Totale Verwirrung

Auf dem Rezept für ein Kind sind ein paar Medikamente, die ich heraussuche und anschreibe – die Mutter sucht in der Zwischenzeit im Laden etwas zusammen.
Als ich fertig bin und die Mutter wieder da, brauche ich noch ein paar Angaben, weil das Kind zwar im System ist, das letzte Mal aber schon länger her.

Auf dem Rezept stehen Name und Adresse, trotzdem frage ich nochmals nach, ob alles stimmt.
Pharmama: „Also: ‚Nils Holgersen, Gänsestrasse 15‘?“
Mutter: „Nein.“
Pharmama: „Oh, was ist dann die Adresse?“
Mutter: „Weihergasse 10“
Pharmama: „Aber sie haben einmal in der Gänsestrasse gewohnt?“
–       es kommt noch häufig vor, dass die Leute umziehen und dann denken sie, alle müssten das wissen, automatisch sozusagen.
Mutter: „Nein, da haben wir nie gewohnt.“
Pharmama: „Aber ihr Kind heisst Nils Holgersen?“
Mutter: „Äh, nein.“
Pharmama (total verwirrt): „Aber …  das Rezept ist auf einen Nils Holgersen ausgestellt ..“
Mutter: „Ah ja, das habe ich gesehen – ich dachte das sei der Name des Arztes.“

(Das Rezept ist aus dem Spital, aber der Stempel zeigt, dass sie eine Ärztin hatten … Nils??)


auch das gab ein Telefon.

(Alle Namen und Adressen sind natürlich auch hier frei erfunden).

Verständigungsprobleme

Liebe Kundin … Nein, ich kann kein chinesisch. Und ich finde es etwas befremdlich, wenn Sie offensichtlich mindestens seit 2006 hier wohnen – zumindest habe ich von da noch ein von ihnen eingelöstes Rezept im Computer und sie immer noch nicht eine der Landessprachen können. Weder Deutsch noch Französisch oder Italienisch. Nix. Und Englisch nur so gebrochen, dass man es kaum versteht.
Und ganz hört die Verständigung offensichtlich auf, wenn ich sage, dass es für das Temesta, das sie wollen ein Rezept braucht.
Verständnisloser Blick- nochmals mir die leere Schachtel unter die Nase gehalten: „Das, das!“
Ja. aber- Sie wissen schon: „Arzt schreibt auf Papier, dann bekommen sie es von mir.“ (heh, das reimt sich!)
„Rezept, Prescription, Ordonnance … ja, vom Arzt, Doctor, Dottore, Medecin.“
Nein, das bekommen sie ohne nicht von mir.

Spielen wir doch einfach „Tabu“

Ein Mann kommt mit dem Rezept für seine Frau in die Apotheke. Auf dem Rezept Ovula – das sind Vaginaltabletten.

Man schreibt es sorgfältig an mit „Jeweils abends je 1 Ovulum in die Vagina geben.“

Der Mann liest das und sagt dann: „Sie sind schon ziemlich grosszügig mit ihren Fachwörtern. Erklären sie mir bitte, was Vagina heisst!“

Das war ein eher peinlicher Moment, der auch dadurch nicht besser wurde, dass die Mitarbeiter, die das mitbekommen haben – er hat laut genug geredet- alle plötzlich nach hinten verschwunden sind.

Beratungsgespräch

Kundin: „Ich hätte gerne eine Vicks Fiebersalbe“.
Drogistin: „Sie meinen die Erkältungssalbe?“ (andere gibt es nicht von Vicks)
Kundin: „Nein, die Fiebersalbe.“
die Drogistin zeigt ihr das Vicks Vaporup.
Kundin: „Ja, das ist es!“
Drogistin: „Ja, das ist aber nicht gegen Fieber, das reibt man ein, damit man besser Atmen kann bei Erkältungen.“
Kundin (schaut die Packung an): “Was, das ist so teuer? Gibt es da nicht etwas günstigeres?“
die Drogistin zeigt und erklärt ihr 2 günstigere Alternativen
Kundin (hört kaum zu): „Nein, nein, ich habe immer die Vicks gebraucht“.
Die Kundin grübelt ihr Münz zusammen – es reicht nicht.
Kundin (ärgerlich): „Wieso ist das denn so teuer!“.
Kundin geht ohne etwas gekauft zu haben…

(Seufz)

Nehmen Sie Medikamente?

Beim Dossier erstellen:

Pharmama: „Nehmen sie sonst irgendwelche Medikamente?“
Kunde: „Nein.“
Ich schaue ihn an und … irgendwie glaube ich das nicht. Alter, Gesichtsfarbe, …
Pharmama: „Also auch nichts rezeptpflichtiges?“
Kunde: „Nein.“
Hmmmm.
Pharmama: „Nichts, was der Arzt ihnen gegeben hat?“
Kunde: „Nein. Ausser den kleinen weissen gegen den Bluthochdruck und die fürs Herz, die sie mir im Spital gegeben haben.“

Aha!