ich: Lügner?

Also von *der* Kundin bin ich ja schon einiges gewohnt – sie kommt auch immer mit den unglaublichsten Geschichten, warum sie jetzt sofort ihre Stilnox (ein starkes Schlafmittel) von ihrem Dauerrezept (übrigens mit reglementierter Abgabe) braucht *

… aber dass sie jetzt behauptet, die letzte Packung Tabletten nicht bekommen zu haben, schlägt alles. Es ist im Computer dokumentiert und ich war es persönlich, die sie ihr gegeben hat.
Dementsprechend nennt sie mich also praktisch einen Lügner.
Na die soll nur wieder kommen!

 

*Da habe ich schon alles gehört: Von „mit der Handtasche gestohlen“ über „bei der Freundin in Italien vergessen – und die hat sie jetzt selber genommen“, bis zu „in die Toilette gefallen“ und natürlich diverse akut auftretende persönliche Probleme, dass sie dann eine höhere Dosis einnehmen „musste“.

Zuckerpillen und Verhütung

junge Kundin: „Ich nehme neu die Pille Qlaira zum verhüten … und jetzt habe ich gelesen, dass die letzten 2 Tage darin Zuckerpillen sind – sollte ich während der Zeit eine andere Form des Empfängnisschutzes verwenden?“

Nein. der Empfängnisschutz ist auch in dieser Zeit gegeben – wie in der 7 Tage Pillenpause bei den üblichen Pillen auch.

Aber mir ist 10mal lieber, sie fragt, als wenn sie es einfach falsch anwendet – so wie der Teeny aus Amerika, die (auch bei Qlaira) gefragt hat: „Kommt es eigentlich drauf an, in welcher Reihenfolge man die Pillen nimmt?“ – und mit dabei hat sie eine Packung in der an verschiedensten, zufälligen Orten die Pillen herausgenommen wurden …

Arrrrhgh!

Frusthaufen

Wie frustriere ich die liebe Drogistin?
Ganz einfach: wenn sie aufgestellt und freundlich lächelnd auf sie zukommt, wenn sie in das Geschäft hineinlaufen, fallen sie ihr, bevor sie etwas sagen kann ins Wort:
„Sie müssen mich gar nicht abfangen, ich komme schon zu Ihnen!“
Und nachdem die Drogistin ihnen eingeschüchtert ihr Panadol verkauft hat, setzen sie noch einen drauf:
„Und einen guten Tag müssen Sie mir auch nicht wünschen! Das ist er nicht.“

Für Sie ist wahrscheinlich kein Tag ein guter Tag, aber das heisst nicht, dass Sie es an meiner Kollegin auslassen müssen.

Es ist wirklich unglaublich, wie einen eine einzige solch negative Person den Tag vermiesen kann.

Non Sequitur

Mann: „Ein Mittel gegen Haarausfall, bitte.“
Pharmama: „Ist es für sie?“
Mann: „Nein, für meine Frau. Sie hat lockige Haare.“

Haarausfall hat nichts damit zu tun, ob man glatte oder lockige Haare hat, oder was für eine Farbe sie haben. Auch für die Behandlung ist diese Information nicht relevant -ausser vielleicht der Haarausfall wäre soweit fortgeschritten, dass sie eine Perücke braucht …

Haarige Geschichte

Ein jüngerer Mann kommt in die Drogerie mit einer ungewöhnlichen Bitte:

„Könnten sie mir das Wachs auf der Brust entfernen?“

Das Problem: er hat sich mit Heisswachs selbst die Brust enthaaren wollen. Dabei hat er aber das Wachs zu heiss gemacht – jedenfalls hat er jetzt wohl Verbrennungen untendran – und Angst, das Wachs abzuziehen.

Die Drogistin, die Erfahrung hat mit Heisswachs (wobei sie es eher für die Beine benutzt), empfiehlt ihm das Wachs stückweise mit Paraffinöl anzulösen, dann das Ganze vorsichtig zu waschen und mit einer desinfizierenden Salbe zu verbinden.

Wenn das nicht klappt, hilft nur noch der Arzt.

Jaja, Schönheit muss leiden, sagt man immer. Autsch.

Noch mehr Haariges findet sich hier.

Doch kein Umtausch

Kunde: „Ich habe diese Blutzucker-Teststreifen von meinem Arzt bekommen. Die passen aber nicht in meine Maschine. Kann ich sie bei ihnen umtauschen?“

… Also das regt mich gleich doppelt auf: Ärztemuster ginge ja noch, aber mit der Selbstdispensation hat der Arzt sie dem Kunden ja verkauft. Und ich darf das jetzt ausbaden, wenn es nicht das richtige ist?

Die Antwort war dann „Nein.“ Aber er hat von mir dann noch richtige bekommen – von seinem Rezept, das er noch bei uns hatte nämlich.