Apotheken in aller Welt, 211: Basel, Schweiz

Danke vielmals an Andreas vom Blog http://klaeui-web.ch :

War eben am Samstag erst nach Ladenschluss an eine drive-thru Apotheke in Basel rangelaufen. Darum habe ich die Funktionsart nicht gesehen. Im Internet ist nur folgendes zu entnehmen:
“ Muss es mal schnell gehen oder schläft Ihr Kind gerade im Auto? Kein Problem, Sie können im Auto sitzen bleiben und wir bedienen Sie am Drive-In. Absolut Einzigartig in der Schweiz und sehr geschätzt von vielen Kunden. Gerne begrüssen wir Sie auch am Drive-In wenn Sie mit Ihrem Motorrad unterwegs sind. „
Eine Drive-through Apotheke. Brauchen wir das wirklich??

Preisgestaltung

Mal ein Thema nicht um die Apotheke, sondern eher privat. Ich bin am überlegen, wohin wir in den Herbstferien wollen, respektive, was wir da machen wollen. Eine Möglichkeit ist eine Mittelmeerkreuzfahrt. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke, das ist etwas, das auch mit Junior gut möglich ist.

Bei meinen Nachforschungen im Internet (gibt es da viele Varianten) und im Reisebüro bin ich auf etwas interessantes gestossen. Es gibt von manchen Kreuzfahrtveranstaltern Seiten speziell für die Schweiz und solche für Deutschland (ich bin sicher auch für andere Länder). Lustigerweise kommt die Seite für Deutschland bei einer Googel-Suche des Veranstalters bei mir erst viel weiter unten. Aber wahrscheinlich ist das Absicht. Die Seiten .de und .ch bieten dieselben Reisen an -manchmal mit unterschiedlichen Namen. Im Moment (!) ist der Preis bei beiden Seiten für die gleiche Reise auch gleich (eigentlich sogar etwas günstiger, weil es in Franken ist).

Aber … schaut Euch mal an, was die Reise sonst kostet –  von Deutschland aus gebucht:

und dasselbe von der Schweiz aus gebucht:

Was sie im Normalfall in der Schweiz verlangen ist praktisch das doppelte des deutschen Preises! Und ja, das ist tatsächlich so  -ich habe dann in einem Reisebüro in Deutschland nachgefragt: sie haben auch Prospekte die sie nur an Deutsche abgeben dürfen und andere, die für die Schweizer bestimmt sind. Mit sehr unterschiedlichen Preisen drin.

Nett. Soviel (mal wieder) zur Hochpreisinsel Schweiz. Manchmal glaube ich die denken „Mit denen können wir’s ja machen!“

Grrrrr!

Der Boden wackelt …

… oder zumindest hat er das, letzte Nacht um Viertel vor Zwölf:

Erdbeben bei Zug
Am Samstag, 11. Februar, um 23:45 hat sich zwischen Zuger und Ägerisee, in einer Tiefe von ca 30 km, ein Erdbeben der Magnitude 4.2 ereignet. Das Beben ist in weiten Teilen der Deutschschweiz, im Berner Jura, und bis ins Tessin verspürt worden.
Aufgrund der grossen Tiefe ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieses Beben Schäden verursacht hat.

Die Zeit dürfte auch der Grund dafür sein, dass ich diesmal gar nichts davon mitbekommen habe. Da liege ich nämlich normalerweise im Bett und schlafe.

Vor ein paar Jahren hatten wir allerdings ein Erdbeben hier, das am Tag stattfand und deutlich spürbar war – zu dem Zeitpunkt war ich in der Apotheke und das Beben war stark genug, dass die Gläser und Flaschen in den Regalen aneinander schlugen, weil der Boden sich so stark bewegte.

Ich finde Erdbeben äusserst unangenehm, wahrscheinlich, weil sie einem das Gefühl geben, dass nicht einmal mehr der Boden unter den Füssen sicher ist. Beunruhigend.

Für die in der Schweiz gibt es übrigens eine Seite, wo man sich über die aktuellsten Beben informieren kann. Sie ist vom Schweizerischen Erdbebendienst von der ETH Zürich im Auftrag des Bundes und hier zu finden: http://www.seismo.ethz.ch/index

Das rote war das Beben letzte Nacht. Wie man an den gelben Punkten (die älter sind) sehen kann, ist es aber nie wirklich „ruhig“, auch in der Schweiz nicht, deren Erdbebengefahr auf mässig bis mittel eingeschätzt wird – im Gegensatz z.B. zur Türkei, oder San Franzisco. Wobei … auch hier gibt es stärker gefährdete Regionen. In einer davon wohne ich. Vielleicht habe ich darum auch ein spezielles Interesse Erdbeben gegenüber.

In der Schweiz muss etwa alle 100 Jahre mit einem regionalen Schadensbeben der Magnitude 6 sowie etwa alle 1000 Jahre mit einem zerstörerischen überregionalen Erdbeben der Magnitude 7 gerechnet werden. Quelle

Das letzte Grosse ist jetzt etwa 70 Jahre her. Ich hoffe, es dauert noch lange bis zum nächsten.

Habt ihr Erfahrungen mit Erdbeben? Wie war das? Wieviel auf der Richterskala?

Apotheken in aller Welt, 202: Basel, Schweiz

Danke an Susi für diese Apotheke:

endlich komme ich dazu, dir eine apotheke zu schicken. diese hier liegt mitten in basel und ist eine der ältesten apotheken, auch wenn sie nicht so aussieht. die goldene apotheke gibt es seit 1628 und ist innen ein kleines schmuckstück. von hier hat die firma GABA ihren ursprung – das heisst nämlich Goldene Apotheke BAsel. vor ein paar jahren wurde sie umbenannt in goldene engel apotheke.

Von aussen wirklich nichts besonderes, aber die Regale scheinen noch Original zu sein. Sehr nett!

GABA kennt man vor allem von den Zahnpflegeprodukten: Elmex, Meridol … und die Wybert Täfeli.

Die Pille danach für davor

Leser Jörg hat mich auf diesen Artikel im Spiegel aufmerksam gemacht: „Pille danach für davor„.

Es wird ja in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich gehandhabt, wie man an die „Pille danach“, die Notfallkontrazeption kommen kann.

Während man dafür in Deutschland und in Italien noch zum Arzt muss, um sich ein Rezept dafür ausstellen zu lassen, bekommt man sie in Österreich und der Schweiz ohne Rezept in der Apotheke. In der Schweiz braucht es dafür ein Beratungsgespräch mit der Apothekerin.

In anderen Ländern kommt man sogar noch einfacher an die Pille danach. In Amerika kann man sie ab 17 Jahren über den Ladentisch in der Apotheke kaufen. In Grossbritannien bekommt man die Pille danach sogar in den Drogerien und in Frankreich wird sie nach Bedarf auch an der Schule an Schülerinnen abgegeben.

Eines hatten alle aber gemeinsam: Es war die Abgabe „danach“ … das ist auch bei uns so. Auf Vorrat bekommt man sie nicht – höchstens noch via Frauenarzt. Und jetzt kommt Grossbritanniens British Pregnancy Advisory Service (BPAS) und schickt die Pille nach einem paarminütigem Telefongespräch per Post – mit dem klaren Hintersinn sie zu besorgen, bevor man sie braucht …. damit sie dann nicht so viele ungewollte Schwangerschaften haben nach den Festtagen. Denn … „ungeplanter Sex kommt vor.“

Klar tut es das. Aber … an die Pille danach kommt man in Grossbritannien schon einfach genug (oder?). Ein Schutz gegen Geschlechtskrankheiten (die wieder enorm im Kommen sind) ist es auch nicht. Kondome zu verteilen wäre da in meinen Augen wesentlich sinnvoller. Und Aufklärung. Viel mehr Aufklärung, nicht nur Betreff Verhütung, sondern auch Betreff Geschlechtskrankheiten und was es bedeutet, Kinder zu haben. Grossbritannien hat ein Problem in die Richtung: „In keinem anderen westeuropäischen Land werden so viele Teenager schwanger wie in Großbritannien, in wohl keinem anderen Land der Welt treiben mehr Minderjährige ab. „

Schwieriges Thema. Eure Gedanken dazu?