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Bekomme ich ein bisschen Unterstützung für die Apotheken?

Jammern auf hohem Niveau – so bezeichnet es der Blick. Es geht um eine letzthin gemachte Umfrage der Pharmasuisse (das ist der Schweizer Apothekerverband) unter den Apotheken.

Dabei ist herausgekommen, dass jede 5. Apotheke grössere Probleme hat. Die Ursachen sind unterschiedlich – eine davon sind aber sicher auch die Medikamentenpreise … und zwar die gesetzlich geregelten für die rezeptpflichtigen Sachen, die stetig sinken.

Dafür möchte ich hier ein aktuelles Beispiel bringen. Für eine Packung Tabletten mit Paracetamol 20 Stück dürfen wir nur noch 2.55 Franken verlangen. Wir sehen häufig (!) Rezepte auf denen nichts anderes drauf steht. Der Patient ist dafür zum Arzt gegangen. Der Arzt hat das Rezept ausgestellt (und: ja, er bekommt etwas für’s Ausstellen des Rezeptes, egal, was da drauf steht) und ich als Apotheke darf das dann abgeben und der Krankenkasse einsenden für die Rückerstattung. Man kann sich vorstellen, dass bei nicht mal 3 Franken nichts mehr für die Apotheke hängenbleibt. Allein der Bürokram um das ganze frisst das schon auf und dabei ist unsere wirkliche  Arbeit (das ganze Hintendran mit Lagerhaltung, Wechselwirkungs- und Dosierungskontrolle und Pipapo) noch nicht mal drin. Natürlich haben wir noch anderes auf Rezept – aber dank der stetig sinkenden Preise und unserer sowieso schon Mini-Marge …  ich will es kurz sagen: Es wird immer schwieriger, damit eine Apotheke rentiert.

Die LOA … also, dass wir per Pauschalen abgegolten werden konnte eventuell da noch etwas auffangen und herauszögern. ABER – die Zahlen zeigen auch deutlich, dass unser Einkommen maximal stabil geblieben ist. Dagegen nehmen die Ausgaben rapide zu: Lohnkosten, Mieten, Einkauf, Anschaffungen … alles steigend. Zusammengenommen nimmt der Umsatz ab und wer wirklich Gewinn macht, kann sich glücklich schätzen.

Aber ich jammere ja “auf hohem Niveau”.

Die Frage, die der Blick jetzt stellt (und nein, der Blick ist keine Zeitung, die für unvoreingenommenen Journalismus steht) ist:

Fänden Sie ein Apotheken-Sterben schlimm?

Ich schon – denn (das ist sicher): die Apotheken, die da sterben werden, das sind zuerst die Apotheken in der Peripherie … in den Dörfern, auf dem Land. Dann die kleinen Quartierapotheken. Die grossen Ketten, die erwischt das nicht. Die ausgesprochene Strategie der Galenika (faktisch die grosse Kette mit mehrere Unterteilungen: Amavita, Sunstore und Coop Vitality) ist denn auch: “Wir kaufen Apotheken um sie zu schliessen.” Ja, die auf dem Land. Dafür machen sie in den Ballungszentren wieder neue auf. Und Apotheken kaufen können die auch nur, wenn sie vom Besitzer verkauft werden … dann, wenn sie nicht mehr rentieren. Und diese Apotheken sind wichtig für unser Gesundheitssystem – als erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen: niederschwellig, erreichbar und die (professionelle) Beratung ist gratis.

Also bitte ich um Eure Mithilfe und um Eure Zeit, an der Abstimmung teilzunehmen  -und den typischen Blick-Lesern, die so ähnlich motiviert sind, wie die Bild-Leser in Deutschland etwas entgegenzusetzen.

Also: gegen (nur) Essigsocken und Apothekensterben!

Hier abstimmenhttp://www.blick.ch/news/wirtschaft/wegen-sinkender-medikamenten-preisen-jede-5-apotheke-ist-in-gefahr-id3016938.html

Pharmama sagt Danke. Auch für mich.

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Verweigerte Epi-Pen Abgabe und der Tod eines Mädchens durch eine Erdnussallergie

Tragisch: in Dublin in Irland stirbt ein 14jähriges Mädchen an einer Erdnuss-Allergie

… und die Medien klagen einen Apotheker an, dass er daran schuld sei. So wie hier:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2527512/Teenager-14-dies-street-allergic-reaction-peanuts-Chinese-buffet-pharmacy-refused-life-saving-adrenaline-injection-didnt-prescription.html oder hier:

http://www.independent.ie/irish-news/mothers-agony-as-teenage-girl-dies-from-peanut-allergy-on-city-street-29854519.html

Was ist passiert?

Die 14 jährige Emma Sloan ging mit Mutter und 2 Schwestern aus essen. Es ist der 20. Dezember, Vorweihnachtszeit und die Mutter hat sie in ein chinesisches „All you can eat“ Restaurant eingeladen.

Emma hat eine starke Erdnussallergie und sie erwischt im Restaurant – obwohl sie nach Aussage der Mutter sonst immer sehr vorsichtig war, was Essen anging – eine Satay Sauce.

Die besteht aus Erdnüssen – und die war auch so angeschrieben: „Contains nuts“.

Als Emma ziemlich bald danach anfängt Atemprobleme zu bekommen, rennt die Familie auf der Suche nach Hilfe aus dem Restaurant und auf die Strasse. Denn den Epi-Pen, den Emma eigentlich hätte, hat sie zuhause vergessen.

Die Mutter findet eine nahe Apotheke und verlangt vom Apotheker einen Epi-Pen gegen die allergische Reaktion.

Und der Apotheker gibt ihr keinen: „Ich darf Ihnen das nicht ohne Rezept geben. Gehen Sie mit ihr in den Notfall!“

Die Mutter hat das dann versucht und sich mit ihrer Tochter auf den Weg ins nahe Spital gemacht. Aber Emma ist kollabiert und noch auf dem Trottoir verstorben.

Jetzt wird die Sache untersucht.

Wie die Medien darüber berichten ist in meinen Augen allerdings sehr … unfair gegenüber dem Apotheker. Ihm wird praktisch die Schuld am Tod von Emma alleine angelastet.

 

Erdnussallergien sind häufig und sie können sehr schwer sein. In Amerika sind sie deshalb sogar dazu übergegangen Erdnussprodukte total aus Schulen zu verbannen.

Aber wer als Allergiker auswärts essen geht, weiss (oder sollte wissen), dass er aufpassen muss. Und fragen muss. Und lesen.

Gerade asiatische Restaurants kochen noch gerne mit Nüssen. Das ist alles andere als ungewöhnlich. Und Satay … ja. Mir wäre das auch ohne Schild klar, dass das Erdnusssauce ist.

Als so schwerer Allergiker sollte man zwingend (!) sein Notfallset und den Epi-Pen dabei haben. Immer! Und wenn sie als Teenager dazu noch nicht verantwortungsbewusst genug ist: die Mutter hätte auch einen dabei haben sollen.

Statt bei den ersten Anzeichen von Problemen (und Atemprobleme sind ernste Zeichen!) die Sanität zu rufen, rennt die Familie auf die Strasse. Wieso?

Selbst wenn die Familie Panik hatte – wenn sie das im Restaurant erwähnt hätten mit der Erdnussallergie und den Atemproblemen – das Restaurant hätte da auch reagieren können.

Die Mutter geht offenbar alleine in die Apotheke um dort panisch nach einem Epi-Pen zu fragen.

Der Apotheker darf vom irischen Gesetz her den Epi-Pen nur gegen Rezept herausgeben. Das ist in Deutschland genau so.

In der Schweiz könnte man noch sn eine Notfall-Abgabe denken. Aber – dafür müsste der Apotheker die Patientin direkt sehen. Ich bezweifle, dass hier (oder auch dort) ein Apotheker den Epi-Pen NICHT anwenden würde, wenn er eine nach Atem ringende, rote und schwitzende Frau mit bekannter Erdnussallergie und Allergenkontakt vor sich hat.

Aber … wenn nicht? Wenn nur jemand vor ihm steht, der sagt, dass … ?

Es ist dort wie hier ja so, dass der Apotheker von Gesetz wegen die Apotheke während der Öffnungszeit nicht verlassen darf – er kann also auch nicht einfach auf die Strasse rennen.

So ein Epi-pen (kostet ja auch nicht nichts) einfach einer wildfremden Frau auf Verlangen in die Hand zu drücken? Die Apotheke ist eine 24Stunden Apotheke und liegt in einem Viertel mit offener Drogenszene …

Doch nicht ganz so einfach und klar, die Sache, oder?

Die Lösung hier wäre aber auch für den Apotheker gewesen: sofort die Ambulanz kommen zu lassen.

Und die Mutter hätte die Tochter wenn schon besser in die Apotheke bringen sollen, statt sie irgendwo draussen zu lassen – auch wenn die eine erwachsene Schwester bei ihr war.

Stattdessen macht sich die Mutter mit den Töchtern weiter auf den Weg ins Spital.

Und die Tochter stirbt auf dem Gehweg. Trotz der Bemühungen eines Arztes und der dann doch noch aufgebotenen Sanität.

Ich bin sicher, dass der Apotheker sich die übelsten Vorwürfe macht. Und: Ja, es wäre gut gewesen, hätte er ihn abgegeben – auch wenn selbst dann nicht sicher ist, dass sie überlebt hätte.

Aber: Ist sie wirklich wegen unterlassener Hilfeleistung gestorben? Oder doch eher wegen von Anfang an schlecht getroffenen Entscheidungen?

Der Mutter hilft die Diskussion nicht mehr – ausser vielleicht ihr eigenes Gewissen zu beruhigen.

Was meint ihr dazu?

Medikamenten-Dosierung für Hunde

Gelegentlich sehen wir in der Apotheke Rezepte von Tierärzten für Tiere. Hunde und Katzen hauptsächlich, gelegentlich auch für Vögel. Hauptsächlich, wenn der Tierarzt ein Medikament aufschreibt, das eigentlich für einen Menschen gedacht ist und es dann … umwidmet.

Ich muss zugeben – was die Dosierung da angeht, muss ich mich voll darauf verlassen, dass der Tierarzt weiss, was er tut, denn ich kenne mich nicht aus, was den Metabolismus von Tieren angeht. Ganz sicher sind Dosen für Menschen nicht einfach eins zu eins und nur auf das Körpergewicht bezogen anpassbar.

In Amerika ist ein Apotheker jetzt bei so einem Fall gebüsst worden.

Es ging um einen Hund, eine sehr hohe Valium-Dosierung auf dem Rezept vom Tierarzt und um eine besorgte Tierhalterin.

Der Hund war Roo, ein 6 Jahr alter etwa 48 kg schwerer Chesapeake Bay Retriever, der eine Operation am Knie hatte.

Weil er nach der Operation sehr unruhig war und sich nicht schonte, verschrieb ihm der Tierarzt Diazepam. Die Tierklinik hatte keine Tabletten, die gross genug waren für einen Hund seiner Grösse, darum wurde das Rezept an eine Apotheke gefaxt, die die Hundehalterin ausgesucht hat.

Das Rezept war für 60 Stück 10mg Tabletten Diazepam. Mit der Dosierung 2 bis 4 Tabletten aufs Mal zu geben, alle 8 bis 12 Stunden, nach Bedarf.

Als der Apotheker dazu kam das Rezept auszuführen, fiel ihm die hohe Dosis auf.

Zum Vergleich: Beim Erwachsenen Menschen nimmt man initial 5-10mg, täglich maximal 20 mg. Die Einzeldosis soll nicht über 10mg liegen.

Wir reden hier also von einer Einzeldosis, die doppelt bis 4 x so hoch ist und von einer Tagesdosis, die maximal 8 x so hoch ist, wie empfohlen.

Der Apotheker versuchte den verschreibenden Arzt zu erreichen, der ist aber inzwischen in den Feierabend gegangen und die Tierklinik geschlossen.

Als die Tierhalterin das Medikament abholen kommt, weist der Apotheker sie auf die hohe Dosis hin: „Der Apotheker hat mir gesagt, die Dosis sei zu hoch. Tatsächlich hoch genug um einen Menschen umzubringen. Ich war verwirrt und verängstigt und habe ihn gefragt, was ich tun soll? Er hat mir gesagt, ich solle die Tabletten vierteln und meinem Hund nur je ¼ Tablette geben.”

Das hat sie dann – was beim Hund dann keinen Effekt hatte: die Dosis war zu tief.

Sie war durch die Aussage des Apothekers so beunruhigt, dass sie – sogar nachdem sie noch einmal beim Tierarzt nachgefragt hat nicht die eigentlich verschriebene Dosis gegeben hat.

Mit dem Ergebnis, dass der Hund sein operiertes Bein nicht schonte, das dann nicht gut verheilt ist und der Hund weitere Operationen brauchte.

Deshalb hat sie den Apotheker angezeigt. Vor allem, weil er sich, wie sie sagte: uneinsichtig und reuelos zeigte.

Bei der Untersuchung sagte der Apotheker: „Ich habe nicht genug Resourcen um die Dosis für einen Hund zu berechnen. Die Resourcen in meiner Apotheke befassen sich alle mit der Dosierung für Menschen. … die Patientin hat mich gefragt, was die Nebenwirkungen dieses Medikamentes seien. Ich habe ihr gesagt, dass für einen Menschen die Dosis sehr hoch wäre und dass sie sich so bald als Möglich an den Arzt wenden soll um sich zu versichern, dass sie dem Hund die richtige Dosis gibt. In der Zwischenzeit soll sie sich an die aufgeschriebene Dosierung halten.“

Was auch immer gesagt wurde – und wie es ankam … der Apotheker bekam vom Board of Pharmacy einen Eintrag ins Leumundzeugnis (notice of correction) – aber keine weiteren Strafen, auch weil er bisher keine negative Vorgeschichte hatte und inzwischen auch Korrekturmassnahmen eingeleitet … wie für die Apotheke ein Buch über Dosierung bei Tieren anzuschaffen.

Der Apotheker bestätigt auch, dass sie in der Schule oder durch ihre Vorgesetzten keine Ausbildung erhalten in Veterinär-Pharmakologie. „Niemand hat das“ sagt er. Und fügt hinzu: „Ich rate den Schulen an, dass sie damit anfangen.“

Quelle: http://news.vin.com/VINNews.aspx?articleId=28582​

Hätte der Apotheker da nicht helfen MÜSSEN?

Danke an die Leser, die mich auf diese Pressemitteilung aufmerksam gemacht haben:

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/414230/apotheker-schickt-madchen-mit-zuckerschock-weg

Darin steht, wie ein 15 jähriges Mädchen mit Diabetes in einer Apotheke in Osnabrück nach Traubenzuckerbonbons fragt. Sie hat eine akute Unterzuckerung (schwitzt und zittert) und braucht das ganz dringend. Der Apotheker hat aber keine zum gratis abgeben mehr da und will keine Packung aufmachen ohne vorherige Bezahlung. Selbst auf die telefonische Intervention der Mutter nicht. Dafür schickt er das Mädchen in die Apotheke gegenüber, wo sie dann ihre Traubenzucker bekommt.

Wie stehe ich dazu?

Der Apotheker hat ganz sicher einen Fehler gemacht. Und ich bin auch sicher, dass er ihn sehr bedauert – und nicht nur wegen der schlechten Presse.

So steht dann da auch im Artikel

Ob er denn angesichts der Notlage nicht eine Packung hätte anbrechen können, geschweige denn müssen? „Hätte ich das mal gemacht“, bedauert er. „Was passiert ist, tut mir leid.“

Vielleicht war die Frage nach den Traubenzucker-Bonbons zu … offensiv. Vielleicht hat er in die Richtung schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ziemlich sicher hatte er tatsächlich keine zum gratis abgeben an Lager. Und sehr wahrscheinlich ist ihm einfach nicht in den Sinn gekommen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt: zum Beispiel hinten ein Glas Wasser holen und etwas Zucker drin lösen – muss ja nicht Traubenzucker sein, der für den Kaffee tut’s auch. So wie Orangensaft, das man in so Situationen auch gern gibt.

Dann schickt er sie in die nächste Apotheke – die liegt (nur) knapp 20m über die Strasse. Nicht die beste, aber … auch eine Lösung.

Aber ja, ich denke er hätte selber etwas mehr machen sollen. Ansonsten fällt das wirklich schon fast unter Unterlassene Hilfeleistung. Immerhin *hat* er die Ausbildung das Problem zu erkennen und auch zu wissen, was er zu tun hat.

Ihn böse zu nennen … finde ich aber etwas übertrieben. Ich glaube nicht, dass er in böser Absicht gehandelt hat.

Im übrigen: Zuckerschock finde ich eine nicht wirklich gelungene Beschreibung für eine Hypoglykämie – eine akute Unterzuckerung. Auch wenn das umgangssprachlich ist – irgendwie suggeriert es ein zuviel an Zucker – wo doch das Problem hier ein zuwenig ist. Das kann sich auch ziemlich dramatisch äussern: von Verwirrtheit bis Verhaltensänderung (oft Aggressivität) über Koordinationsstörungen bis Kreislaufstörungen. Schwitzen und Zittern gehören auch dazu – als Bekannter ist es gut, auf derartiges zu achten, damit man schnell reagieren kann. Und lieber etwas zu früh Zucker geben als nicht. Auch wenn Diabetes eigentlich eine "Überzuckerung" ist. Das kommt halt auch vor.

Und Danke an die vielen Apotheker die nie in der Presse erwähnt werden und für die das ganz selbstverständlich ist, in so einem Fall zu helfen!

(Ja, den Fall hatten wir selber auch schon.)

Pharmama in den Medien (4)

Für einmal nicht den elektronischen, auch wenn es darum geht.

Für das Buch „Online Marketing für die erfolgreiche Apotheke“ wurde ich angefragt, ob es möglich ist, mich hier als Beispiel für einen (Apotheken-) Blog zu bringen.

Dafür habe ich ein Exemplar des Buches bekommen – und inzwischen gelesen.

Das Buch ist speziell zugeschnitten auf Apotheken über die Vermarktung und Werbung online. Das heisst man findet darin nicht nur über allgemeine Marketing Grundlagen Informationen, sondern auch was und wie man das im Internet macht. Mit Praxistipps für: Apotheken Websites, Email-Newsletter, Apps, Suchmaschinenoptimierung, Social Media, Blogs, IT Sicherheit und – ganz wichtig: Rechtsvorschriften. Auch wenn die für Deutschland sind, gilt doch einiges auch für uns in der Schweiz.

Ganz klar: So ein Blog wie meiner hier eignet sich aus verschiedenen Gründen Nicht für eine klassische Apotheken-Website. Ich blogge ja auch darum anonym, weil das ein weiterer Schritt ist, das Patientengeheimnis zu wahren – was auch immer ich hier an Begegnungen reinschreibe soll nicht zurückverfolgbar sein. Das dürfte sehr viel schwieriger sein, wenn man für eine spezifische Apotheke bloggt. 

Aber auch so gibt es ein paar Fussfallen: Das Kommentarsystem zum Beispiel, das überwacht werden sollte – auch wegen der Schweigepflicht und wegen dem Heilmittelwerbegesetz, oder allzu konkretem Rat – nur allgemeine Ausführungen sind erlaubt. Alles andere gehört in ein persönliches Beratungsgespräch mit dem eigenen Apotheker… (Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker :-) )

Das und mehr wichtiges findet sich im Buch (auch für den Kindle: rechts). Ein Muss fast für die moderne Apotheke.

Aspirin Fälschungen abgefangen

In Le Havre sind dem Zoll 1.2 Millionen Beutel Aspirin in die Hände gefallen

Laut Analyse enthalten die Beutel keinen Wirkstoff, der Inhalt besteht hauptsächlich aus Glukose – gemein auch "Zucker" genannt.

Die aus China stammenden gefälschten Medikamente waren für den Markt in Spanien, Südfrankreich und Nordafrika bestimmt.

Quelle: NZZ

… die setzen wohl auf den gerade bei Schmerzmitteln ausgeprägten Placebo Effekt :-)

besten Dank an kb, der darüber schreibt:

Wenn es nicht eher traurig als lustig wäre, könnte man denken "Hauptbestandteil Glucose? Endlich gibt es Aspirin-Globuli !"

kb

Übrigens: Danke auch für den Hinweis darauf: "Schade, daß man auf deinem Blog seit der Umstellung auf das lesen der Kommentare verzichten muss, wenn man die Sicherheits- und Privacy-Einstellungen seines Browsers nicht sperrangelweit aufmachen möchte. (Stichwort: Java-Script und Tracking).

 

 … Aber ist dir auch aufgefallen, dass auch die NZZ dasselbe Kommentarsystem verwendet?

Apotheken als erste Anlaufstellen

… ein wirklich erfreulich einsichtiger Artikel vom 27.7.2012 aus der NZZ, der Neuen Zürcher Zeitung.

Wichtig bleibt auch nach dem Nein vom Juni (gemeint ist die Managed Care Vorlage), einen Weg zu finden, um unnötige Arztbesuche und Doppelspurigkeiten bei der medizinischen Behandlung zu vermeiden. In den Notfallstationen der Spitäler beklagt man sich bereits seit langem über den Zulauf von Patienten, die keine Notfallmedizin benötigten und die nicht selten wegen Bagatellen vorbeikämen. Es erklingt denn auch der Ruf nach Einsparungen bei Bagatellerkrankungen.

Potenzial der Apotheken

Dabei besteht in unserem Land bereits ein dichtes Netz an medizinischer Fachkompetenz, die man noch weit besser nutzen könnte. Beinahe an jeder Tram- oder Busstation befindet sich in grösseren Städten eine Apotheke. Jederzeit kann man sich dort, während 11 Stunden im Tag und länger, medizinischen Rat holen, ohne jede Anmeldung. Dieser ist zudem meist gratis. Warum also nicht den Gang zur Apotheke fördern?

Das sagen wir hier ja schon lange :-)

Ein Hautausschlag, ein Husten, eine fiebrige Erkrankung – ein Gang zu einer Apotheke kann schon vieles klären. Diese sind dafür auch eingerichtet und ihr Personal entsprechend ausgebildet.

Jederzeit kann auch nach einer Apothekerin oder einem Apotheker gefragt werden. In jeder Apotheke muss laut gesetzlichen Vorschriften stets mindestens ein akademisch ausgebildeter Pharmazeut anwesend sein.

Das oben nennt man Triage  – das bedeutet, es wird abgeklärt, welche Beschwerden noch selber behandelt werden können und was zum Arzt gehört. Die Apotheken helfen teilweise auch beim Gang zum Arzt – immerhin kennen sie die Ärzte in der Umgebung und auch welche noch Patienten annehmen. Apotheken arbeiten auch mit Ärzten direkt in Qualitätszirkeln zusammen: so im Freiburg, Tessin, Waadt und Bern – etwas wovon die Patienten gesundheitlich profitieren – und die Kassen finanziell. Auch erwähnt wird das NetCare Projekt – die Möglichkeit in manchen Apotheken direkt mit dem Arzt in Kontakt zu treten via Videokonferenz. Darüber habe ich hier schon berichtet.

Der Zugang zur Apotheke ist niederschwellig. Die Beratungen sind gratis; eine Beratungspauschale ist nur auf vom Arzt verschriebenen rezeptpflichtigen Medikamenten zu bezahlen. Sie wird von der Krankenkasse zurückerstattet. Warum also nicht die Apotheke vermehrt als «Gatekeeper» nutzen? Das könnte durch eine gute Triage gerade bei Bagatellfällen Einsparungen bringen.

Danke an die NZZ und Autorin Claudia Schoch für diesen Artikel!

Aus dem pharmaJournal (der schweizer Apothekerzeitung)

… die kommt im Gegensatz zur deutschen nicht jede Woche, sondern nur jede zweite (und ist auch nicht so dick) – wird aber gut angeschaut.

Das ist mir gestern drin aufgefallen:

Sieht für Nicht-Mediziner nicht nach viel aus, aber … DAS war ein Streitpunkt, als es die Sortis noch nicht als Generikum gab. Sind die Sortis Teilbar?

Die Firma hat damals mit allen Mitteln zu vermeiden gesucht, dass man sie teilt. Sie hatten keine Bruchrille, waren überzogen (sind sie jetzt noch) und in der Packungsbeilage stand gar nichts von wegen Teilbarkeit. Da stand aber auch nicht drin, dass man das nicht dürfe. Aber die Firma hat Rundschreiben an Ärzte und Apotheker herausgelassen, dass man die Tabletten nicht teilen darf.

Ich fand das schon lange eher seltsam (siehe auch den Artikel hier über die Teilbarkeit von Tabletten) In Amerika gibt es die Tabletten unter dem Namen Lipitor – und dort war es schon lange gang und gäbe die Dinger zu teilen. Das war auch ein Mittel etwas zu sparen, denn die 10mg, 20mg, 40mg und sogar 80mg hatten alle denselben Preis. Und einmal teilen (halbieren trifft es vielleicht nicht ganz) liegt da wirklich drin.

Jetzt haben wir aber Generika – mit Bruchrillen teilweise … und nun zieht auch das Original nach. Geht doch.

Und dann ist mir noch diese Stellenanzeige aufgefallen, die ich (der Aktualität halber) unzensiert bringe:

Finde ich kreativ! :-) Mal was ganz anderes.

Gerettet Dank Apothekerin

Zwei italienische Touristen wandern mit ihrem Hund am Meer in England an der Küste von Devon. Da kommt die Flut und schneidet ihnen den Rückweg zum Strand ab. Sie sitzen also auf einem Felsen im steigenden Meer. Sie haben ein Telefon, aber keine Nummer für die lokale Polizei oder Feuerwehr oder derartiges, die sie anrufen könnten und um Hilfe bitten.

Da finden sie in der Tasche das Rezept für die Apotheke des Ortes, wo sie ein paar Tage vorher waren. Auf dem Rezept die Telefonnummer.

Dort rufen sie an. Obwohl das Gespräch wegen der schlechten Verbindung mehrmals unterbrochen wird, versteht die Apothekerin, dass sie in Not sind und ruft für sie die Küstenwache an. Die Küstenwache findet die Touristen im Meer und rettet sie mittels Helikopter.

Link zum Originalartikel im guardian. (in Englisch)

Merke: Es ist immer gut, die Nummer des lokalen Notdienstes zu wissen. Dort wäre es die 999 gewesen. Hierzulande ist es die 112.

Vom Vertrauen in den Berufsstand

Eine Apothekerin fälscht für sich und ihre Familie Rezepte und betrügt so die Krankenkasse. Als sie auffliegt, wird sie verurteilt wegen Betrugs und Urkundenfälschung und zu einer Freiheitsstrafe zu 10 Monaten auf Bewährung verurteilt. Wegen der Verurteilung verliert sie ausserdem ihre Approbation als Apothekerin.

Dagegen legt sie Berufung ein. Ihre Begründung:

… dass die Menschen von Apothekern kein untadeliges Verhalten erwarten würden. Das Verwaltungsgericht sei in erster Instanz von einer „romantisch-idealisierten Apothekeruntadeligkeit“ ausgegangen. Das Berufsbild sei heute nicht mehr geprägt durch persönliche Beratung oder soziale Betreuung, sondern auf den Vertrieb von Arzneimitteln.

Auf gut Deutsch: Da man die Apotheker heute nicht mehr als Beruf mit Ehre sondern als Verkäufer ansehen würde, ist ein eventueller Verlust des Ansehens, das sie durch ihr Verhalten dem Apothekerberuf zufüge nicht wichtig genug, als dass sie deswegen ihre Zulassung verlieren sollte.

Das sahen die Richter anders:

Das gravierende Fehlverhalten der Apothekerin sei durchaus geeignet, das Ansehen in den Berufsstand und das in diesen gesetzte Vertrauen nachhaltig zu erschüttern, heißt es im Beschluss. Denn bei der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln müsse sich ein Apotheker nicht nur von den rechtlichen Bestimmungen, sondern auch „von seiner Verantwortung für das Leben“ leiten lassen. „Er darf das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Apothekerberuf nicht dadurch verletzen, dass er sich von einem unangemessenen Gewinnstreben bei der Erfüllung seiner Aufgaben beherrschen lässt“

 Also liebe Mitapotheker: verhaltet Euch (auch weiterhin) untadelig und schadet nicht dem Ansehen und dem Vertrauen in den Berufsstand, ansonsten … gehört ihr bald nicht mehr dazu.
(Geht es nur mir so oder spricht aus der Aussage der fehlbaren Apothekerin ein gewisser Frust über die aktuellen Zustände?).

Da kommt sie!

Wer? Na, die Grippewelle. Jedenfalls, wenn man den Medien glauben kann … die künden sie allerdings schon seit Wochen an:

… das mit der Schweinegrippe: wie erwartet hat die sich jetzt zu den jährlich grassierenden Grippeviren dazugesellt. Zum Glück ist sie nicht schlimmer als die “normale” Grippe – oder sollte ich sagen: gleich schlimm? Dass die Schweinegrippe oder der Vogelgrippevirus in etwas bösartigeres mutiert wären ist auch nicht eingetroffen. *Das* wäre dann eher übel.

Jedenfalls – bisher habe ich in der Apotheke nicht viel mitbekommen von wegen Grippefällen. Wir haben hier einige mit Erkältungen – im Moment geht eine um, die ziemlich langwierig ist und übel Schleim und lange Husten macht. Aber echte Grippe? Eher nicht.

Es scheint sowieso von Jahr zu Jahr länger zu dauern, bis die Grippewelle kommt. Wenn das so weitergeht, haben wir sie in ein paar Jahren im Sommer, nicht im Winter. Den Trend zeigt auch die Grafik vom BAG: (Quelle)

Übrigens: Google hat einen eigenen Grippe-Messer: zu finden hier: http://www.google.org/flutrends aufgeteilt auch nach Ländern. Ihre Statistik beruht hautsächlich auf den Suchanfragen nach “Grippe” – und dafür ist sie erstaunlich zutreffend. Das hier wäre die aktuelle Grafik für die Schweiz:

Wahnsinns Grippewelle, nicht? Alles in Deckung!

Am Rande …

Apotheker sind hilfsbereit.

Das durfte auch ein Pärchen aus Südafrika erfahren, die wegen einem Rugby-Spiel auf Neuseeland gereist sind.

Die beiden suchten im Ort Eastbourne nach dem Hotel, das sie online gebucht haben. Als sie es nicht fanden, gingen sie in eine Apotheke den Weg nachfragen. Dort mussten sie erfahren, dass es kein Hotel gibt in dem Ort, nur Bed & Breakfasts. Als die Apothekerin Linda Burke die Buchungsbestätigung anschaute, war schnell klar, was passiert war. Das Pärchen hatte ein Hotel in Eastbourne gebucht, allerdings in Eastbourne, England, nicht in Eastbourne, Neuseeland …

Aber es geht noch weiter. Wegen dem Spiel waren alle Unterkünfte ausgebucht. Schliesslich nahm die Apothekerin sie 2 Nächte lang bei sich zu Hause auf.

News nachzulesen hier:

http://uk.news.yahoo.com/rugby-world-cup-fans-book-hotel-wrong-country-002319405.html

Apotheker im Film … und Nicolas Cage

Es ist ja so, dass meine Berufsgruppe im Film nicht gerade prominent vertreten ist. Ich meine: Ärzte, Polizisten, die Feuerwehr … die sieht man ständig, aber Apotheker? Fehlanzeige.

Auf youtube habe ich also nach Clips gesucht und 2 gefunden, lustigerweise beide mit demselben Schauspieler: Nicolas Cage.

Der erste Ausschnitt stammt vom Film Matchstick Men (2003) und zeigt wie der mit vielen Problemen behaftete Charakter in der Apotheke versucht an das ihm vom Psychiater verschriebene Medikament zu kommen … das sich nicht ganz als das herausstellt, was er gedacht hat …. :-)

Der zweite Ausschnitt kommt vom Film Bad Lieutnant (2009) – Cop ohne Gewissen. Nicolas Cage spielt darin einen Drogen – und Schmerzmittel-abhängigen Polizisten, der sich aus der Apotheke seine Tabletten besorgt.

Sieht so aus, als ob wir nicht nur nicht oft im Film vorkommen, wenn, dann sind wir auch noch eher negativ belegt. Man denke da auch an den deutschen Film (und Buch) “die Apothekerin”.

Die Selbstdispensation in den Medien

Was kostet die Selbstdispensation?
Zahlreiche Studien wurden zur Frage verfasst, ob die Selbstdispensation oder die Abgabe in Apotheken aufgrund von ärztlichen Rezepten kostengünstiger ist. Konstantin Beck, Ute Kunze und Willy Oggier kommen in ihrer Studie zum Schluss, dass in den SD-Kantonen,nach Korrektur um die sozioökonomischen Unterschiede, um 243 Franken höhere Medikamentenkosten pro Einwohner und Jahr anfallen als in den Rezepturkantonen. Der Kostenunterschied zwischen SD-Kantonen und Kantonen mit Mischsystem sei erwartungsgemäss kleiner; er beträgt aber immer noch signifikante 35 Franken pro Kopf und Jahr
Quelle: Beck, Ute Kunze und Willy Oggier, „Selbstdispensation: Kosten treibender oder Kosten dämpfender Faktor?’, in Managed Care 6/2004

Die Politik zur Selbstdispensation
In 17 Kantonen haben die Ärtzte heute ganz oder gebietsweise das Recht, Medikamente selber abzugeben. Und das Geschäft mit dieser sogenannten Selbstdispensation ist äusserst lukrativ. Der Preisüberwacher hat letztes Jahr in einer Studie aufgezeigt, dass die Ärzte mit eigener Apotheke allein durch den Medikamentenverkauf ihr Einkommen im Durchschnitt um 106 000 Franken aufbessern konnten.
Genau diese Verknüpfung zwischen Einkommen und Medikamentenabgabe ist Couchepin nun aber ein Dorn im Auge. Wo ein Arzt mit Medikamenten verdiene, bestehe die Gefahr, dass er mehr und Teureres verschreibe als nötig. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind die Medikamentenkosten in Kantonen mit Selbstdispensation deutlich höher – um 250 Franken pro Person. «Diese Situation ist unhaltbar», sagt Couchepin.
Quelle: Tagesanzeiger 22.9.09 ZH

ZÜRICH Immer mehr Ärzte geben ihren Patienten Medikamente ab. Zwischen 2005 und 2008 stieg ihre Zahl um 6 Prozent auf 4300, wie eine Studie der grössten Krankenkasse Helsana zeigt. Gleichzeitig verkauften die selbstdispensierenden Ärzte in dieser Zeit 16 Prozent mehr Medikamente. Die Kasse errechnete pro Jahr einen Durchschnitts-Reingewinn von 55 000 Franken pro Arzt oder 7.40 Franken pro Packung. «Ein ungerechtfertigter Profit», wie die Helsana findet. Die Ärzte erhalten die gleiche Marge wie die Apotheker. Ihnen bleibt mehr Gewinn, weil sie geringere Fixkosten haben. Es dürfe keine Anreize mehr für die Ärzte geben, möglichst viele Medikamente abzugeben
Quelle: Sonntags Zeitung

Mein Arzt hat zu mir gesagt, dass die Medikamente bei ihm billiger sind als in der Apotheke, stimmt das?
Diese Aussage ist nicht richtig. Der Medikamentenpreis ist staatlich verordnet und gilt für alle Leistungserbringer: Spitäler, Apotheken und Ärzte. Jeder Leistungserbringer kann bei der Medikamentenabgabe für die Leistung die Tarife verrechnen, welche mit der Krankenkasse vertraglich festgelegt worden sind. Die Tarife der Apotheken sind sogenannte Fallpauschalen, welche unabhängig vom Zeitaufwand sind. Der Arzt verrechnet seinen Aufwand gemäss TarMed im 5-Minuten-Takt (ca. CHF 18.- pro angebrochene 5 Minuten). 
Genau genommen sind die Medikamente in den öffentlichen Apotheken billiger, weil diese gemäss LOA-Vertrag den Krankenversicherungen bei der Abrechnung der Rezepte auf die Medikamentenpreise 2.5% Rabatt geben (Kostenstabilisierungsbeitrag). Gerade bei teuren Medikamenten macht dies sofort ein paar Franken aus. Bisher leisten die Ärzte keinen solchen Beitrag zur Kosteneinsparung bei den Medikamenten.
Quelle: Apothekerverband Zürich

Zusammenarbeit in Gefahr
Der Medikamentenverkauf der SD-Ärzte hat sich als Blockade für jegliche Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker erwiesen. pharmaSuisse freut sich sehr, auch künftig zum Wohle der Bevölkerung in enger Kooperation mit der Ärzteschaft zu arbeiten.
Die Ärzte müssen für ihre ethisch hochstehende Arbeit korrekt entlohnt werden, nicht aber für den Verkauf der von ihnen verschriebenen Medikamente
Quelle: Homepage pharmasuisse