Einen Schrecken eingejagt …

… hat mir gestern Morgen unser Junior.

Wir waren auf dem Spielplatz, er hat mit 2 anderen (älteren) Jungen gespielt bei der Röhre: fangen, drumrumrennen, untendurchkriechen … die älteren sind dabei auch mal über die Röhren geklettert. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, weil Junior ja nicht hoch kommt – dazu fehlen noch einige Zentimeter.

Also habe ich sonst ein bisschen rechts und links geschaut und wie ich wieder zu den Jungen zurückschaue – ist er mit einem der anderen Jungen oben auf der Röhre!

Da bin ich aber gerannt.

Denn der andere Junge sprang von der Röhre runter … ich rufe: „Nein! Nicht!“ … und Junior springt grad hintendrein als ich noch 1m entfernt war.

Die grösseren Röhre von der er gesprungen ist, ist etwa 1.20m hoch. Das ist mehr als seine Körpergrösse (ca. 95 cm)!

Junior springt ja schon recht gut allein von kleinen Absätzen bis zur Höhe von der Sitzfläche von Stühlen, dabei geht er auch gut in die Knie … aber als ich ihn springen gesehen habe, dachte ich schon an gebrochene Beine, gerissene Sehnen und mehr …

Also: er springt, landet und fällt grad laut schreiend hin.

Ich nehme ihn vorsichtig hoch und gehe auf die Seite, wo ich ihn hinsetze und soweit beruhigen kann, dass es möglich ist, ihn abzutasten. Nach gebrochen fühlt es sich nicht an. Er hört auch bald auf zu weinen – aber sobald er auf den Fuss stehen will, fängt er wieder an zu weinen und sagt „Aua, aua!“

In dem Moment kommt aber eine andere Familie mit einem kleinen Mädchen auf den Spielplatz (die beiden Jungen sind inzwischen verschwunden) und Junior will unbedingt zu ihr. Also humpelt er los.

Puh, Dann kann es doch nicht so schlimm sein!

Die folgende halbe Stunde verbringen wir auf der Rutschbahn – er kommt zwar nur mit meiner Hilfe hoch, sonst macht es ihm sichtlich Schmerzen, aber es scheint zu gehen.

Zuhause suche ich nach blauen Flecken auf dem Fuss, finde aber keine. So wie’s im Moment aussieht hat er sich einfach nur den Fuss verstaucht, bei seinem Monstersprung.

Puh.

Heute Morgen ist der Fuss kaum geschwollen, keine blauen Flecken und er humpelt nur noch ein wenig.

Puh!


Nicht auf den Mund …

Telefon.

Kunde: „Kann man Herpes bekommen vom Küssen?“

Apothekerin: „Wenn die andere Person es hat, ja.“

Kunde: „Und was ist mit der Variante auf dem Mund?“

Apothekerin: „Entschuldigung?“

Kunde: „Ich habe sie nicht auf den Mund geküsst …“

Apothekerin (gibt sich mental eine Ohrfeige): „Ja, auch dann.“

Lippenherpes (Herpes labialis) auch Fieberbläschen genannt und Herpes (Herpes genitalis) werden beide von Herpes simplex Viren verursacht. Der Lippenherpes mehr vom Typ 1, Genitalherpes mehr vom Typ 2.

Aber man kann auch vom Genitalherpes Fieberblasen bekommen….

Alles Gute zum Geburtstag, Opa!

Ich will nicht vergessen zu erwähnen, dass heute mein Papa Geburtstag hat.

Dass er hier heute Opa genannt wird, nimmt er mir glaub nicht übel, hat er doch schon an meiner und Kuschelbärs Hochzeit darauf hingearbeitet, als er bei seiner Rede darauf hinwies, dass er auf baldigen Nachwuchs hoffe. Bittesehr!

Ich bin sehr dankbar, dass ich ihn als Papa gehabt habe, war er doch immer der ruhige Pol der Familie und der kreative Handwerker. Er hat jetzt schon sein zweites Wohnmobil selbst ausgebaut – und wie praktisch das ist!

Auch wenn etwas mal nicht so will, wie es soll, nimmt er es gelassen. Und egal, ob ein Gerät nicht mehr geht oder man irgendwo ein „Bobo“ hat. Sein Standardspruch: „Schmieren und Salben hilft allethalben!“ lässt sich auf beides anwenden.

Von ihm habe ich meine künstlerische Ader und er hat mir und meinem Bruder auch das Schwimmen und Skifahren beigebracht.

Also Opa: Alles Gute zum Geburtstag und viele weitere gesunde und schöne Jahre!

Baby … was?

Drogistin zur Kundin in der Babyfoodabteilung: „Hallo, kann ich ihnen helfen?“

Kundin: „Verkaufen sie Baby Mayonnaise?“

Drogistin: „…Nein. Ernsthaft, ich glaube nicht, dass es das überhaupt gibt.“

Kundin: „Nicht??“

Es gibt ja inzwischen sehr viel im Bereich Babynahrung. Ich meine nicht nur die Anfangsmilchen und die Fertigbreis (die sehr praktisch sind). Da gibt es Spezialgetränke, Kinderbiscuits, Kinderjoghurt, Kinderpasta. Die Spezialgetränke bestehen hauptsächlich aus Mischungen von Tees (Fenchel, Fruchttee oder Rooibos) mit etwas Apfelsaft oder anderem Fruchtsaft. Das kann man auch sehr einfach selber machen. Die Biscuits sind oft sehr süss, da kann man auch diese Leibnitz Kekse nehmen. Die Joghurt … sind einfach kleinere Portionen als die Erwachsenenjoghurts und die Pasta (wie Plasmon) – sehr beliebt bei italienischstämmigen Eltern – ist einfach etwas kleiner. Im Prinzip sind das alles Dinge, wo man auch gut die normalen Esswaren nehmen kann.

Aber Baby-Mayonnaise? Nö. Da würde ich auch nicht die normale nehmen. Zu oder für was braucht ein Baby schon Mayo?

Forschung und Entwicklung im Kleinformat

Telefon, Frau: „Guten Tag, ich bräuchte eine Auskunft. Ich muss wissen, was und wie viel Konservierungsmittel ich in eine selbst gemachte Salbe machen muss, damit sie haltbar wird.“

Apothekerin: „Da kann ich ihnen nicht viel helfen, ich kann ihnen zwar sagen, was für Konservierungsmittel es gibt und in was für Konzentrationen sie normalerweise angewendet werden, aber es kommt sehr darauf an, was sonst noch in der Salbe drin ist. Da müssen Sie halt probieren.“

Frau: „Ich versuche Salbenmischungen mit frischem Gemüse und Obst drin haltbar zu machen um sie nachher zu verkaufen.“

Apothekerin: „Frische Früchte und Gemüse? Oh, das wird schwierig.“

Frau:  „Da muss es doch irgendwelche Vorschriften geben?“

Apothekerin: „Tut mir leid, nein. Die Entwicklung neuer Salben und Cremen braucht viel Zeit und Geduld, weil man probieren muss was geht. Und zum schauen, wie lange sie haltbar sind, müssten sie mit Proben Stabilitätsprüfungen durchführen – oder von Firmen durchführen lassen.“

Frau:Könnten sie mir das nicht machen?“

Apothekerin:  (denkt sich: für wie viel wohl – und wer kümmert sich in den paar Monaten um die Kunden?): „Nein. Das ist viel zu Zeitaufwändig. Vielleicht kann ihnen die BAG oder swissmedic weiterhelfen?“

In der Apotheke stellen wir noch ab und zu Salben her oder machen (häufiger) Mischungen aus Salben mit Wirkstoffen. Eine gute Sammlung von Vorschriften und Rezepturen sowie Kompatibilitätslisten findet sich auf www.magistralrezepturen.ch.

Für die Herstellung müssen die Regeln der GMP (Good Manufacturing Practice) eingehalten werden. Das bedeutet: Hygienevorschriften und mehr.  Selbst dann gibt es für die hergestellten Produkte nicht eigentliche Haltbarkeitsangaben sondern Aufbrauchsfristen. Und die sind auch bei konservierten Produkten nicht sehr lange – eben weil man es nicht testen kann.

Leider scheint das Rezeptieren eine immer mehr aussterbende Kunst zu sein – die neuen Hautärzte verschreiben praktisch nur noch fertige Spezialitäten. Schade eigentlich.