Noch ein Fall von missverstandener Pharmakologie:
Kundin: „Ich brauche Magnesium Lutschtabletten. Wissen Sie, ich lege die mir abends unter die Zunge, dann kann das Magnesium die ganze Nacht abgegeben werden. Ansonsten wache ich immer am Morgen um 4 Uhr mit Krämpfen auf.“
Ich denke das ist auch ein ziemlich sicherer Weg, Löcher in den Zähnen zu bekommen.
Wirkliche Retardierung – verzögerte Abgabe des Arzneimittels- funktioniert anders.

Falsch verstanden, Part II:
Patienten-Ehemann sagt zu mir: „Meine Frau ist ja sehr dick geworden, aber das ist ja auch kein Wunder. Sie hat ja Zucker!“ Ääääh, ja. Genau. Vorsichtige Erklärungen in die richtige Richtung fruchten bei einigen Menschen jedoch nicht… ;)
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War das nicht umgekehrt? Sie hat Zucker weil … aber das wäre wahrscheinlich auch nicht PC.
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Ich bin auch fett ohne Zucker. Und meine gesammelten Retardtabletten lutsche ich auch nicht. Ich löse sie auf und verabreiche sie mir über 24 Stunden als Dauerinfusion. :-D
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Aber doch eigentlich nur, wenn in den Taletten auch Zucker/Kohlehydrate drin sind, oder?
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Ist in Lutschtabletten noch öfter der Fall. Und manche haben doch auch noch Zitronensäure drin oder Ascorbinsäure (Vitamin C) … von wegen Geschmack und Konservierung etc. oder ein Teil Stärke als Bindemittel oder als Sprengmittel – und Stärke wird durch die Enzyme im Speichel auch gespalten in Kohlehydrate. …
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[…] Aber so einen ähnlichen Fall hatten wir auch schon: verzögerte Abgabe […]
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