Seltsame Formulierung

Aus einem Arbeitszeugnis:

… Sie hat die Anforderungen der Lehre in der Drogerie gut erfüllt und liess sich durch Probleme mit Lehrern in der Schule oder Mitlehrlingen am Arbeitsplatz nicht beirren und hat sich durch Leistung und Geradlinigkeit Achtung erarbeitet.

Mobbing?

Was haltet ihr davon?

43 Kommentare zu „Seltsame Formulierung

  1. hmmm… so was habe ich auch noch nie gelesen…

    so richtig positiv hört sich das ja nicht an…

    wie ist sie denn im persönlichen Gespräch gewesen…???

    LG

    Andrea

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    1. Das kann ich nicht sagen, weil das eine Blindbewerbung war zu einem Zeitpunkt, wo wir keine neuen Angestellten gesucht haben. Es wäre aber sicher etwas, wonach ich in einem Gespräch gefragt hätte.

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  2. Hört sich für mich auch nach Mobbing an. Warum man das im Arbeitszeugnis jedoch erwähnen muß, ist mir unklar. Ist doch klar, daß man als potentieller AG dann sich wundert.

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  3. Naja, wenn man das jetzt auseinander nimmt sieht es für mich eigentlich gar nicht so negativ aus. Natürlich wäre es ein Punkt zum Nachfragen, aber so wie das für mich aussieht, war sie ja nicht Schuld an den Problemen. Sonst hätte man kaum ihre Geradlinigkeit erwähnt. Und ihre Leistung scheint ja sogar unter suboptimalen Bedingungen gut gewesen zu sein. Und gerade Geradlinigkeit ist ja häufig nen Punkt wo ein Großteil der Menschheit nicht so mit klar kommt. Wundert mich also nicht, wenn sie damit angeeckt ist.

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  4. Positiv klingt anders.
    Probleme mit Lehrern und Mitlehrlingen zu erwähnen sowie die Geradlinigkeit derart zu betonen…
    Entweder sie hat wirklich trotz ihrerseits nicht zu verantwortender Probleme mit ihrer Umgebung überzeigt, dann wäre der Verfasser des AZ äußerst ungeschickt,
    oder sie wurde und wird noch mit dem AZ gemobbt,
    oder sie macht Probleme in ihrem Arbeitsumfeld, ist starrsinnig, uneinsichtig und Achtung könnte für negativen Respekt stehen, was man so in einem AZ nicht schreiben dürfte.

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  5. Probleme mit … = immer rumgezickt
    Achtung erarbeitet = man hatte quasi angst sie anzusprechen

    Bin kein Experte, aber so kann man das interpretieren.
    Gegen Mobbing spricht, dass auch Lehrer involviert waren.

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    1. Mal ganz davon abgesehen, dass ich hier die einzige bin die irgendwas positives darin liest. (Liegt vielleicht daran, dass ich nicht so versteckte Dinge herausinterpretiere…)

      Gegen Mobbing spricht, dass Lehrer involviert waren? Was ist das bitte für ein Argument. Sorry, aber das macht mich gerade wirklich wirklich sauer.

      Ich erinnere mich noch mehr als deutlich an eine ganze Menge Lehrer die mir meine Laufbahn wesentlich schwerer als nötig gemacht haben. Sei da der Lehrer der mich immer wieder auf meine Oberweite angesprochen hat (und Scherze vor der ganzen Klasse gemacht hat) und bei dem ich von 3 auf 5 abfiel, nachdem ich mich bei der Direktorin beschwert habe. Oder die Lehrerin die mir trotz herausragender Leistung (erst mal) meine 1 verweigerte, weil sie es einfach nicht eingesehen hat von ihrer vorherigen Note (5 ^^) derart abzuweichen. Sie war felsenfest davon überzeugt, dass ich mit einer 3 absolut glücklich sein müsste. Das zermürbt, lässt an sich selbst zweifeln und macht einen mindestens genauso fertig wie irgendwelche halbstarken Mitschüler die sich auf dem eigenen Rücken profilieren wollen. Lehrer sind längst nicht immer so harmlos wie man sie darstellt.

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      1. Da schließe ich mich absolut an.

        Ich hatte auch einige Lehrer die im mobben ganz groß waren (auch bei anderen Mitschülern).

        Ich finde das Zeugnis auch eher positiv…sie lässt sich nicht unterkriegen, kann unter Druck arbeiten und hat sich anscheinend selber den Hintern gerettet.

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      2. Ich schließe mich auch an. Ich wurde während meiner Schulzeit eigentlich durchgehend von drei bis vier Lehrern gemobbt, die sich auch noch schön untereinander abgesprochen haben und die Klasse bzw den Kurs gegen mich aufgehetzt haben.
        War echt ne schöne Zeit, vor allem kurz vorm Abi…

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  6. Klingt für mich nach „stur wie ein Esel“…
    Ob das nun positiv oder negativ ist, das ist jetzt die Frage!

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  7. Kommt drauf an – wenn ich das geschrieben hätte, dann wäre es eine verheerende Kritik, weil es hieße, daß die Bewerberin schlicht weder mit Kollegen, noch mit Mitschülern umgehen konnte. Das hat nichts mit Mobbing zu tun, sondern aus meiner Feder hieße das, daß die Dame eine (freundlich gesagt) egozentrische Ziege ist, die man um Gottes Willen nicht ins Gespräch einladen sollte. Die Wörter Leistung, Gradlinigkeit und Achtung wären für mich einfach eine Phrase, um das Zeugnis ins (in Deutschland) vorgeschriebene „wohlwollende“ zu retten.
    Wenn’s natürlich von einem Amateur kommt, dann kann es gut gemeint sein. Im Bereich Zeugnisse sind ehrlich gemeinte, nicht standardisierte Formulierungen aber ein kompletter Schuss ins Bein.

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  8. So eine Formulierung würde mich zum Telefonhörer greifen lassen und beim ehem. Betrieb nachfragen.
    Und dann die Geschichte auch nochmal vom Betreffenden im Vorstellungsgespräch.

    So neugierig wäre ich :D

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  9. tatsächlich eine sehr merkwürdige Sache… ‚codes‘ sind eigentlich in AZ nicht mehr soooo üblich, werden aber va von ungeübten AZ-Schreibern (leider) noch oft angewendet. Da müsst man auch noch den Rest des Zeugnisses lesen, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Aber es ist sicher etwas, wo ich beim ehemaligen AG nachgefragt hätte, und auch in einem Vorstellungsgespräch ansprechen würde.
    Allerdings – ich würde schon als AN gegen solch eine Formulierung im AZ protestieren – wie man an den Kommentaren sieht, löst dieser Eintrag doch va negative Reaktionen aus…. und uU wandert die Bewerbung dann gleich auf den ’nein‘-Stapel.

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  10. „Sie war gerade so gut, daß wir Sie trotzt ihres Dickkopfs nicht sofort rausgeschmissen haben, auch in der Schule hat Sie’s sich mit den Lehrern verscherzt.“
    So würde ich das mal interpretieren, wenn ich Zeugnissprache als Standard nehme.

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  11. Ich habe schon etliche Zeugnisse von AGs gelesen, die eben keine Ahnung von Zeugnisschreiben hatten. Eigentlich ist mir das lieber, weil es sogar ehrlicher rüberkommt. Problematisch ist eigentlich nur, wenn der Leser Codes erwartet, dann kommt eben diese euphemistische Umschreibung des sturwieeineziege, ansprechen unmöglich, aber doch ganz kompetent heraus.

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  12. Ähem, Zeugniscodes sind nach wie vor absolut verbreitet.

    „Anforderungen … gut erfüllt“ heißt, sie ist zumindest nicht durch die Prüfung gefallen. Und der zweite Satz ist ganz eindeutig „unbelehrbar, und keiner traut sich, sie anzusprechen“.

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  13. Möglich wäre auch, dass zunächst im Zeugnis die Formulierung drin stand: „und liess sich durch Probleme mit Lehrern in der Schule oder Mitlehrlingen am Arbeitsplatz nicht beirren“.

    Das hat der scheidenden Mitarbeiterin nicht gepasst und sie hat dann „und hat sich durch Leistung und Geradlinigkeit Achtung erarbeitet.“ ergänzen lassen.

    Die beiden Sätze sagen auf jeden Fall unterschiedliches aus und passen SO nicht zusammen.

    Der erste Satz ist für ein Arbeitszeugnis aber ziemlich ungewöhnlich und ziemlich negativ.

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  14. Für mich hört sich das positiv an: Sie ist brauchbar und kann sich gegen Widerstände „durchbeissen“.

    Das mit den Codes geht mir tierisch auf die Nerven, das sorgt nur für Chaos. Kirstin bringts auf dem Punkt: Die einen möchten Codes schreiben, die andern kennen sie nicht und die dritten versuchen Codes zu lesen wo gar keine sind…

    Ich habe mal eine Reportage gesehen, wo HR Verantwortlichen Arbeitszeugnisse zur Bewertung vorgelegt wurden. Darunter auch eine „Arbeitsbestätigung“. Diese wurde als solche nicht mal erkannt, lediglich bemängelt, dass nichts über die Leistung der Person darin stand…

    Also wenn nicht mal „Profis“ Arbeitszeugnis und -bestätigung auseinander halten können, dann bringen Codes auch nichts.

    Und unterm Strich werden wohl die wenigsten Arbeitszeugnisse von „Profis“ gelesen. Meistens sind es Menschen ohne HR spezifische Ausbildung: Bäcker- und Malermeister, Chefs mit Wirtschafts / Finanzhintergrund, studierte Apothekerinnen, … da muss eine Bewerbung auch nicht dem neuesten Stand der Bewerbungsdesingphilosopie entsprechen. Sauber, ordentlich und übersichtlich, das reicht.

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    1. Nur mal am Rande: „HR“, also „Human Ressources“, heißt auf deutsch „Menschenmaterial“. Und bei solchen menschenverachtenden Ausdrücken krieg ich das Kotzen. Selbst wenn sie sich hinter einer Abkürzung verbergen.

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      1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Übersetzung von „Resource“ „Ressource“ lautet ;)
        „Menschenmaterial“ ist ein Begriff, der mit „Human Resources“ nichts zu tun hat.

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        1. Oh, Spellflamer? Haben die nicht einen kleinen (oder keinen)…?

          Das ändert aber auch nichts daran, daß Ressourcen zwar Kohle und Eisen und Stahl sind, aber nicht Menschen.
          Wenn man Menschen zu Ressourcen machen will, ist das menschenverachtend – und dann soll man sich auch nicht verstellen, dann kann man gleich „Menschenmaterial“ sagen.

          Dein Sprachgebrauch sagt mehr über dich, als dir lieb ist…

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        2. Wenn du es falsch übersetzen *willst* dann tu das, aber dann musst du dich auch damit abfinden, dass deine Übersetzung keine Aussagekraft hat.
          Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.

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        3. Ein Fremdwort durch seine Eindeutschung zu übersetzen ist keine Übersetzung. Oh, ein trottoir ist also auf deutsch ein Trottoir? Und ein Telefon ein telefon? Uiii, da hst du aber ne Leistung vollbracht. Insofern ist deine Nicht-Übersetzung nicht aussagefähig – meine Interpretation dagegen trifft, leider, ins Schwarze.

          Was IST denn eine Ressource? Ein MATERIAL: „Betriebsmittel, Rohstoff, Energie“. Sagt das Wörterbuch. Also denk vielleicht – falls du dazu besser in der Lage bist als zu Übersetzungen – mal darüber nach, was wohl ein „menschliches Betriebsmittel“ oder ein „menschlicher Rohstoff“ ist. Und wie nah einer, der „menschliche Energie“ und „menschliche Rohstoffe“ und „menschliche Betriebsmittel“ verwaltet, dabei ist, Menschen durch den Schornstein zu heizen. Im bildlichen wie im wörtlichen Sinn.

          Wie gesagt: dein Sprachgebrauch sagt mehr über dich, als dir lieb ist. Weitaus mehr.

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  15. Ist doch egal, ob Ihr sie mögt oder was davon haltet – sie werden nunmal verwendet.
    Bedeutet im Umkehrschluss übrigens: Die Nichtverwendung im Zeugnis lässt das selbige schlechter aussehen, als es gemeint ist.

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  16. Ich tippe eher auf merkbefreiten und lernresistenten Lehrling, der sein Ding durchgezogen hat und sprichwörtlich über Leichen ging, um ans Ziel zu kommen. Dass es dabei zu Problemen mit Lehrern und Mitlehrlingen kam, wundert mich wenig.

    Die Zeilen sollen wohl eher eine Warnung für den potenziellen neuen Arbeitgeber sein.

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  17. Ich finde, es gehört nicht in Arbeitszeugnis. Zumindest nicht in dieser Formulierung. Egal, was letztenendes der Auslöser dafür war.

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  18. Für mich gibt es zwei Möglichkeiten, wenn man ein paar Hundert Arbeitszeugnisse hinter sich gebracht hat:

    1) Der schon erwähnte „Nicht-Codierer“. Eher verbreitet im kleinen Geschäft, schreibt so wie er es meint. Bringt dadurch aber jeden Personaler und Chef im Unternehmen ab 50 Mitarbeitern zur Verzweiflung, der das Zeugnis liest. In so einem Fall dürfte das Zeugnis sogar eher positiv zu deuten sein.

    2) Zeugnis aus einem grösseren Betrieb:
    Au weia, Finger weglassen, unbedingt! Alles außer „Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei“ ist mit Vorsicht zu geniessen. Zumindest in Deutschland müssen Zeugnisse „wohlwollend“ formuliert sein nach BGH-Rechtsprechung. Dadurch hat sich das codieren entwickelt und man schmeisst mit sprachlich fragwürdigen Superlativen um sich: „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“.
    Im Beispielfall würde ich das folgendermassen decodieren:
    „Anforderungen der Lehre..gut erfüllt“: Sie hat gemacht, was sie für die Lehre musste, mehr aber nicht. Beim Putzen hat sie sich gedrückt.
    „liess sich durch Probleme mit A und B nicht beirren“: Grosse Klappe, lässt sich nichts erzählen, unbelehrbar.
    „hat sich durch Leistung und Geradlinigkeit Achtung erarbeitet.“ Wir hatten alle Angst vor ihr. Ein bisschen erstaunt waren wir aber schon, als wir sie einmal angepfiffen haben und sie dann wie ein Berserker die ganze Drogerie geputzt und die Regale sortiert hat.

    Man müsste natürlich das Gesamtzeugnis kennen, aber wenn ich so ein Zeugnis vorgesetzt bekomme, dann lade ich gar nicht erst ein.

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    1. Na das ist eine umfangreiche Erläuterung – die sich aber durchaus logisch anhört.
      Arbeitszeugnisse lesen und auch verfassen halte ich für reichlich schwierig. Eben wegen den „normalen verwendeten Formulierungen“ – ist das jetzt schon codiert, wenn ich eine solche verwende wie „zu unserer vollen Zufriedenheit“? – und wenn ich wirklich nicht zufrieden war – kann ich das überhaupt schreiben? Immerhin soll es doch wohlwollend sein – UND ehrlich.
      Wahnsinnsdilemma.

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      1. „Zu unserer vollen Zufriedenheit „ist auch schon „nur“ noch ne Zwei.
        Wenn du wirklich zufrieden bist, muss dort stehen: „zu unserer vollsten Zufriedenheit.“

        Ich habe mal zwei Zeugnisse von einer Bewerberin gesehen, da stand im 1ten: zu unserer Zufriedenheit.
        (Nicht gut!)
        Im 2ten zu unserer vollen Zufriedenheit. (OK, aber verbesserungswürdig.)

        Ok die Gute hat sich verbessert.

        Davon abgesehen, hatte ich schon nach dem telefonischen Kontakt keine Lust mehr darauf, die Bewerberin persönlich kennenzulernen…… (Sie kam leider überhaupt nicht gut rüber.)
        LG

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        1. du vergisst das „stets“ ^^ sonst ist das mit der Zufriedenheit eine Eintagsfliege gewesen.

          btw: Ich HASSE Codes. Wenn man mein erstes Arbeitszeugnis codiert gelesen hätte, ich hätte nie wieder einen Job bekommen. Ich musste mich hinsetzen und es selbst noch einmal schreiben, weil Cheffe davon keine Ahnung hatte.

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      2. So schwierig ist das gar nicht.
        Beim Lesen macht es die Codierung einfach. Ein Blick auf die Tätigkeiten, der Rest ist fast wie Schulnoten lesen, fertig. Wenn man einen ganzen Stapel Papiere hat, dann lernt man das sogar zu schätzen. Das echte Bild macht man sich im Gespräch.

        Schreiben ist – außer bei Führungskräften, Spezialisten und häufigen Funktionswechseln – ebenfalls nicht so schwierig. Man etabliert einen Standard, die Personalabteilung baut die Daten zur Person ein und man selbst passt die „Noten“ an. Dauer ca. 5 Minuten. Ich versuche noch immer ein bis zwei persönliche Sätze zuzufügen, wenn sich die Person in einem bestimmten Bereich positiv abhebt.

        „Zu unserer vollen Zufriedenheit“ ist natürlich bereits codiert. Wenn man gar nicht zufrieden ist, dann darf man das nicht schreiben, sondern schreibt z.B. „zu unserer Zufriedenheit“. Zeugnisse mit dem berühmten „hat sich stets bemüht“ sind mir allerdings noch nie untergekommen. Da scheuen die Arbeitgeber sicher den Konflikt.

        Spannend wird es, wenn Personaler sich um gutes Deutsch bemühen und das schreckliche „vollsten“ meiden, weil es das im Deutschen nicht gibt. Gar nicht lustig sowas, hat schon einige Konflikte gegeben.

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        1. Zitat: Zeugnisse mit dem berühmten „hat sich stets bemüht“ sind mir allerdings noch nie untergekommen.

          Die Formulierung habe ich so auch noch nie gesehen, aber mir ist vor kurzem ein „war eine sehr fleißige Mitarbeiterin, die die Fülle ihrer Aufgaben stets in kurzer Zeit erledigte“ – das las sich für mich trotz des gerade noch positiven zweiten Satzteiles auch nicht wirklich gut……….. und die Formulierung kam von der Anwältin der Arbeitnehmerin

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  19. *seufz*
    Mir zeigt das Thema gerade eindeutig wieso ich so Schwierigkeiten in dieser Gesellschaft habe… Allein beim Wort „Codierung“ könnte ich kotzen. Scheiß Doppelmoral. Was hab ich von einem „wohlwollendem“ Zeugnis, wenn hinter meinem Rücken doch alle denken, dass ich die letzte Zicke auf diesem Planeten bin und ich keine Einladung zu Vorstellungsgesprächen bekomme und im besten Fall nicht mal weiß wieso, weil mein Zeugnis klingt ja eigentlich ganz nett? ^^

    Ne.. nicht meine Welt. Absolut nicht.

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    1. Hm, Doppelmoral würde ich das nicht nennen. Es muß (!) wohlwollend sein und trotzdem ehrlich. Was soll man da als Arbeitgeber tun?
      Über die Zeugniscodes kann sich jeder infomieren, auch früher gab es schon Bücher dazu. Jeder Arbeitnehmer sollte sein Zeugnis anschauen und sich damit auseinandersetzen.

      Mein Tip: Wenn man meint, das Zeugnis passt nicht, einfach mal emotionsfrei mit dem Arbeitgeber reden. Auf diese einfache Weise kann man sein Zeugnis schnell und häufig ohne lange Diskussionen nach oben korrigieren! Schwierig wird es nur, wenn die Vorstellung von Arbeitsnehmer und -geber extrem auseinanderliegen.

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  20. Ich meinte in der Schweiz muss ein Arbeitszeugnis nicht zwingen wohlwollend sein.

    Wenn es da dann aber Streit gibt, dann gibt es im Minimum einen Arbeitsbestätigung, die nur Auskunft über was und wie lange gibt, nicht aber über das „wie“.

    Wie gesagt, Codierung finde ich auch das letzte. Macht doch grad Noten in Kategorien. Z.B. Sozialkompetenz: 8/10 (acht von zehn möglichen Punkten) oder so.

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    1. doch, auch in der CH muss ein AZ wohlwollend geschrieben sein

      wenn jd nur eine Arbeitsbestätigung vorweisen kann für einen Job, wo er mehr als 1 Jahr war, dann spricht das meistens für sich….

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  21. Hmh, seltsame Geschichte… ich würd aber auch eher auf „negativ“ tippen. Und ich traue auch einem Unternehmen, das nicht „codiert“ zu, ein Arbeitszeugnis zynisch zu verfassen ;)

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