Eine „strahlende“ Vergangenheit

Als die Radioaktivität entdeckt wurde, dachte man noch, es sei eine gute und gesunde Sache. Madame Curie – die den Begriff „radioaktiv“ praktisch erfand und 2 Nobelpreise für ihre Entdeckung und Erforschung verschiedener Elemente (Uranium, Radium, Thorium…) erhielt – musste aber am eigenen Körper erfahren, dass dem eher nicht so ist. Heute ist man einiges weiter mit dem Wissen und setzt sich nicht mehr freiwillig der Strahlung aus, wenn es sich vermeiden lässt.

Aber als die radioaktivität noch neu und strahlend war, wurde sie neben der Röntgendiagnostik auch in verschiedenen „gesunden“ Produkten genutzt: In Zahnpasta (s. Bild),  Gesichtscreme, Zäpfchen, in Schokolade, Trinkwasser …

Hier ist eine Seite mit einigen derartigen Produkten.

Was wohl die Erklärung dahinter war, dass das „gesund“ wirken sollte?

15 Kommentare zu „Eine „strahlende“ Vergangenheit

    1. Tatsächlich!
      Toller Link, Danke.
      Es fällt auf, dass es vor allem asiatische (japanische) Produkte sind – ist das bei denen noch nicht angekommen, dass das nicht so gesund ist?

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      1. Radontherapie hilft unter anderem auch bei Ekzemen.

        Und schon gewusst? Guarapari, ein Ort in Brasilien ist dafür bekannt, dass seine Einwohner sehr gesund sind – obwohl sie an einem Ort leben mit dem höchsten natürlichem Strahlenuntergrund auf der Welt. (ein Vielfaches von den Werten, die in D gemessen werden)

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  1. Krass, hab nicht gewusst, dass das mal als gut galt. Oder dass das immer noch dafür gehalten wird. Aber „die Asiaten“ sind eh ein seltsames Völkchen mit Nashornmehl, Seepferdchenpulver, Tigerhoden etc.

    Aber „und setzt sich nicht mehr freiwillig der Strahlung aus, wenn es sich vermeiden lässt“ ist ein weißer Schimmel, denn was sich nicht vermeiden lässt, ist selten freiwillig ;)

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    1. Na, doch: ich steige ja ganz freiwillig in einen Langstreckenflug und lass mir auch freiwillig meine gebrochenen Knochen beim Arzt röntgen. Das lässt sich schon vermeiden, dann lauf ich halt nach Honolulu :)

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    2. Als Mitglied einer Gesellschaft, in der grosse Bevölkerungsteile ihre Krankheiten mit magisch bearbeiteten Zuckerpillen zu kurieren versuchen, solltest du dich gegenüber „den Asiaten“ nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

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  2. Also, ich meine mich zu erinnern, dass zu Curie-Zeiten Radium und Radon als Heilmittel erforscht wurden und auch benutzt wurden. Wer weiß, was sie über unsere „gesunden“ Sachen in 100 Jahren sgen…

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  3. Unheimlich, dass es sowas mal gab. Ich hatte zwar schon davon gelesen, wusste aber nciht, dass es wohl doch recht verbreitet war. Noch unheimlicher ist allerdings, dass es solche Produkte teilweise wohl immernoch gibt. o_O

    OT: Was hältst du eigentlich davon: http://antischarlatan.blogspot.com/2010/07/apotheker-sind-uberflussig-wie-ein.html (Nein, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich bin ganz froh, dass Medikamente von Leuten verkauft werden, die auch ahnung davon haben, und nicht einfach im Supermarkt im Regal stehen.)

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  4. Ich war übrigens selbst mal ein einem „Heilbad“ in Ungarn, ein radioaktiver See. Nach ca. 20-30 Minuten war mir gar nicht mehr wohl darin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas gut tut und es hat sich auch nicht so angefühlt.

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