Solche Leute fliegen früher oder später auf!

    Und ich würde den Sühnebatzen verweigern, denn mit der Annahme hätte dieser Unhold das Gefühl, sich freigekauft zu haben von jeglichen Gewissensbissen. Der käme damit viel zu billig davon.

    Ein paar Scheine und er darf sich reingewaschen fühlen von jeglichen Konsequenzen seines Tuns? Er hat Straftaten begangen, Psychoterror angezettelt. Kann man sowas mit einer Summe wiedergutmachen und weiterhin sicher fühlen in seiner Anonymität?

    Der spielt doch nur sein Psychospielchen auf einer anderen Ebene weiter, indem seine Opfer die weiße Fahne schwenken sollen und dann abwarten dürfen, wie hoch er den Preis für seine Stänkereien zu taxieren gedenkt.
    Und dann legt er womöglich nur einen Zehner in den nächsten Umschlag und Deine Freunde haben juristisch gesehen eine viel schlechtere Position, gegen ihn jemals vorgehen zu können.

    Das ist ein Dominanzspielchen, was er da treibt. Und es ist längst nicht zu Ende, wenn sie drauf eingehen. Denn dann weiß er, dass sie für seinen kranken Humor auch weiterhin als unfreiwillige Opfer bereitstehen. Der läutet nur die nächste Runde auf einer neuen Ebene ein.

    Kennst Du den Film „Kopfgeld“ mit Mel Gibson, wo er, anstatt Lösegeld zahlen, eine Belohnung auf den Entführer aussetzt und die öffentliche Jagd auf ihn eröffnet? Jeder Bösewicht hat seine schwache Stelle und die muss man herausfinden. Und die eigene Schlechtigkeit ist etwas, worüber fast jeder Bösewicht früher später stolpern wird.

    Vielleicht spielt auch meine eigene Lebenserfahrung mit in diesen Kommentar hinein. Ich bin früher übelst gemobbt worden von den wohlhabenden Unternehmerssöhnchen. Und denen konnte nie einer beikommen, weil ihre reichen Väter ihnen nicht nur diese ekelhafte Attitüde, sondern auch die finanziellen Mittel bereitstellten, sich einfach von der Schuld freizukaufen.

    Ich hatte nur die Wahl, unterzugehen – oder schleunigst Resilienz zu erlernen. Ich bin nicht mehr das Opfer, für niemanden. Und auf finanzielle Sühneleistungen würde ich lieber pfeifen, als meinen Stolz zu verkaufen für ein paar Scheine.

    Hey, Ihr seid Schweizer! Seid unbeugsam, und das Recht auf Unantastbarkeit ist doch auch bei Euch eines der heiligsten demokratischen Grundrechte. Lasst Euch nicht beugen.
    Bleibt stolz im besten Sinne!

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  2. So so, keine weiteren Schritte… Woher weiß Unbekannt denn, das sie Schritte überhaupt eingeleitet haben?
    Entweder ist es jemand aus dem nahen Umfeld (was recht wahrscheinlich ist, leider), oder die Polizei hat schon einige Verdachtsmomente und ihn befragt (oder was immer dann passiert).

    Weiße Flagge hissen bedeutet man ergibt sich. Und das würde ich deinen Nachbarn nicht raten!
    Ich denke Liz hat recht, damit will der das nur auf eine neue Ebene heben.

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  3. Ich würde das Ganze auch an die Polizei weitergeben, auch um zu hören, was die dazu meinen. Einfach so abtun und mit drei Scheinchen ist’s genug – oh nein. Einmal drauf eingelassen, wer sagt mir, dass der „Spaß“ nicht weitergeht?

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  4. Ein widerliches Machtspielchen und eine weiße Fahne wird ihn/sie nicht daran hindern, das weiterzuspielen.

    Möglicherweise ist er/sie an Aufmerksamkeit interessiert – warum sonst sollte er einen solch öffentlichen Beweis fordern?

    Aufmerksamkeit bekommt er/sie übrigens auch durch deine Blogbeiträge, deshalb wäre es vielleicht sinnvoll, sie zu löschen.

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  5. Interessant, es scheint wohl jemand zu sein, der bei ihnen öfters mal vorbeikommt, wahrscheinlich ganz in der Nähe wohnt, also das Laken sehen könnte. Ich würde auf keinen Fall die weiße Fahne hissen, dann freut der Unbekannte sich nur, dass er sie so toll manipulieren konnte.
    Ich würde es auch an die Polizei weiterleiten und vielleicht öfters mal aus dem Fenster sehen, ob da jemand vorbeiläuft, den sie kennt.

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  6. Wirklich ein Euro-Schein? In der Schweiz? Ungewöhnlich. Ansonsten schliesse ich mich meinen Vorrednern an: ab zur Polizei und nicht die weisse Flagge hissen.

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  7. Mitspielen, aber weiter ermitteln lassen*. Alle Post, insbesondere mit Geld unklarer Herkunft, der Polizei übergeben. Am Ende ist’s Falschgeld oder so.

    Es muss jemand aus der näheren Umgebung sein, der täglich dort vorbei kommt, sonst hätte er einen Zeitpunkt angeben müssen, an dem er nachschaut, ob die Weiße Flagge schon hängt.
    Mglw wird er also täglich vorbei schauen und nach oben gucken, ob schon was dort hängt.

    *Wobei das als Nicht-Betroffener natürlich leicht gesagt ist.

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  8. Das ist echt unheimlich. Der beobachtet das Haus?? Gruslig!
    Ich würde Geld und Brief zur Polizei bringen. Hoffentlich haben die bald eine Spur!!

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  9. Ich wuerde auch Geld und Brief zur Polizei bringen: da es schon Anzeige gibt, finde ich, sollte man jedenfalls die Polizei informieren.
    Sowas wuerde ich mich ueberhaupt nicht gefallen lassen.

    (bin ueber die Hauptseite von WordPress hierher gelandet, Entschuldigung fuer meine Fehler, aber leider spreche/schreibe ich ganz wenig Deutsch zur Zeit)

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  10. Ihr denkt in die gleiche Richtung wie wir.
    Geld uns Brief sind inzwischen auch bei der Polizei gelandet – und nein, die weisse Fahne haben sie auch nicht gehisst.
    Da er wahrscheinlich das Haus beobachtet, ist auch die Polizei aufmerksamer und schaut öfter mal vorbei.
    Inzwischen haben die Nachbarn auch einen Verdacht, dem wird nachgegangen. Irgendwann macht er einen Fehler.

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  11. Ich wünsche deinen Nachbarn, dass das alles sehr bald vorbei ist und sie wieder ihre Ruhe haben.
    Wenn man mitlerweile einen Verdacht hat, dann ist das ja schonmal ein großer Schritt, wenn der Stalker ein Gesicht bekommt.

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  12. Ich nehme an, dass die Polizei selbst so schlau war, aber: Hat man die Geldscheine bereits spurentechnisch behandelt und Fingerabdrücke genommen? Selbst wenn er beim Schreiben der Briefe Handschuhe benutzt hat: Die Geldscheine hat er ja zu 100% beim Bäcker, in der Bank, etc. ohne Handschuhe entgegengenommen.

    Falls man den Kerl erwischen sollte, wird es für ihn sehr schwierig, das Vorhandensein seiner Abdrücke auf den Scheinen zu beweisen.

    Euren Bekannten wünsche ich viel Glück, dass man den Kerl erwischt.

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  13. Ich würde auf jeden Fall anzeige bei der Polizei stellen – und die weisse Fahne aus dem Fenster hängen.
    In meinem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass Recht haben noch lange nicht bedeutet, Recht zu bekommen. Wenn die Fahne nicht aus dem Fenster hängt, dann wird es sicher weitergehen. Also Fahne raus.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, der Mensch hört DANN wirklich auf. Und das halte ich für die absolute Hauptsache.
    Was nützt es, auf seinem Recht zu beharren und weiter geärgert zu werden? Man verliert seine Würde nicht, wenn man klüger ist

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    1. Ich hatte auch schon den Gedanken, andererseits könnte es ebenso gut sein, dass er sich durch die weisse Fahne bestätigt und angestachelt fühlt – dann schaut er, ob er sie nicht noch zu mehr bringen kann.

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      1. Das ist eben das Problem. Die „weiße Fahne“ ist allgemein bekannt, damit kapituliert man. In dem Fall würden sich die Nachbarn ihm ergeben und ich glaube nicht das der dann aufhört.
        Und wenn, dann nicht für immer. Sowas gibt dann doch erst Recht ein Gefühl der macht. „Guck mal, die hängen echt ein Laken ins Fenster! Mal sehen zu was ich sie noch so kriege….“

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  14. Das mit der weissen Fahne sehe ich als einen Trick an: er (oder sie?) will, dass die Fahne gehisst wird. Als Zeichen dafür, dass sie schon sehr zermürbt sind. Und dann wird er seine Macht geniessen und weiter seine Spielchen machen.

    Es ist gut, dass alles bei der Polizei ist!

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    1. Menno, da freue ich mich schon, meine Idee mit den roten Kopfkissen zu posten, und dann ist beim runterscrollen ganz unten doch jemand schneller gewesen. :-(
      Hobbypsychologisch gesehen würde ich auch vermuten, dass mit dem Heraushängen der weissen Flagge der Stalker angestachelt wird, da er direkte Macht durch echte Rückmeldung an ihn persönlich auf seine Aktionen erlebt.

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  15. Aus Prinzip keine weiße Fahne, niemals- nach meinem Gefühl signalisieren damit Angreifer ihre Niederlage, nicht die Opfer. Damit gibt man auf- und eine Gegenwehr gegen rechtswidrige Angriffe sollte man sich niemals abkaufen lassen. Vor allen Dingen nicht für 20 Euro. *Das* würde mich erst richtig sauer werden lassen. So ein Flachw…!
    Dieses ganze Geschmier macht den Eindruck, als würde er es mit der Angst zu tun bekommen, aber immer noch der Meinung sein, er sei am längeren Hebel. Das Gefühl sollte diesem Menschen gründlich ausgetrieben werden. Arroganter, primitiver Schnösel. Aufs Maul gehauen gehört dem. Aber von der Polizei.

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  16. Sagt man nicht, man solle Stalker auf keinen Fall ermutigen? Also so gut es geht ignorieren. Ich denke, die Nachbarn haben da richtig gehandelt, indem sie ihm kein sichtbares Zeichen gegeben haben. Insofern abwarten und hoffen.

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  17. Mag sein, dass dann erstmal Ruhe wäre wenn die Nachbarn die weiße Fahne hissen. Man gibt ihm ja doch nur das Gefühl, dass er Macht hat. Nicht gut.

    Ich drücke beide Daumen, dass die Pozilei ihn bald fasst. Du hälst uns auf dem Laufenden, oder?

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  18. So, ich schulde euch noch die Fortsetzung … sofern man das so nennen kann.
    Es hat nach der Episode dann tatsächlich noch nicht aufgehört.
    Etwa 2 Wochen nach dem letzten Brief – und nein, die Nachbarn haben nicht die „weisse Fahne gehisst“ / das Bettzeug aus dem Fenster gehängt, kam via Post ein Päckchen. Es enthielt Adressetikettenkleber, die die Nachbarn bestellt hätten. Das haben sie natürlich nicht, das war wieder der „Stalker“.
    Blöd ist einfach, das Ganze Theater hinterher. Dann muss man zur Post zurück und die Annahme verweigern, wenn das Ding nicht frankiert ist darf man trotzdem noch das Porto zahlen – und natürlich muss man bei der Firma sich melden, warum man das nicht bezahlt – und dass sie gerne bei der Polizei (wo wieder eine Anzeige gemacht wurde) nachfragen dürfen.
    Die Polizei hat ihnen dann geraten den Milchkasten zuzuschrauben, sodass derartige Pakete nicht mehr einfach abgeliefert werden können. Dann gibt es nur den gelben Abholzettel und das ungewünschte Paket geht automatisch zurück. Ohne dass man Porto nachzahlen müsste.
    Seitdem … ist Ruhe.
    Aber so wie es für mich aussieht, hat das weniger mit den obigen Massnahmen zu tun als damit, dass in der Zwischenzeit in der näheren Familie des Nachbarn ernstere Probleme aufgetreten sind … und so wie es aussieht kennt der Stalker die Familie gut genug, dass er das mitbekommen hat und jetzt wohl denkt, er macht mal Pause mit seinen Belästigungen. Vielleicht hat er jetzt aber auch ganz aufgehört. Es ist zu hoffen.

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