Oh! So funktioniert das?

Frau kommt in die Apotheke: „Ich brauche das Diflucan von meinem Dauerrezept!“

Apothekerin nachdem sie im Computer nachgesehen hat: „Sie hatten noch nie Diflucan bei uns.“

Frau: „Nein, ich hole das normalerweise in der XYZ Apotheke.“ (die Konkurrenz)

Apothekerin: „Dann müssen sie zu denen gehen. Die haben ihr Rezept.“

Frau: „Oh! So funktioniert das??“

Ja.

12 Kommentare zu „Oh! So funktioniert das?

  1. Aua! Ich überlege mir genau deshalb immer genau, wo ich ein Dauerrezept einlöse. Nämlich lieber in der Nähe der Arbeitsstelle als in der Nähe des Wohnorts.
    Aber schon schlechter Service, dass ihr da nicht alle Zugriff habt *g*.

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  2. Wird wahrscheinlich irgendwann kommen… landesweite oder sogar weltweite Vernetzung der Apotheken, Krankenkassen und Ärzte.
    Sobald sich ein Standard für Datenrepräsentation und Datenschutz gefunden hat (also vermutlich nicht sooo bald ;)

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  3. Nein, nicht sooo bald. Wenn man denkt, wie sie in England ständig Daten verlieren und in Amerika ist letzthin sogar eine Datenbank geknackt worden … da müssen sie noch ein bisschen dran arbeiten.

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  4. Genau. Wobei: die technische Seite des Ganzen ist eigentlich weniger das Problem.
    Der Haken (auch bei den Datenverlusten) ist menschliches Versagen – Administratoren, die das Master-Passwort auf Werkseinstellung lassen und dergleichen Scherze mehr. Letzlich ist das so ähnlich wie mit den kindersicheren Verschlüssen – das ganze Datensicherungsprozedere funktioniert nur, wenn dazu noch die nötige Umsicht der Anwender kommt.
    Davon mal abgesehen, bedarf ein länderübergreifender Datenstandard ja auch politischer Verträge – und sobald Politik im Spiel ist, kann man sich auf endlose (sinnlose) Verzögerungen verlassen.

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  5. Wie ist das mit einem Dauerrezept? Wie lange gilt das, wieviel kann man sich innerhalb dieses Zeitraumes holen? Ich möchte sowas in Deutschland auch, habe langsam keine Lust mehr alle 6-10 Wochen je nach Medikament bei drei verschiedenen Ärzten Rezepte zu holen und vorher noch zwei Überweisungen.

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  6. @Stefan: soweit ich weiss, kann bei uns das Dauerrezept für maximal ein Jahr ausgestellt werden. Ich denke aber, das wird nur bei chronischen Krankheiten oder zB. für die Pille ausgenutzt. Ich habe eine Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow), da dauert die medikamentöse Therapie 18 Monate.
    Ich meine allerdings, solche Dauerrezepte gibt es in Deutschland auch.

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  7. Sorry, nein. Dauerrezepte gibts in D nicht. Zumindest keine Kassenrezepte.
    Kein Kassenrezept kann mehr als einmal abgerechnet werden. Machts die Apotheke trotzdem, ist sie ganz böse dran.

    Privatrezepte sind da….flexibler, auch wenns nicht ganz legal ist.

    Dauerrezepte für Hilfsmittel werden teilweise von den Kassen geduldet, sind aber ganz offiziell auch nicht legal.

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  8. Das verstehe wer will – ich meine, wenn jemand Diabetes oder wer weiss was hat, wird das ja nicht von jetzt auf nachher plötzlich weg sein. Ich gehe ja nun öfter zum Doc als zur Apotheke, weil ich mittlerweile auf sehr niedriger Dosierung bin und mir ziemlich viel Vorrat zugelegt hatte (mein Rezept hat mengenmässig keine Limite drauf – bei NeoMercazole wohl „ungefährlich“), aber ich finde eine Abgleichung sinnvoll, dass man nicht zwischen den Kontrollterminen nur fürs Rezept zum Arzt rennen muss.

    Allerdings gibt es in der Schweiz nur Privatversicherte – und die KK-Beiträge sind nicht einkommensabhängig.

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  9. Nöö, dafür sind die KK Beiträge davon abhängig bei welcher Kasse man versichert ist und in welchem Kanton man wohnt … auch nicht unbedingt „gerecht“.

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  10. Hier in Deutschland ist es wirklich so daß die Patienten sich für jede neue Packung ein Rezept holen müssen. Meine Schwiegereltern die viele Medis brauchen fahren routinemäßig montags zum Arzt weil sie sonntags ihre Boxen auffüllen und dann verbrauchtes wieder aufschreiben lassen. Die Helferinnen in der Praxis rechnen sogar aus wie lange die Tabletten reichen müssen.

    LG Petra

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  11. Ja, in Deutschland kann das schon nervig sein, dass es keine Dauerrezepte gibt.

    Ich habe Athyreose, also seit Geburt keine Schilddrüse. Seit meiner dritten Lebenswoche nehme ich jeden Tag eine Tablette Thyroxin, also jenes Hormon in Tablettenform, das die Schilddrüse sonst selbst produziert.

    Inzwischen also seit 33 Jahren täglich eine Tablette. Dennoch muss ich immer wieder zum Arzt tapern und mir ein Rezept ausstellen lassen – für Packungsgröße N3, also 100 Tabletten. Ich habe nur einmal nach langem Argumentieren mehrere Rezepte bekommen, als ein einjähriger Auslandsaufenthalt bevorstand, und diesen Vorrat zu bekommen, war ein echter Kraftakt… Hab ich nicht verstanden, ich verhöker doch meine Tabletten nicht, sondern benötige einfach lebenslang täglich einmal Thyroxin.

    Einmal jährlich ist Blutwertkontrolle, ist ja auch sinnvoll, auch wenn sich meine benötigte Dosis seit über zehn Jahren nicht geändert hat. Ein Dauerrezept wäre so ein Segen…
    seufzt Mona

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  12. Zitat:
    Die Helferinnen in der Praxis rechnen sogar aus wie lange die Tabletten reichen müssen.

    Joa…weil sonst ein böser Brief von der KK kommt daß man im Quartal XY dem und dem Patienten zuviele Tabletten von medikament X aufgeschrieben hat…die rechnen das nämlich auch nach*sehrseufz*.

    Man hätte als arzthelferin auch besseres zu tun als nachzurechnen ob man Patient Müllermeierschmidt die tbaletten nu nochmal aufschreiben darf oder net…

    Bescheuertes System da habt ihr recht…als ob man das zeug zuhause ins Klo wirft…

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