Alt und Neu – Beispiel Deutschland

Daniela schickt mir ein paar Fotos zu dem Thema.

Nicht wirklich „Vintage“, aber gute Beispiele von relativ aktuellen Packungsänderungen – und der damit verbundenen Problematik.

hier ein paar Fotos vom jeweils alten und neuen Packungsdesign einiger Medikamente. Foto 1 und 3 sind zwei Generika-Hersteller 1A Pharma und AbZ, ich weiß nicht ob es die in der Schweiz auch gibt? Gerade die Packungsveränderung von 1a Pharma ist noch in vollem Gange, ich hoffe immer, es verwirrt die Patienten nicht allzu sehr.

1A – die Firma gibt es in der Schweiz auch, Actavis auch, aber AbZ nicht.

Übrigens: bei der AbZ sieht man auch, wie die Packungen immer grösser werden (nicht Mengen- sondern Volumen-mässig). Über so „Monsterpackungen“ hatte ich es schon mal irgendwo im Blog.

Alt und Neu (4) : Euceta

Ist sie nicht schön, die alte Euceta (oben)? Ablaufdatum 1987. O-Ton der Pharmaassistentin: „Die ist ja älter als ich!“ :-)

Ganz stimmt die Vergleichstube nicht, weil das die neue Variante mit Kamille und Arnika drin ist – die alte mit nur Essigsaurer Tonerde ohne all das gibt es ja nicht mehr.

Intelligente Werbung

Zu Werbung habe ich eine Hass-Liebe-Beziehung. So sehr ich nervige, generische und langweilige Werbung hasse, so sehr bin ich ein Fan von guter Werbung: solcher, die Aufmerksamkeit erregt, zum Nachdenken anregt, die einfach … gut gemacht ist.

So wie die Werbung für ein Alzheimer-Mittel. 8 Fotos, „A Mirrored Memory“:

Ganz toll auch: die mit der Krankenschwester – und dem Feuerwehrmann.

Da hat der Fotograph Tom Hussey  in meinen Augen wirklich gute Arbeit geleistet.

Was war es?

Erinnert sich noch jemand an den Kunden, der sich beklagt hat, dass er einen Auto-Unfall gemacht hat, nachdem er (hier vorwurfsvolle Stimme einfügen) ein Medikament von uns genommen hat  … ach ja, und Alkohol dazu getrunken hatte ?

Der Kunde war wieder da.

Jetzt wollte er es genau wissen: „Was für ein Medikament war das?“
Weil wir aufgrund seiner Aussagen unsicher sind, um was für ein Medikament es sich eigentlich handelte, gehen wir nochmal alle Bezüge von ihm vor dem Unfall durch und nehmen sogar die Packungen heraus, damit er sie sich ansehen kann.
Keine ist es. Nicht mal die Verdächtigen Codein oder Sirdalud.

Auf einmal fällt ihm der Name ein: „Zolpidem!“ Wir zeigen ihm eine Schachtel davon und er bestätigt das.

Nur … das hatte er nie von uns.

Genau da erinnert er sich daran, dass er das Medikament (übrigens ein Schlafmittel) vom Arzt direkt bekommen hat …

Tja.

Und jetzt tut mir der Arzt ein wenig leid, denn das ist sicher der nächste, den er besucht.