Ha… Ha… Haaaa… Hatschi!

Etwa 20% der Schweizer sind allergisch … und viele davon, die mit Heuschnupfen haben gar nicht so Freude am Frühling. Warum sind die Leute hauptsächlich allergisch gegen Gräser und Bäume– aber kaum gegen Blumen?

Darum:

Die Birken, Eschen, Gräser etc. das sind Windbestäuber. Die Pollen sind so fein, dass ein kleiner Windhauch genügt, sie weit davonzutragen – selbst in die Städte hinein, wo sie nicht wachsen.

Blumen dagegen – z.B. Sonnenblumen brauchen Bienen und andere Insekten zum Transport der Pollen. Die sind auch einiges grösser, die fallen nach spätestens 2m zu Boden. Natürlich kann man auch auf Sonnenblumenpollen allergisch werden, aber um da einen Allergieschub zu bekommen, müsste man wohl direkt durch ein Sonnenblumenfeld spazieren.

Ein weiteres Problem sind die Kreuzallergien. Man vermutet heute, dass wir auf eine (begrenzte) Anzahl Proteine reagieren – und dieselben Proteine (oder Bruchstücke derselben) kommen in verschiedenen Pflanzen, Pollen und Nahrungsmitteln vor.

Übrigens: Wieviele von Euch spüren beim Essen eines Apfels im Mund ein Jucken? Wusstet ihr, dass das auch von einer Allergie kommt? Das ist meist eine Kreuzallergie auf Birke und Beifuss. Apfel enthält offensichtlich ähnliche Proteine, also reagiert man auch darauf … leicht.

13 Kommentare zu „Ha… Ha… Haaaa… Hatschi!

  1. Hab‘ nur eine Allergie gegen Spitzwegerich. Zum Glück sind Blumenallergien so selten (gibt’s die überhaupt wirklich?) – hätte ich als Kind eine Gänseblümchenallergie gehabt, es wäre mein Untergang gewesen ;)

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  2. Ich bin leider gegen so ziemlich viele Pollenarten allergisch und reagiere auch ziemlich stark darauf. Bei meinem letzten Allergietest war ich auf alle getesteten positiv getestet wurden und das oftmals auch noch ziemlich stark. Von den Kreuzallergien habe ich übrigens auch schon gehört und habe auch eine auf Äpfel (komischerweise nur bei bestimmten Sorten). Zum Glück aber bei keinen anderen bisher von mir gegessenen Obstsorten.
    Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist die Frage wie es in der Schweiz mit der Verfügbarkeit des Medikaments „Aerius 5mg“ aussieht. Hier in Hamburg ist es wirklich sehr schwer daran zu kommen, weil die meisten Ärzte – mit Ausnahme meines HNO-Arztes – sie nicht verschreiben. Es aber das bisher einzige Antihistaminikum ist, das bei mir anschlägt. Weder Medikamente mit Loratadin noch Cetirizin funktionieren.

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    1. Das kenne ich, bei mir wirkt eigentlich nur das Ebastel. Der Wirkstoff ist Ebastin und man bekommt es nur auf Rezept, jedenfalls hier in D.
      10 mg sind meine, je nach Allergielage brauche ich nur 1 für den ganzen Tag oder eben morgens 1, spätnachmittags 1.
      Ich reagiere auch allergisch auf so ziemlich alles was da so rumfliegt, aber im Jahr 1 ist es ganz schlimm, Jahr 2 nur wenig, Jahr 3 wieder ganz schlimm und so weiter. Eine Erklärung konnte mir noch kein Arzt geben, aber was solls. So weiß ich wenigstens das ich dieses Jahr zwar leide (und das jetzt schon seit fast 8 Wochen immer mal wieder) dafür aber nächstes Jahr fast nichts habe. :)

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  3. Na, liebe Pharmama, dein „leicht“ möchte ich gerne einmal einschränken.

    Als (sehr) starker Allergiker kann ich überhaupt keine Äpfel essen (ok, tatsächlich kann ich nur Orangen und Bananen roh essen, alles andere nur gekocht, gebacken oder sonst irgendwie aufbereitet).

    Es reicht sogar schon, einen Apfel zu riechen, dass bei mir eine allergische Reaktion auftritt (jucken der Nase umd der Ohren), wenn ich ihn essen würde, würden die Schleimhäute schön zu schwellen, die Augen tränen, die Nase erst laufen, dann blockieren, die Haut so schlimm jucken, dass ich mich blutig kratzen könnte etc. Also: Leicht ist relativ.

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    1. Das ist wahr, das „leicht“ ist relativ. Tatsächlich gibt es anscheinend eine Menge Leute, die schon mit jucken im Mund auf gewisse Äpfel reagieren – aber nicht oder noch nicht auf Pollen.
      Wie man reagiert ist halt sehr individuell.

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  4. Wie gesagt, ich bin doch ziemlich allergisch und die Zeit, wenn die Birkenpollen fliegen, ist die Schlimmste im Jahr. Notfallspray habe ich dann immer zur Hand, da ich genau dann immer unter Asthma leide (sonst im Jahr geht’s auch ohne).

    Ich habe mal meinen Allergologen zu den Reaktionen beim „dran Riechen“ befragt und er erzählte mir dann von einer Patientin. Sie war in der Lage, mit verbundenen Augen zu sagen, ob sich im gleichen Raum ein Apfel befand oder nicht.

    Das finde ich heftig… wobei, ich merke es auch, wenn neben mir jemand eine Schale mit Apfelspalten wegmapft, dann juckt wieder alles und die Nase fängt an zu laufen („Wer isst hier schon wieder Äpfel!!!1elf :-))

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  5. Als ich im Kindergarten Praktikum machte, hatten wir drei Kinder mit Apfelallergie in der Gruppe. In letzter Zeit wird das häufiger hab ich den Eindruck.

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  6. Grundsätzlich kann man auf jedes Protein allergisch reagieren, das irgendwie an oder in den Körper gelangt. Egal ob Pollen, Früchte, Wurzeln oder Blätter.

    Tatsächlich ist das Hauptallergen aus der Birkenpolle ein fieses Miststück und in seiner Struktur ettlichen artfremden Proteinen sehr ähnlich.

    Genauso fies sind Proteine aus den Pollen von Ambrosia und übrigens auch aus Soja (letzteres wird gern Menschen mit Allergieneigung empfohlen – ein schlechter Witz!). Extrem hartnäckig ist das Hauptallergen aus der Katze, das kriegt man auch nach Jahren nicht kaputt.

    Im Süden von Europa sind Birkenpollenallergien übrigens kaum ein Thema, dafür schnupfen die Menschen auf Platanenpollen.

    Spannend ist, dass Haselnusspollenproteine andere sind, als die in Haselnüssen.

    Manchmal zieht es mich ziemlich stark zurück in die Forschung…

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    1. Und das mit dem Miststück, das unterschreibe ich sofort! Die Viecher können im Nachbarort blühen und ich reagiere, Mistviecher, elende!

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  7. Ich bin auch betroffen von Heuschnupfen und Asthma, Kreuzallergisch bin ich leider auch und auf einige Blumen und Tiere reagiere ich auch allergisch, also ich habe alles mitgenommen was ich kriegen konnte, echt ätzend :( vorallem kommt mit den Jahren immer mehr dazu , Metall und Duftstoffallergie wird leider auch immer schlimmer :), aber noch ist es ertragbar durch die Medikamente … Kopf hoch an alle Mitleidenden ;) der nächste WInter kommt :)

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  8. Heuschnupfen? Allergie? Hier! Ich! Leider nun auch in der Schwangerschaft :-( Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich gar keine Heuschnupfen-Symptome, jetzt dafür schon – und viele Antihistaminika sollte man in der Schwangerschaft nicht nehmen. Helfe mir derzeit mit Globuli, das geht einigermaßen, es lindert die Beschwerden (wenn sie auch nicht ganz weggehen). Ich bin allergisch auf Birkenpollen und Kernobst … juckender Mund und Rachen beim Apfelessen kenn ich, in der Heuschnupfensaison kann ich gar kein rohes Obst essen, sonst geht es bei einigen Sorten :-/

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  9. Ich reagier meistens bei ganz ganz reifen Äpfeln mit einem juckenden Rachen. :O Genauso wie bei überreifen Bananen.

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  10. Beifuß kenne ich als Gewürz und Medizinalpflanze (u.a. für Frauenbeschwerden); dann müssen also Birkenallergiker u.ä. (die Mutter meiner Großen ist ähnlich schwer allergisch auf Birken und auf alles Obst außer Melonen und Bananen) schwer aufpassen damit?

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